Zehn Baukästen, zehn Versprechen – aber nur wenige halten, was die Startseite ankündigt. Wir haben die Tarife, Verlängerungspreise und Editoren der bekanntesten Anbieter nebeneinandergelegt.
Eine Website erstellen kostet heute keine 2.000 Euro Agenturhonorar mehr, sondern im günstigsten Fall drei Euro im Monat. Der Preis auf der Werbeseite ist allerdings selten der Preis, den du im zweiten Jahr zahlst. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Welcher Website Builder ist wirklich einfach zu bedienen, welcher wird nach Ablauf der Aktion teuer, und welcher passt zu deinem Vorhaben – Visitenkarte, Blog, Vereinsseite oder Onlineshop? Alle Preise in diesem Vergleich sind Stand September 2026 und mit der jeweiligen Zahlungsweise angegeben.
Die besten Website-Baukästen 2026 im Überblick
Hier siehst du auf einen Blick, welche Homepage Baukästen vorne liegen – jeweils mit dem Einstiegspreis und dem Anwendungsfall, für den sie sich am besten eignen.
Worauf es bei einem Website-Baukasten ankommt
Nicht jeder Website Baukasten ist gleich. Diese fünf Kriterien entscheiden, ob ein Tool zu dir passt – und in welcher Reihenfolge du sie prüfen solltest.
- Bedienbarkeit und Editor: Frei positionierende Editoren wie bei Wix geben dir jede Freiheit, produzieren bei Ungeübten aber schnell verschobene Layouts auf dem Handy. Abschnittsbasierte Editoren wie bei Squarespace oder Jimdo sind starrer, dafür bleibt das Ergebnis auf jedem Bildschirm sauber.
- Vorlagen und Wechselbarkeit: Prüfe nicht nur, wie viele Vorlagen es gibt, sondern ob du sie später noch tauschen kannst. Bei Wix ist ein Vorlagenwechsel nach der Veröffentlichung nicht mehr möglich – du müsstest die Seite neu aufbauen.
- Funktionen im gewählten Tarif: Onlineshop, Terminbuchung und Mehrsprachigkeit stehen fast überall auf der Startseite, sind aber oft erst ab dem zweiten oder dritten Tarif freigeschaltet. Entscheidend ist der Tarif, nicht der Anbieter.
- SEO und Ladezeit: Eigene Meta-Titel, saubere URLs, SSL und komprimierte Bilder sind Pflicht. Alle hier getesteten Anbieter liefern das grundsätzlich – Unterschiede gibt es bei der Kontrolle über Details wie Weiterleitungen oder strukturierte Daten.
- Gesamtkosten über drei Jahre: Der wichtigste und am häufigsten übersehene Punkt. Rechne Einrichtungsgebühr, Mehrwertsteuer, Domainverlängerung ab dem zweiten Jahr und den Verlängerungspreis nach der Aktion zusammen. Erst diese Zahl ist vergleichbar.
Die Kostenfalle: Einstiegspreis gegen Verlängerungspreis
Fast alle Anbieter werben mit dem Preis bei jährlicher Vorauszahlung oder mit einem befristeten Aktionspreis. Was danach abgebucht wird, steht meist im Kleingedruckten. Diese Übersicht stellt beides gegenüber – sie ist der eigentliche Vergleich, den du brauchst.
| Anbieter | Beworbener Preis | Bedingung | Danach fällig | Einrichtung |
|---|---|---|---|---|
| Wix | 9 €/Monat (Light) | Jahresvorauszahlung | Preis bleibt, Domain ab Jahr 2 kostenpflichtig | keine |
| IONOS | 1 €/Monat (Plus, Aktion) | 12 Monate Aktionszeitraum | 11 €/Monat | 10 € |
| Jimdo | 9 €/Monat (Start) | Jahresvorauszahlung | Preis bleibt | keine |
| Hostinger | 2,99 €/Monat netto (Premium) | 48 Monate Vorauszahlung | 9,99 €/Monat | keine |
| STRATO | 1 €/Monat (Basic, Aktion) | 12 Monate Aktionszeitraum | 9 €/Monat im Jahresvertrag, 10 €/Monat monatlich kündbar | 10 € |
| Shopify | 1 $/Monat | 3 Monate Aktionszeitraum | 29 $/Monat jährlich, 39 $/Monat monatlich | keine |
| Squarespace | 12 €/Monat netto (Basic) | Jahresvorauszahlung | 17 €/Monat bei monatlicher Zahlung | keine |
| Webador | 6,55 €/Monat (Lite) | Jahresvorauszahlung, inkl. MwSt. | 8,33 €/Monat bei monatlicher Zahlung | keine |
| Base44 | 16 $/Monat (Starter) | Jahresvorauszahlung, 20 % Nachlass | 20 $/Monat bei monatlicher Zahlung | keine |
| SITE123 | 12,80 €/Monat (Premium) | Jahresvorauszahlung | rund 17,99 €/Monat bei monatlicher Zahlung | keine |
Ein Rechenbeispiel: Bei IONOS zahlst du im ersten Jahr für den Plus-Tarif 12 Euro plus 10 Euro Einrichtung, also 22 Euro. Im zweiten Jahr sind es 132 Euro. Über drei Jahre summiert sich das auf 286 Euro – nicht auf die 36 Euro, die der Aktionspreis suggeriert. Bei Wix mit Light-Tarif liegst du über denselben Zeitraum bei rund 324 Euro plus Domainverlängerung, dafür ohne Preissprung nach dem ersten Jahr. Welche Variante günstiger ist, hängt also davon ab, wie lange du bleiben willst.
Die besten Website-Baukästen 2026 im Detail
1. Wix – Der vielseitigste Website Builder

