Nach zehn Minuten steht eine Seite, die aussieht wie eine Website. Der Haken: Die Texte darauf beschreiben ein Unternehmen, das es nicht gibt.
KI-Baukästen sind 2026 tatsächlich so weit, wie die Werbung behauptet – beim Layout. Struktur, Farbwelt, Bildzuschnitte, Navigation: Das liefert die KI in Minuten und meist besser, als du es selbst zusammenklicken würdest. Was sie nicht liefert, ist fachlich richtiger Inhalt. Wir haben sechs Anbieter danach verglichen, was der Prompt konkret erzeugt, wie viel davon brauchbar ist und wie lange die Nacharbeit dauert. Und weil seit dem 2. August 2026 neue Transparenzregeln gelten, klären wir am Ende, wann du KI-Bilder auf deiner Seite kennzeichnen musst.
Was die KI liefert – und was du korrigieren musst
Alle Anbieter werben mit „Website in Minuten“. Der Unterschied liegt darin, welche Bestandteile die KI erzeugt und wie brauchbar sie sind. Diese Übersicht trennt das eine vom anderen.
| Anbieter | Layout und Struktur | Texte | Bilder | Bis zum Entwurf | Nacharbeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Wix | Mehrseitiger Entwurf | Platzhalter, überarbeiten | Aus Bibliothek | ca. 10 Minuten | Texte komplett neu |
| IONOS | Vorlage plus Abschnitte | Textvorschläge, prüfen | Aus Bibliothek | ca. 15 Minuten | Texte prüfen und schärfen |
| Jimdo | Struktur und Farbwelt | Kurze Rohtexte | Aus Bibliothek | unter 10 Minuten | Texte ersetzen |
| Hostinger | Komplette Seite | Vollständig generiert | KI-generiert | unter 5 Minuten | Jeden Satz prüfen, Bilder klären |
| Squarespace | Stil und Seitenaufbau | Gerüsttexte | Aus Bibliothek | ca. 30 Minuten | Texte und eigene Fotos |
| Base44 | Oberfläche plus Funktion | Beschriftungen | Keine | 10–30 Minuten | Tests, Beschreibung schärfen |
Der wichtigste Punkt steht in der letzten Spalte. Hostinger geht am weitesten und liefert Texte und Bilder gleich mit – das spart am meisten Zeit und erzeugt gleichzeitig das größte Risiko. KI-Texte über dein Handwerk klingen plausibel und enthalten regelmäßig Aussagen, die auf deinen Betrieb nicht zutreffen: Leistungen, die du nicht anbietest, Zertifikate, die du nicht hast, Erfahrungswerte, die niemand geprüft hat. Wer das ungelesen veröffentlicht, wirbt mit falschen Angaben.
Die besten KI Website Builder im Überblick
Bewertet nach der Qualität dessen, was am Ende des Prompts herauskommt – und danach, wie frei du es anschließend weiterbearbeiten kannst.
Die Anbieter im Detail
1. Wix – Der beste Kompromiss aus KI und Kontrolle

⭐ 4,7/5 – Brauchbarster KI-Entwurf, danach keine Einschränkungen
Wix: Was die KI liefertEin Hinweis vorweg, den fast alle Vergleiche noch falsch haben: Wix ADI gibt es nicht mehr. Wix hat den Assistenten am 10. November 2024 abgeschaltet und bestehende Projekte in den Wix Editor überführt (Wix Help Center). Wer noch liest, er solle „Wix ADI starten“, sucht eine Funktion, die es seit fast zwei Jahren nicht gibt. Heute beschreibst du dein Vorhaben im Chat, die KI erzeugt einen mehrseitigen Entwurf, und seit Anfang 2026 läuft das unter dem Namen Harmony.
Der Entwurf ist der beste in diesem Vergleich: Struktur, Abschnittslogik und Bildzuschnitte sitzen. Die Texte sind Platzhalter im Ton einer Werbeagentur und gehören ersetzt. Entscheidend ist, was danach möglich ist – du landest im vollen Editor und kannst jedes Element frei verschieben. Kein anderer Anbieter hier lässt dich nach dem KI-Schritt so weit gehen. Bezahltarife starten bei 9 Euro monatlich für Light, mit Shop 17 Euro für Core (Preisübersicht bei Wix). Wichtig: Nach der Veröffentlichung lässt sich die Vorlage nicht mehr tauschen.
