Kostenlos ist bei Website-Baukästen fast immer echt gemeint – aber nie unbegrenzt. Die Frage ist nicht, ob du gratis online kommst, sondern wann du zwangsläufig zahlst.
Fünf Anbieter lassen dich dauerhaft ohne Kreditkarte eine Website betreiben. Kein Trial, keine 30-Tage-Frist. Nur haben alle fünf dieselben drei Grenzen eingebaut: die Adresse gehört dem Anbieter, sein Logo steht auf deiner Seite, und der Speicher reicht für ein Dutzend Bilder. Wir haben nachgesehen, was in den Free-Tarifen wirklich drin ist, wie die Subdomains aussehen und an welchem Punkt jeder Anbieter das Upgrade erzwingt. Danach weißt du, ob gratis für dein Vorhaben reicht – oder ob du dir den Umweg sparen kannst.
Was „kostenlos“ bei Baukästen wirklich heißt
Diese Übersicht ist der eigentliche Kern des Vergleichs. Sie zeigt nicht, was der Free-Tarif kann, sondern was er nicht kann – und was dich am Ende zum Bezahltarif treibt.
| Anbieter | Deine Adresse | Anbieter-Werbung | Speicher | Was zum Upgrade zwingt | Günstigster Bezahltarif |
|---|---|---|---|---|---|
| Wix | name.wixsite.com/name | Banner oben, scrollt mit | 500 MB, 1 GB Bandbreite | Eigene Domain, Werbung weg, Zahlungen empfangen | 9 €/Monat jährlich |
| Jimdo | name.jimdosite.com | Banner im Fußbereich | 500 MB, 2 GB Bandbreite | Eigene Domain, Werbung weg, mehr Speicher | 9 €/Monat jährlich |
| Webador | Webador-Subdomain | Hinweis auf den Anbieter | Begrenzt | Eigene Domain, Shop | 6,55 €/Monat jährlich |
| SITE123 | Zugewiesene Subdomain, z. B. 60793897c4af8.site123.me | Banner auf der Seite | 250 MB, 250 MB Bandbreite | Eigene Domain, Werbung weg | ca. 12,80 €/Monat jährlich |
| Base44 | Base44-Subdomain | Keine | Guthaben statt Speicher | Guthaben aufgebraucht, eigene Domain | 16 $/Monat jährlich |
Nicht der Speicher ist das Problem, sondern die Bandbreite – und darauf achtet fast niemand. 500 MB Speicher reichen bei Wix für rund 125 unkomprimierte Handyfotos, bei komprimierten Bildern für mehrere Hundert. Die Bandbreite von 1 GB im Monat bedeutet dagegen: Wenn eine Seite mit Bildern rund 2 MB wiegt, ist bei etwa 500 Seitenaufrufen im Monat Schluss. Bei SITE123 mit 250 MB Bandbreite sind es rund 125 Aufrufe. Ein einziger Beitrag, der in einer Facebook-Gruppe geteilt wird, kann das Monatsbudget aufbrauchen – und die Seite ist bis zum Monatswechsel offline oder gedrosselt.
Der zweite Punkt wird unterschätzt: Die Subdomain gehört nicht dir. Eine Adresse wie malerbetrieb-mueller.jimdosite.com lässt sich am Telefon kaum diktieren, passt auf keine Visitenkarte und ist beim Anbieterwechsel verloren. Google bewertet Subdomains nicht grundsätzlich schlechter, aber du baust Sichtbarkeit auf einer Adresse auf, die du nicht mitnehmen kannst.
Die besten kostenlosen Website-Baukästen
Sortiert danach, wie brauchbar der Free-Tarif tatsächlich ist – nicht danach, wie gut der Anbieter insgesamt abschneidet. Die Sternbewertung bezieht sich auf die Gesamtqualität und läuft deshalb nicht parallel zur Reihenfolge.
Die Free-Tarife im Detail
1. Wix – Voller Funktionsumfang, nur ohne Adresse

⭐ 4,7/5 – Der Free-Tarif, mit dem man am weitesten kommt
Wix: Der Free-Tarif im DetailWix schneidet im Free-Tarif am wenigsten Funktionen weg. Du arbeitest im vollen Editor, hast Zugriff auf die komplette Vorlagenbibliothek und kannst auch den KI-Entwurf nutzen, ohne zu zahlen. Laut Wix stehen dafür bis zu 500 MB Speicher und 1 GB Bandbreite bereit (Wix Help Center). Was fehlt und selten erwähnt wird: Google Analytics lässt sich im Free-Tarif nicht einbinden – du siehst also nicht, wer deine Seite besucht. Ein Hinweis, der in fast allen Vergleichen fehlt: Das früher überall empfohlene Wix ADI existiert nicht mehr. Wix hat den Assistenten am 10. November 2024 abgeschaltet (Wix Help Center). Heute beschreibst du dein Vorhaben im Chat und bekommst einen mehrseitigen Entwurf.