⭐ 4,7/5 – Testsieger mit der größten Flexibilität
Wix auf einen BlickWix ist der bekannteste Website Builder weltweit, und der Editor erklärt, warum: Du ziehst Elemente pixelgenau dorthin, wo du sie haben willst. Wer aus Word oder PowerPoint kommt, findet sich hier sofort zurecht. Beim KI-Einstieg lohnt ein Hinweis, den viele Vergleiche noch nicht nachgezogen haben: Das früher überall empfohlene Wix ADI gibt es nicht mehr. Wix hat den Assistenten am 10. November 2024 abgeschaltet, bestehende Projekte wurden automatisch in den Wix Editor überführt (Wix Help Center). Aktuell heißt das Werkzeug Wix AI Website Builder und ist seit Anfang 2026 in die Harmony-Umgebung eingebettet. Du beschreibst dein Vorhaben im Chat, die KI baut einen mehrseitigen Entwurf, den du anschließend normal weiterbearbeitest.
Der Free-Tarif läuft mit Wix-Werbung und ohne eigene Domain, reicht aber zum Ausprobieren. Bezahltarife beginnen bei 9 Euro pro Monat für Light, der shopfähige Core-Tarif kostet 17 Euro, jeweils bei jährlicher Zahlung (Preisübersicht bei Wix). Ein Punkt, den du vor dem Start bedenken solltest: Nach der Veröffentlichung lässt sich die Vorlage nicht mehr tauschen. Wähle das Design also mit Bedacht.
- Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
- KI-Entwurf per Chat, danach voll bearbeitbar
- Umfangreicher App-Markt für Erweiterungen
- Preis bleibt nach dem ersten Jahr stabil
- Vorlagenwechsel nach Veröffentlichung unmöglich
- Freie Positionierung kann mobile Layouts verschieben
- Free-Tarif nur mit Wix-Subdomain und Werbung
2. IONOS – Günstiger Allrounder mit Telefon-Support