- Bester KI-Entwurf bei Struktur und Layout
- Danach voller Editor ohne Einschränkung
- Free-Tarif zum Ausprobieren
- Preis bleibt nach dem ersten Jahr stabil
- KI-Texte sind reine Platzhalter
- Vorlagenwechsel nach Veröffentlichung unmöglich
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
2. IONOS – KI-Einstieg mit einem Menschen im Rücken

⭐ 4,5/5 – Beste Wahl, wenn ein Mensch erreichbar sein soll
IONOS: Was die KI liefertDer KI-Assistent von IONOS fragt Branche, Name und Stil ab und setzt daraus eine gefüllte Vorlage zusammen. Der abschnittsbasierte Editor ist schlichter als bei Wix, für eine Firmenseite mit Leistungen, Team und Kontakt aber ausreichend. In den höheren Tarifen ist zudem ein KI-gestütztes SEO-Werkzeug enthalten, das Optimierungsschritte vorschlägt (IONOS Homepage-Baukasten). Die Textvorschläge sind brauchbar als Gerüst, prüfen musst du sie wie überall.
Das eigentliche Argument liegt neben der KI: Wenn nach dem Veröffentlichen etwas nicht funktioniert, ist bei IONOS jemand am Telefon erreichbar – auf Deutsch, rund um die Uhr. Für Standard werden 6 Euro im Monat fällig, für Plus 11 Euro, jeweils zuzüglich einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 10 Euro. Aktionen senken Plus zeitweise auf 1 Euro monatlich für zwölf Monate; danach greift der reguläre Preis.
- KI-Assistent plus KI-SEO-Werkzeug in höheren Tarifen
- Telefon-Support rund um die Uhr auf Deutsch
- Rechenzentren in Deutschland
- Domain und SSL inklusive
- KI liefert weniger als bei Wix oder Hostinger
- 10 Euro Einrichtungsgebühr
- Editor weniger frei als bei Wix
3. Jimdo – Fragebogen statt Prompt

⭐ 4,3/5 – Der einfachste Weg, wenn du keinen Prompt formulieren willst
Jimdo: Was die KI liefertEin guter Prompt zu formulieren ist eine Fähigkeit, die nicht jeder hat und auch nicht haben muss. Jimdo umgeht das Problem: Statt eines Textfelds bekommst du geführte Fragen zu Branche und Stil und daraus eine fertige Struktur. Das Ergebnis ist weniger überraschend als bei Wix, aber es geht auch nichts schief. Für den Malerbetrieb, den Sportverein oder die Praxis, die endlich auffindbar sein will, ist das die passende Menge an Technik.
Der Play-Tarif bleibt dauerhaft kostenlos mit Jimdo-Subdomain, Start kostet 9 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung, Grow 15 Euro (Preise bei Jimdo). Weder eine Einrichtungsgebühr noch ein Aufschlag nach dem ersten Jahr.
- Kein Prompt nötig, geführte Fragen genügen
- Dauerhaft kostenloser Tarif ohne Kreditkarte
- Support und Anbieter aus Deutschland
- Stabile Preise ohne Aktionsfalle
- Weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix
- Kleine Vorlagenauswahl
- Shop erst im mittleren Tarif
4. Hostinger – Die KI liefert alles, auch die Bilder

⭐ 4,2/5 – Am schnellsten fertig, am meisten zu prüfen
Hostinger: Was die KI liefertHostinger geht am weitesten: Nach fünf Minuten steht eine Seite, auf der nichts mehr leer ist – Layout, Texte, Bilder, alles generiert (Hostinger Website Builder). Für den ersten Eindruck beim Kunden am nächsten Tag ist das unschlagbar. Für die Veröffentlichung ist es der Anbieter mit dem größten Prüfaufwand, und zwar in beiden Richtungen: Die Texte behaupten Dinge über deinen Betrieb, und die Bilder zeigen Menschen und Räume, die es nicht gibt. Beides musst du bewusst entscheiden, nicht durchwinken.
Zwei Dinge, die im Kleingedruckten stehen. Erstens läuft die KI bei Hostinger über ein Guthabenmodell – die Website- und App-Erstellung verbraucht Credits, die Nutzung ist also nicht unbegrenzt. Zweitens der Preis: Die 2,99 Euro gelten netto, also brutto rund 3,56 Euro, und nur bei Vorauszahlung über 48 Monate – gut 143 Euro auf einen Schlag und vier Jahre Bindung. Bei Verlängerung springt der Tarif auf 9,99 Euro monatlich. Wer nicht weiß, ob das Projekt in zwei Jahren noch läuft, ist bei Wix oder Jimdo flexibler unterwegs.