Bezahlt wird bei Wix nicht für Funktionen, sondern für Seriosität: eigene Domain, keine Werbung, Online-Zahlungen. Light kostet 9 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung, der shopfähige Core-Tarif 17 Euro (Preisübersicht bei Wix). Eine Eigenheit solltest du vor dem Start kennen: Ist die Seite veröffentlicht, bleibt die gewählte Vorlage gesetzt. Das gilt auch für die kostenlos gebaute Seite.
- Kaum Funktionseinschränkungen im Free-Tarif
- Alle Vorlagen und der KI-Entwurf gratis nutzbar
- Preis bleibt nach dem ersten Jahr stabil
- Werbebanner klebt oben und scrollt mit
- Vorlagenwechsel nach Veröffentlichung unmöglich
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
2. Jimdo – Gratis mit Ansprechpartner in Deutschland

⭐ 4,3/5 – Der bequemste Gratis-Einstieg für kleine Betriebe
Jimdo: Der Free-Tarif im DetailDer Play-Tarif von Jimdo ist der Gratis-Einstieg mit den klarsten Zahlen: 500 Megabyte Speicher, 2 Gigabyte Bandbreite im Monat, ein Werbebanner im Fußbereich. Alles andere funktioniert – Seiten anlegen, Texte ändern, Kontaktformular einbauen. Der geführte Einstieg fragt nach Branche und Stil und baut daraus eine Seite, die du nur noch mit deinen Inhalten füllst.
Was im Free-Tarif fehlt und bei einem deutschen Anbieter besonders auffällt: persönlicher Support gibt es erst ab dem Bezahltarif. Start kostet 9 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung und bringt eigene Domain, Werbefreiheit und 5 Gigabyte Speicher (Preise bei Jimdo). Keine Einrichtungsgebühr, kein Preissprung im zweiten Jahr. Für Vereine mit wechselndem Vorstand ist Jimdo eine gute Wahl, weil auch Ungeübte die Seite pflegen können.
- Transparente Grenzen: 500 MB und 2 GB Bandbreite
- Server und Anbieter in Deutschland
- Stabile Preise nach dem Upgrade
- Kein persönlicher Support im Free-Tarif
- Kleine Vorlagenauswahl
- Shop erst im mittleren Bezahltarif
3. Webador – Der günstigste Weg raus aus dem Free-Tarif

⭐ 3,7/5 – Gratis anfangen, günstig aufsteigen
Webador: Der Free-Tarif im DetailWebador ist der Anbieter, bei dem das Upgrade am wenigsten weh tut. Lite kostet 6,55 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung, und zwar inklusive Mehrwertsteuer – das ist der einzige Anbieter in dieser Runde, der Bruttopreise ausweist. Bei monatlicher Zahlung sind es 8,33 Euro, in den ersten drei Monaten gibt es 50 % Nachlass (Preise bei Webador). Keine Einrichtungsgebühr, keine Mehrjahresbindung.
Der Free-Tarif selbst ist unspektakulär und genau deshalb brauchbar: Seiten, Galerie, Kontaktformular, fertig. Die Oberfläche ist so aufgeräumt, dass eine Kollegin ohne Einweisung Öffnungszeiten ändern kann. Was fehlt, ist Gestaltungsspielraum – die Vorlagenauswahl ist klein, und wer eigene Layoutideen hat, stößt schnell an Grenzen.
- Günstigstes Upgrade im Vergleich, Preise inkl. MwSt.
- 50 % Nachlass in den ersten drei Monaten
- Auch von Ungeübten pflegbar
- Kleine Vorlagenauswahl
- Kein Shop im Free-Tarif
- Wenig Gestaltungsspielraum
4. SITE123 – Gratis online in unter einer Stunde

⭐ 3,2/5 – Schnellster Weg zur Gratis-Seite, teuerstes Upgrade
SITE123: Der Free-Tarif im DetailSITE123 fragt dich nach der Branche, schlägt eine Vorlage vor und führt dich Feld für Feld durch die Inhalte. Wer nur ein paar Informationen ins Netz stellen will und sich mit keinem Editor beschäftigen möchte, ist damit in unter einer Stunde fertig. Zwei Eigenheiten solltest du kennen: Die Subdomain wird dir zugewiesen und lässt sich nicht wählen – Adressen wie 60793897c4af8.site123.me sind keine Ausnahme. Und mit 250 MB Speicher plus 250 MB Bandbreite ist der Free-Tarif der knappste in dieser Runde.