⭐ 4,5/5 – Starkes Gesamtpaket für Selbstständige
IONOS auf einen BlickIONOS bündelt Hosting, Domain, SSL-Zertifikat und Baukasten in einem Vertrag – für viele Selbstständige der entscheidende Vorteil, weil nur eine Rechnung ins Haus kommt. Der Editor ist schlanker als bei Wix, für eine klassische Firmenseite mit Leistungen, Team und Kontaktformular aber völlig ausreichend. Das stärkste Argument ist der telefonische Support rund um die Uhr mit persönlichem Ansprechpartner, den in dieser Preisklasse kaum ein Wettbewerber bietet.
Der Standard-Tarif liegt bei 6 Euro pro Monat, Plus bei 11 Euro (Tarifübersicht bei IONOS). Aktionen drücken den Plus-Tarif zeitweise auf 1 Euro pro Monat für zwölf Monate – ein echter Vorteil für Gründer, sofern du den Sprung auf 11 Euro danach einplanst. Die einmalige Einrichtungsgebühr von 10 Euro fällt zusätzlich an und wird auf Vergleichsseiten regelmäßig unterschlagen. Wer viel Wert auf Design legt, wird die im Vergleich zu Wix oder Squarespace kleinere Vorlagenauswahl bemerken.
- Telefon-Support rund um die Uhr
- Domain und SSL in jedem Tarif enthalten
- Sehr niedrige Aktionspreise für Neukunden
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- 10 Euro Einrichtungsgebühr kommt hinzu
- Deutlicher Preissprung nach dem Aktionsjahr
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
3. Jimdo – Der einfachste Baukasten für den Schnellstart

⭐ 4,3/5 – Unkomplizierter Einstieg mit deutschem Support
Jimdo auf einen BlickJimdo kommt aus Hamburg und setzt konsequent auf Einfachheit. Der Einstieg läuft über wenige Fragen zu Branche und Stil, danach steht eine fertige Seite, die du per Klick anpasst. Für die Physiotherapiepraxis, den Sportverein oder den Malerbetrieb, der endlich im Netz auffindbar sein will, ist das genau die richtige Menge an Möglichkeiten. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft kostenlos, läuft aber mit Jimdo-Subdomain.
Bezahltarife starten bei 9 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung, Grow kostet 15 Euro (Preise bei Jimdo). Der Preis bleibt danach stabil, es gibt keine Aktionsfalle. Wer allerdings einen wachsenden Shop plant oder komplexe Layouts umsetzen will, stößt bei Jimdo relativ früh an Grenzen und muss später umziehen – und Umziehen heißt bei Baukästen fast immer Neubauen.
- Dauerhaft kostenloser Tarif ohne Kreditkarte
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
- Keine versteckten Preissprünge
- Sehr flache Lernkurve
- Funktionsumfang für wachsende Projekte begrenzt
- Wenig Gestaltungsfreiheit im Detail
- Vorlagenauswahl deutlich kleiner als bei Wix
4. Hostinger – Der günstigste Einstieg mit KI-Werkzeugen

⭐ 4,2/5 – Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, sofern du dich bindest
Hostinger auf einen BlickFür unter drei Euro netto im Monat bekommst du bei Hostinger einen KI-Generator, der aus einer kurzen Beschreibung eine komplette Seite samt Texten und Bildern erzeugt, dazu schnelles Hosting und eine Gratis-Domain im ersten Jahr. Wer eine erste Online-Präsenz braucht und wenig ausgeben will, findet hier das beste Angebot im Vergleich.
Der Haken steht im Kleingedruckten und ist erheblich: Die 2,99 Euro gelten netto, also brutto rund 3,56 Euro, und nur bei einer Vorauszahlung über 48 Monate. Bei Verlängerung springt der Premium-Tarif auf 9,99 Euro pro Monat (Tarife bei Hostinger). Du zahlst also rund 143 Euro auf einen Schlag und bist vier Jahre gebunden. Wer Flexibilität braucht oder nicht weiß, ob das Projekt in zwei Jahren noch läuft, fährt mit Jimdo oder Wix besser.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- KI erstellt Seite, Texte und Bilder in einem Durchgang
- Schnelle Server mit weltweitem CDN
- Domain im ersten Jahr kostenlos
- Bestpreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Verlängerung mehr als verdreifacht den Preis
- Preise netto ausgewiesen, Brutto liegt höher
5. STRATO – Verlässlicher Baukasten mit deutscher Infrastruktur