- Höchster Automatisierungsgrad, Seite in unter 5 Minuten
- Texte und Bilder direkt im Editor generiert
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- Größter Prüfaufwand bei Texten und Bildern
- KI-Nutzung über Guthaben begrenzt
- Bestpreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Verlängerung mehr als verdreifacht den Preis
5. Squarespace – Die KI wählt den Stil, die Vorlage trägt das Ergebnis

⭐ 3,9/5 – Schönstes Ergebnis, am wenigsten KI
Squarespace: Was die KI liefertSquarespace ist der Anbieter mit dem schwächsten KI-Anteil und dem besten Ergebnis – ein Widerspruch, der sich auflöst, wenn man hinsieht: Der geführte Einstieg fragt Stil und Struktur ab und setzt daraus eine Vorlage zusammen. Die eigentliche Arbeit macht nicht die KI, sondern die Qualität der Vorlagen. Die sind auf Agenturniveau, und der abschnittsbasierte Editor lässt dich sie kaum ruinieren.
Der Haken: Diese Vorlagen tragen nur mit guten Bildern. Wer Handyfotos aus schlechtem Licht einsetzt oder KI-Bilder von Räumen, die es nicht gibt, verschenkt den Vorteil. Rechne 300 bis 800 Euro für einen halben Tag Fotograf ein, dann stimmt das Verhältnis. Basic kostet 12 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung zuzüglich Mehrwertsteuer, monatlich 17 Euro (Preise bei Squarespace). Dauerhaft gratis geht bei Squarespace nicht, dafür kannst du 14 Tage ohne Zahlungsdaten testen.
- Beste Vorlagenqualität aller getesteten Anbieter
- Ergebnis bleibt auf allen Geräten sauber
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Geringster KI-Anteil im Vergleich
- Preise netto, Brutto liegt rund 19 % höher
- Wirkt nur mit hochwertigen eigenen Bildern
6. Base44 – Wenn die KI mehr bauen soll als eine Seite

⭐ 3,6/5 – Kein Website-Baukasten, aber der günstigste Weg zu Funktionen
Base44: Was die KI liefertBase44 gehört eigentlich in eine andere Kategorie, deshalb steht es hier hinten. Es baut keine Firmenwebsite, sondern Anwendungen: ein Buchungssystem, ein internes Werkzeug, eine Seite mit Nutzeranmeldung und Datenbank. Alles, was in einem Agenturangebot unter „individuelle Entwicklung“ läuft und den Preis über 12.000 Euro treibt, entsteht hier aus einer Beschreibung.
Zwei Grenzen: Es gibt keinen visuellen Editor, gearbeitet wird über Beschreibungen im Chat. Und statt Speicherplatz begrenzt Base44 das Guthaben – sind die Credits aufgebraucht, ist Schluss, unabhängig davon, wie klein das Projekt ist. Für den Starter-Tarif werden 16 Dollar pro Monat fällig, bei jährlicher Abrechnung (Preise bei Base44). Base44 gehört seit Juni 2025 zum Wix-Konzern, bleibt aber nach Anbieterangaben ein eigenes Produkt. Für eine schlichte Firmenseite ist es der falsche Ansatz.
- Baut Funktionen, nicht nur Seiten
- Datenbank und Nutzerverwaltung ohne Programmierung
- Free-Tarif zum Ausprobieren
- Kein visueller Editor
- Guthaben begrenzt die Nutzung
- Oberfläche und Support nur auf Englisch
KI-Bilder und KI-Texte: Was seit August 2026 gilt
Das ist der Abschnitt, den die meisten Ratgeber noch nicht haben – und er gilt unabhängig davon, welchen Baukasten du nutzt oder ob du Bilder mit einem externen Werkzeug erzeugst. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. In der Diskussion wurde daraus oft die Kurzfassung „alle KI-Texte müssen gekennzeichnet werden“. Das ist zu pauschal – und die Wahrheit ist für dich günstiger, aber mit einer wichtigen Ausnahme.
- KI-Texte auf deiner Firmenseite: In der Regel keine Kennzeichnungspflicht. Die Pflicht für Texte greift laut Verordnung dann, wenn Inhalte veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren – also bei Nachrichten und Pressemitteilungen, nicht bei der Leistungsbeschreibung deines Betriebs. Zudem entfällt die Pflicht, wenn ein Mensch den Text vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft hat. Was du ohnehin tun solltest.