Der Preis für den Ausstieg ist der höchste hier: rund 12,80 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung, monatlich rund 17,99 Euro (Preise bei SITE123). Dafür bekommst du weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix für 9 Euro. Zwei Dinge stehen nur im Kleingedruckten. Erstens verlangt SITE123 die gesamte Laufzeit im Voraus, bei einem Mehrjahrestarif also den vollen Betrag auf einmal, und erstattet nur innerhalb der ersten 14 Tage. Und im Fußbereich bleibt das SITE123-Zeichen selbst im Bezahltarif sichtbar. Mehrsprachigkeit gibt es entgegen mancher Darstellung erst in den höheren Tarifen, nicht im Einstiegspaket.
- Schnellster geführter Aufbau im Vergleich
- Rund-um-die-Uhr-Chat auch im Free-Tarif
- Free-Tarif ohne Kreditkarte
- Teuerstes Upgrade, Laufzeit im Voraus zu zahlen
- Kaum Designfreiheit, starre Layouts
- Knappster Free-Tarif: 250 MB Speicher und Bandbreite
5. Base44 – Kostenlos, aber nur solange das Guthaben reicht

⭐ 3,6/5 – Der einzige Free-Tarif, der echte Funktionen baut
Base44: Der Free-Tarif im DetailBase44 funktioniert anders als die vier anderen. Statt Speicherplatz begrenzt der Anbieter das Guthaben: Jede Anfrage an die KI kostet Credits, und wenn die aufgebraucht sind, ist Schluss – unabhängig davon, wie klein deine Seite ist. Dafür baut Base44 im Free-Tarif Dinge, die kein Baukasten kann: ein Buchungssystem, ein internes Werkzeug, eine Anwendung mit Datenbank und Nutzeranmeldung. Du beschreibst, was es können soll.
Zwei Dinge fehlen: ein visueller Editor, denn gearbeitet wird ausschließlich über Beschreibungen im Chat. Und Oberfläche wie Support sind englischsprachig. Der Starter-Tarif liegt bei 16 Dollar im Monat, sofern du jährlich zahlst (Preise bei Base44). Wix hat Base44 im Juni 2025 übernommen; das Produkt läuft nach Anbieterangaben eigenständig weiter. Für eine schlichte Firmenseite mit fünf Seiten ist es der falsche Ansatz – für alles mit Funktion der günstigste.
- Baut Funktionen, nicht nur Seiten
- Keine Anbieterwerbung im Free-Tarif
- Datenbank und Nutzerverwaltung ohne Programmierung
- Guthaben begrenzt die Nutzung, nicht der Speicher
- Oberfläche und Support nur auf Englisch
- Kein visueller Editor
Weitere Anbieter mit kostenlosem Tarif
Diese sechs Anbieter haben ebenfalls einen Gratis-Tarif, verfolgen aber jeweils ein anderes Konzept. Wir nennen sie zur Orientierung, weil zwei davon für bestimmte Vorhaben die bessere Wahl sind als jeder klassische Baukasten.
| Anbieter | Was der Free-Tarif kann | Die Grenze | Passt zu |
|---|---|---|---|
| WordPress.com | Vollwertiges WordPress, gehostet | Werbung für Besucher, Plugins erst in Bezahltarifen | Blogs und Textprojekte |
| Carrd | Einseitige Websites, sehr schnell gebaut | Nur eine Seite, begrenzte Zahl Projekte | Visitenkarte, Linksammlung, Event |
| Framer | Gestaltungsfreiheit auf Designer-Niveau | Anbieter-Subdomain, steile Lernkurve | Designaffine mit Zeit |
| Webnode | Geführter Aufbau, Mehrsprachigkeit | Kleiner Speicher, Anbieterwerbung | Mehrsprachige Kleinprojekte |
| Weebly | Einfacher Baukasten, Shop-Grundlagen | Entwicklung stagniert seit Jahren | Einfache Seiten ohne Anspruch |
| Tilda | Starke Vorlagen für Langformseiten | Wenige Seiten im Free-Tarif | Storytelling und Portfolios |
Zwei Fälle lohnen den genaueren Blick. WordPress.com ist der bekannteste Gratis-Anbieter überhaupt und liefert echtes WordPress, ohne dass du etwas installieren musst – für einen Blog ist das die naheliegendste Wahl. Der Anbieter weist selbst darauf hin, dass Besucher auf kostenlosen Websites Werbung sehen, und Plugins gibt es erst in den Bezahltarifen. Wer WordPress mit eigenen Erweiterungen nutzen will, ist bei einem Hoster besser aufgehoben.