⭐ 4,1/5 – Solide Wahl für Betriebe und Vereine
STRATO auf einen BlickSTRATO betreibt seine Rechenzentren in Deutschland und ist damit für Vereine, Arztpraxen und alle, die beim Datenschutz nicht diskutieren wollen, eine naheliegende Wahl. Der Baukasten ist unspektakulär, aber grundsolide: Drag-and-Drop, brauchbare Vorlagen, ein SEO-Assistent, der dich durch Titel und Beschreibungen führt, und eine Shop-Funktion für kleine Sortimente.
Bei den Preisen musst du genau hinsehen. Die beworbenen 5 Euro für Starter und 9 Euro für Basic gelten inklusive Mehrwertsteuer, aber nur im Zwölf-Monats-Vertrag. Wählst du die monatlich kündbare Variante, kostet Starter 6 Euro und Basic 10 Euro, zusätzlich werden einmalig 10 Euro Einrichtungsgebühr fällig (Tarife bei STRATO). Aktionen senken den Basic-Tarif zeitweise auf 1 Euro pro Monat für zwölf Monate. Der Editor wirkt neben Squarespace altmodisch, erfüllt aber seinen Zweck.
- Rechenzentren und Datenhaltung in Deutschland
- Preise inklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen
- Domain und SSL in jedem Tarif enthalten
- Günstige Aktionspreise im ersten Jahr
- 10 Euro Einrichtungsgebühr
- Bestpreis nur mit Zwölf-Monats-Bindung
- Editor und Vorlagen weniger modern
6. Shopify – Wenn der Verkauf im Zentrum steht

⭐ 4,0/5 – Beste Wahl für echten Onlinehandel
Shopify auf einen BlickShopify ist kein Homepage-Baukasten mit angeflanschtem Shop, sondern umgekehrt: ein Handelssystem, in dem die Website eine Funktion des Shops ist. Kasse, Versandetiketten, Lagerbestände, Zahlungsarten und Steuersätze sind fertig verdrahtet. Sobald du regelmäßig verkaufst und nicht nur drei Produkte anbietest, wird der Unterschied zu Wix oder Jimdo deutlich – bei Retouren, Buchhaltungsschnittstellen und Kundenkonten spielt Shopify in einer anderen Liga.
Der Basic-Tarif kostet 29 Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich 39 Dollar (Preise bei Shopify). Zum Ausprobieren gibt es drei Tage kostenlos, danach drei Monate für einen Dollar monatlich. Für eine reine Visitenkarten-Website ist das deutlich überdimensioniert und zu teuer. Rechne außerdem die Transaktionsgebühren ein, wenn du nicht Shopify Payments nutzt.
- Ausgereiftester Kassen- und Versandprozess
- Riesiger App-Markt für Buchhaltung und Marketing
- Skaliert von drei bis zu tausenden Artikeln
- Verkauf über Social Media und Marktplätze integriert
- Für einfache Websites zu teuer und zu komplex
- Preise in Dollar, Wechselkurs schwankt
- Transaktionsgebühren bei externen Zahlungsdienstleistern
7. Squarespace – Der schönste Homepage Baukasten für Kreative

⭐ 3,9/5 – Beste visuelle Qualität im Vergleich
Squarespace auf einen BlickWenn deine Website vor allem gut aussehen muss, ist Squarespace die erste Adresse. Die Vorlagen sind durchgängig auf Agenturniveau, und der abschnittsbasierte Editor verhindert, dass du sie versehentlich ruinierst. Für Fotografinnen, Architekten, Innenarchitektinnen oder Coaches, die mit Bildern arbeiten, ist das der wichtigste Punkt überhaupt – und ein Grund, warum Squarespace hier trotz höherem Preis vorne mitspielt.
Basic kostet 12 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung, allerdings zuzüglich Mehrwertsteuer. Bei monatlicher Zahlung sind es 17 Euro (Preise bei Squarespace). Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht, dafür 14 Tage Testphase ohne Kreditkarte. Zeitweise gibt es 20 Prozent Nachlass auf die erste Zahlung eines neuen Abos. Wer sehr eigenwillige Layouts umsetzen will, stößt an die Grenzen der Abschnittslogik – dann ist Wix flexibler.
- Beste Vorlagenqualität aller getesteten Anbieter
- Ergebnisse bleiben auf allen Geräten sauber
- E-Mail-Marketing und Terminbuchung über Acuity, separates Abo
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Preise netto, Brutto liegt rund 19 % höher
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
- Weniger Freiheit als bei freier Positionierung
8. Webador – Aufgeräumt und ohne Lernkurve