- KI-Bilder, die echt wirken: Hier wird es ernst. Wer KI-generierte Fotos von Team, Werkstatt oder Praxisräumen einsetzt, die für authentische Aufnahmen gehalten werden können, bewegt sich im Bereich der Kennzeichnungspflicht. Dazu kommt ein zweites Risiko unabhängig von der KI-Verordnung: Wirbt du mit Räumen oder Mitarbeitern, die es nicht gibt, ist das irreführende Werbung.
- Chatbots: Wenn du einen KI-Chat auf der Seite einbaust, muss erkennbar sein, dass dort keine Person antwortet – und zwar bevor die Unterhaltung beginnt. Ein Hinweis am Anfang genügt in der Regel.
- Übergangsfrist: Für Inhalte und Systeme, die vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden, läuft die Frist bis zum 2. Dezember 2026. Wenn deine Seite also schon steht, hast du noch Zeit – aber nicht mehr viel.
Die Anbieter im direkten Vergleich
| Anbieter | Günstigster Bezahltarif | Free-Tarif | KI erzeugt Texte | KI erzeugt Bilder | Support auf Deutsch |
|---|---|---|---|---|---|
| Wix | 9 €/Monat (jährlich) | Ja | Ja, Platzhalter | Nein | Nur schriftlich |
| IONOS | 6 €/Monat + 10 € Einrichtung | Nein | Ja, Vorschläge | Nein | Ja, Telefon rund um die Uhr |
| Jimdo | 9 €/Monat (jährlich) | Ja | Ja, kurze Rohtexte | Nein | Ja |
| Hostinger | 2,99 €/Monat netto (48 Monate) | Nein | Ja, vollständig | Ja | Nur schriftlich |
| Squarespace | 12 €/Monat netto (jährlich) | Nein, 14 Tage Test | Nur Gerüsttexte | Nein | Nur schriftlich |
| Base44 | 16 $/Monat (jährlich) | Ja, mit Guthaben | Nur Beschriftungen | Nein | Nein |
Welcher KI-Baukasten passt zu dir?
- Du willst den KI-Entwurf danach frei weiterbauen: Wix. Der beste Entwurf, und im Anschluss keine Einschränkungen.
- Du willst deutschen Telefon-Support, wenn etwas klemmt: IONOS. KI-Einstieg plus ein Ansprechpartner rund um die Uhr.
- Du willst keinen Prompt formulieren: Jimdo. Geführte Fragen statt Freitext, und der Free-Tarif zum Ausprobieren.
- Du brauchst morgen eine gefüllte Seite und hast heute nichts: Hostinger. Texte und Bilder inklusive – dann aber jeden Satz prüfen und bei Bildern die Kennzeichnungsfrage klären.
- Dein Auftritt muss vor allem gut aussehen: Squarespace. Wenig KI, dafür Vorlagen, die auch mit wenig Inhalt tragen.
- Du brauchst kein Layout, sondern eine Funktion: Base44. Die KI baut die Funktion mit.
So haben wir bewertet
Bewertet haben wir, was der KI-Schritt konkret erzeugt: Struktur, Layout, Texte, Bilder – und wie viel davon ohne Überarbeitung veröffentlichungsfähig ist. Dazu kommen die Freiheit im Editor nach dem KI-Entwurf und die Preistransparenz. Die Angaben zu Funktionsumfang und Tarifen stammen von den offiziellen Anbieterseiten, Stand September 2026, jeweils mit Zahlungsweise, Laufzeit, Mehrwertsteuerausweis und Verlängerungspreis. Die rechtlichen Hinweise beruhen auf Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 und öffentlich verfügbaren Einordnungen dazu; sie sind keine Rechtsberatung. Die Sternbewertung ist über unsere Artikel hinweg einheitlich.
Fazit
Eine Website mit KI zu erstellen funktioniert 2026 wirklich – für den Teil, der früher am längsten gedauert hat. Layout, Struktur und Bildzuschnitte übernimmt die KI besser, als die meisten es selbst zusammenklicken würden. Wix liefert dabei den brauchbarsten Entwurf und lässt dich anschließend frei weiterarbeiten. IONOS ist die Wahl, wenn du jemanden anrufen können willst, Jimdo die einfachste Variante ohne Prompt.