Carrd löst ein Problem, für das ein Baukasten überdimensioniert ist: eine einzige Seite, schnell gebaut, ohne Menü und Unterseiten. Für eine Visitenkarte, eine Veranstaltung oder eine Linksammlung ist das die effizienteste Lösung im ganzen Vergleich – und dauerhaft kostenlos. Sobald du mehr als eine Seite brauchst, führt der Weg zurück zu den Anbietern oben.
Wenn der Free-Tarif nicht reicht
Sobald du geschäftlich auftrittst, führt der Weg an einer eigenen Domain nicht vorbei – und damit an einem Bezahltarif. Diese vier Anbieter haben keinen Free-Tarif, sind dafür beim Einstieg günstiger oder bieten etwas, das die Gratis-Baukästen nicht liefern.
Rechne beim Vergleich genau: Hostinger ist mit 2,99 Euro netto der günstigste Einstieg, verlangt dafür aber die Vorauszahlung über 48 Monate – gut 143 Euro auf einen Schlag – und verlängert später zu 9,99 Euro monatlich. STRATO ist mit 5 Euro brutto im Jahresvertrag ehrlicher gerechnet, dafür kommt einmalig eine Einrichtungsgebühr von 10 Euro dazu. Bei einem Jahr Laufzeit landen Wix, Jimdo und STRATO alle zwischen 70 und 110 Euro. Der Unterschied liegt weniger im Preis als in der Bindung.
Auch eine kostenlose Website braucht ein Impressum
Das ist der Punkt, an dem Gratis-Seiten teuer werden können. Die Pflicht hängt nicht am Preis deines Tarifs, sondern daran, ob du geschäftlich auftrittst – und das gilt schon für die Nebentätigkeit oder den Verein mit Beitragseinnahmen.
- Impressum mit Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeit. Rechtsgrundlage ist seit Mai 2024 § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), nicht mehr das Telemediengesetz. Viele Vorlagen im Netz verweisen noch auf § 5 TMG und sind damit veraltet.
- Datenschutzerklärung, die das Kontaktformular, die Statistik und eingebundene Karten oder Schriftarten benennt. Achtung bei Vorlagen, die Schriftarten von externen Servern laden – das ist ein häufiger Abmahnanlass und lässt sich in allen fünf Gratis-Baukästen umstellen.
- Cookie-Banner mit echter Wahl, sobald Statistik läuft. Ein Hinweisfeld mit einem einzigen Knopf zum Zustimmen genügt dafür nicht.
So haben wir bewertet
In die Bewertung des Free-Tarifs sind fünf Punkte eingeflossen: welche Funktionen gesperrt sind, wie sichtbar die Anbieterwerbung ist, wie viel Speicher und Bandbreite zur Verfügung stehen, wie die Subdomain aufgebaut ist und was der günstigste Ausstieg kostet. Die Angaben stammen von den offiziellen Tarif- und Hilfeseiten der Anbieter, Stand September 2026. Wo Anbieter keine Zahlen zu Speicher oder Bandbreite veröffentlichen, steht in der Übersicht „begrenzt“ statt einer geschätzten Zahl. Sechs weitere Anbieter mit Gratis-Tarif nennen wir mit Konzept und Grenze, ohne Speicherangaben, weil diese dort teils nicht veröffentlicht werden. Die Sternbewertung bezieht sich auf die Gesamtqualität des Anbieters und ist über unsere Artikel hinweg einheitlich; die Reihenfolge in diesem Artikel richtet sich allein nach der Brauchbarkeit des Free-Tarifs.
Fazit
Kostenlos eine Website zu erstellen funktioniert – für ein privates Projekt, einen Verein ohne Außenauftritt oder eine Testphase, in der du herausfindest, ob dir der Editor liegt. Wix lässt dabei am meisten zu, Jimdo nennt die Grenzen am klarsten, Webador macht das Upgrade am günstigsten.
Für einen geschäftlichen Auftritt ist der Free-Tarif dagegen eine Zwischenstation, keine Lösung. Die fremde Adresse und das Anbieterlogo kosten Vertrauen, und beides fällt erst mit dem Bezahltarif weg. Sinnvolle Reihenfolge: gratis aufbauen, in Ruhe entscheiden, dann für 7 bis 9 Euro im Monat auf eine eigene Domain wechseln. Was du dabei nicht überspringen darfst, sind Impressum und Datenschutzerklärung – die verlangt niemand erst ab dem Bezahltarif.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Wix, Jimdo, Webador, SITE123 und Base44 haben Free-Tarife ohne Zeitlimit – kein Trial, keine Kreditkarte. Die Einschränkungen sind bei allen ähnlich: Die Adresse ist eine Subdomain des Anbieters, sein Logo erscheint auf deiner Seite, und der Speicher liegt zwischen 250 und 500 MB. Base44 begrenzt stattdessen das Guthaben für KI-Anfragen.
Weil sie den Anbieter jedes Jahr Geld kostet. Eine .de-Domain schlägt bei der Registrierungsstelle mit einer Jahresgebühr zu Buche, die niemand verschenkt. Deshalb ist die Domain überall das erste Merkmal, das hinter der Bezahlschranke liegt. Im Free-Tarif bekommst du eine Subdomain wie name.jimdosite.com, die dem Anbieter gehört und beim Wechsel verloren geht.
Weniger als du denkst, wenn du Bilder vorher verkleinerst. Ein unkomprimiertes Handyfoto wiegt drei bis fünf Megabyte, dasselbe Bild fürs Web aufbereitet rund 200 Kilobyte. Mit 500 MB Speicher kommst du so auf gut zwei Dutzend Seiten mit Bildern. Ohne Komprimierung ist der Free-Tarif nach zwanzig Fotos voll.
Nicht grundsätzlich – Google bewertet Inhalte, nicht die Adressform. Das eigentliche Problem ist ein anderes: Du baust Sichtbarkeit und Verlinkungen auf einer Adresse auf, die dir nicht gehört. Wechselst du später den Anbieter, fängst du bei null an. Wer langfristig auf Suchmaschinen setzt, sollte von Anfang an eine eigene Domain nutzen.
Ja, wenn du geschäftlich auftrittst – und das gilt schon für eine Nebentätigkeit. Die Pflicht hängt am Zweck der Seite, nicht am Preis des Tarifs. Rechtsgrundlage ist seit Mai 2024 § 5 Digitale-Dienste-Gesetz. Dazu kommen eine Datenschutzerklärung und, sobald Statistik läuft, ein Cookie-Banner mit echter Ablehnungsmöglichkeit.
Produkte anlegen ja, Geld empfangen nein. Bei Wix und Jimdo ist die Zahlungsabwicklung an einen Bezahltarif gebunden, bei Webador der Shop an den Pro-Tarif. Du kannst also einen Shop vorbereiten und ihn erst mit dem Upgrade scharfstellen – praktisch, wenn du das Sortiment in Ruhe aufbauen willst.
Ja. Bei allen fünf Anbietern ist das Upgrade ein Tarifwechsel innerhalb desselben Kontos – Seiten, Texte und Bilder bleiben unverändert, die Werbung verschwindet und die eigene Domain wird verknüpft. Ein Neuaufbau ist nur nötig, wenn du den Anbieter wechselst, nicht den Tarif.
Jimdo oder Webador. Beide sind so aufgebaut, dass auch ein wechselnder Vorstand die Seite pflegen kann, ohne sich einzuarbeiten. Jimdo hat zusätzlich deutschsprachigen Support und Server in Deutschland, was die Datenschutzfrage vereinfacht. Bei Vereinen mit Beitragseinnahmen gilt die Impressumspflicht übrigens genauso.
Auf ein Jahr gerechnet liegen Wix Light, Jimdo Start und STRATO Starter alle zwischen 70 und 110 Euro – der Unterschied ist gering. Entscheidend ist die Bindung: Hostinger ist mit 2,99 Euro netto der günstigste Einstieg, verlangt dafür aber 48 Monate Vorauszahlung und verlängert zu 9,99 Euro. Bei Wix und Jimdo bleibt der Preis stabil.
Nur die Inhalte. Texte und Bilder lassen sich sichern, das Design nicht – es ist an das jeweilige System gebunden. Ein Anbieterwechsel bedeutet praktisch einen Neubau, und die Subdomain ist ohnehin verloren. Genau deshalb lohnt es sich, den Free-Tarif als Testphase zu nutzen und die Entscheidung für den Anbieter bewusst zu treffen.