Was die KI nicht kann, ist wissen, was du anbietest. Die Texte über dein Angebot schreibst du selbst oder überarbeitest sie vollständig – bei Hostinger, das am meisten generiert, gilt das am stärksten. Und bei KI-Bildern von Menschen und Räumen, die es nicht gibt, halte dich zurück: Eigene Fotos wirken besser, und die Frage nach der Kennzeichnungspflicht stellt sich dann gar nicht.
Häufig gestellte Fragen
Sprachlich gut, fachlich unzuverlässig. Die Texte klingen flüssig und branchenüblich, enthalten aber regelmäßig Leistungen, die du nicht anbietest, oder Aussagen über Erfahrung und Zertifikate, die niemand geprüft hat. Als Rohgerüst sparen sie Zeit, als Endprodukt sind sie ein Risiko. Rechne damit, jeden Satz über dein Angebot selbst zu schreiben oder komplett zu überarbeiten.
Auf einer normalen Firmenseite in der Regel nicht. Die Textpflicht aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung greift, wenn Inhalte die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren – also bei Nachrichten, nicht bei deiner Leistungsbeschreibung. Zudem entfällt die Pflicht, wenn ein Mensch den Text vor der Veröffentlichung geprüft hat.
Da ist die Lage strenger. Bilder, die für authentische Aufnahmen gehalten werden können – etwa ein KI-Foto deines Teams oder deiner Werkstatt – fallen in den Bereich der Kennzeichnungspflicht. Unabhängig davon gilt: Wirbst du mit Räumen oder Mitarbeitern, die es nicht gibt, ist das irreführende Werbung. Die sichere Lösung sind eigene Fotos.
Nicht die Technik, sondern die Qualität. Google bewertet, ob Inhalte für Menschen hilfreich sind, unabhängig davon, wie sie entstanden sind. Problematisch wird es bei massenhaft erzeugten Texten ohne eigenen Mehrwert. Eine überarbeitete KI-Textbasis mit echten Informationen über deinen Betrieb ist unbedenklich, ein ungeprüfter Generator-Output nicht.
Nein. Wix hat den ADI-Assistenten am 10. November 2024 abgeschaltet und bestehende Projekte automatisch in den Wix Editor überführt. Neue Seiten lassen sich damit nicht mehr bauen. Nachfolger ist der KI-Einstieg im Chat, der seit Anfang 2026 zur Harmony-Umgebung gehört. Viele Ratgeber im Netz beschreiben noch das alte Werkzeug.
Bis zum Entwurf zwischen fünf und dreißig Minuten, je nach Anbieter. Bis zur Veröffentlichung deutlich länger: Realistisch sind ein bis zwei Arbeitstage, und der Großteil davon geht in Texte und Bilder, nicht in die Technik. Die KI verkürzt den Editor-Teil, nicht den Inhaltsteil. Dazu kommt eine Stunde für Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner.
Das unterscheidet die Anbieter am deutlichsten. Bei Wix landest du im vollen Editor und kannst jedes Element frei verschieben. Bei Jimdo, IONOS und Squarespace bleibst du in der Abschnittslogik der Vorlage – weniger Freiheit, dafür kaputtmachen kannst du auch weniger. Bei Wix gilt zudem: Die Vorlage selbst lässt sich nach der Veröffentlichung nicht mehr tauschen.
Bei Wix und Hostinger hilft eine präzise Beschreibung deutlich: Branche, Zielgruppe, Tonalität, gewünschte Seiten. Bei Jimdo und Squarespace brauchst du keinen Prompt, dort führen geführte Fragen durch den Einstieg. Wenn dir das Formulieren schwerfällt, sind die geführten Varianten die bessere Wahl – das Ergebnis ist ähnlich brauchbar.
Sie kann die Seiten und Produktbeschreibungen anlegen, nicht die kaufmännische Seite. Preise, Versandkosten, Widerrufsrecht, Zahlungsarten und Steuersätze musst du selbst richtig eintragen – hier sind Fehler unmittelbar teuer. Bei Wix ist der Shop ab dem Core-Tarif dabei, bei Jimdo ab Grow, bei Hostinger im Tarif enthalten.
Der Einstieg liegt zwischen 2,99 Euro netto bei Hostinger und 12 Euro netto bei Squarespace. Wix und Jimdo liegen bei 9 Euro bei jährlicher Zahlung, IONOS bei 6 Euro plus 10 Euro Einrichtungsgebühr. Wichtiger als der Einstiegspreis ist die Verlängerung: Bei Hostinger steigt der Tarif nach der Laufzeit auf 9,99 Euro, bei Wix und Jimdo bleibt er stabil.