⭐ 3,7/5 – Fairer Einsteiger-Baukasten mit klaren Preisen
Webador auf einen BlickWebador kommt aus den Niederlanden und macht wenig Aufhebens um sich. Die Oberfläche ist so aufgeräumt, dass man sie ohne Anleitung versteht – ein unterschätzter Vorteil, wenn die Website später von jemandem gepflegt wird, der nicht technikbegeistert ist. Für die Hofbäckerei, den Kleingartenverein oder ein einfaches Portfolio reicht der Funktionsumfang aus.
Angenehm ist die Preistransparenz: Lite kostet 6,55 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung inklusive Mehrwertsteuer, monatlich 8,33 Euro. In den ersten drei Monaten gibt es 50 % Nachlass (Preise bei Webador). Keine Einrichtungsgebühr, keine Vierjahresbindung. Dafür ist die Vorlagenauswahl klein und die Shop-Funktion auf Basics begrenzt. Wer skalieren will, wechselt später.
- Sehr einfache, selbsterklärende Oberfläche
- Preise inklusive Mehrwertsteuer, auch monatlich buchbar
- Free-Tarif ohne versteckte Hürden
- Keine Einrichtungsgebühr
- Kleine Vorlagenauswahl
- Shop nur für wenige Artikel geeignet
- Kaum Erweiterungen verfügbar
9. Base44 – Website und Web-App per Prompt

⭐ 3,6/5 – Spannendster KI-Ansatz, aber kein klassischer Baukasten
Base44 auf einen BlickBase44 dreht die Logik um: Du beschreibst, was das Ding können soll, und die KI baut nicht nur Seiten, sondern eine funktionierende Anwendung mit Datenbank, Nutzeranmeldung und Ablauflogik. Für ein Buchungssystem, ein internes Werkzeug oder einen schnellen Prototypen ist das eine echte Alternative zum Entwicklerbudget. Seit Juni 2025 gehört Base44 zu Wix, wird laut Anbieter aber als eigenes Produkt weitergeführt.
Es gibt einen Free-Tarif mit begrenztem Guthaben, Starter kostet 16 Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung (Preise bei Base44). Wichtig: Ein visueller Editor im klassischen Sinn fehlt, Bedienung und Support laufen auf Englisch. Wenn du eine schlichte Unternehmenswebsite mit fünf Seiten brauchst, bist du bei Wix, Jimdo oder IONOS deutlich schneller und günstiger unterwegs.
- Erzeugt vollwertige Web-Apps, nicht nur Seiten
- Datenbank und Nutzerverwaltung ohne Programmierung
- Free-Tarif zum Ausprobieren
- Sehr schnell vom Einfall zum Prototyp
- Kein visueller Editor, alles über Prompts
- Oberfläche und Support nur auf Englisch
- Abrechnung in Dollar, Guthabenmodell
- Für einfache Websites der falsche Ansatz
10. SITE123 – Drei Klicks bis zur fertigen Seite

⭐ 3,2/5 – Schnellster Einstieg, wenig Gestaltungsfreiheit
SITE123 auf einen BlickSITE123 ist auf Geschwindigkeit gebaut: Branche wählen, Vorlage aussuchen, Texte ersetzen – fertig. Der geführte Ablauf ist so einfach, dass wirklich jeder damit eine Website erstellen kann. Bemerkenswert für diese Preisklasse ist die Mehrsprachigkeit, die schon in günstigeren Tarifen möglich ist und bei manchem Wettbewerber erst im Oberklassepaket steckt.
Der Free-Tarif läuft mit SITE123-Subdomain und Werbebanner. Premium liegt bei rund 12,80 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich rund 17,99 Euro (Preise bei SITE123). Damit ist SITE123 im Verhältnis zur Gestaltungsfreiheit teuer: Layouts sind stark vorgegeben, tiefere Anpassungen kaum möglich. Als erste Präsenz taugt es, für alles Weitere wechselt man meist.
- Schnellster geführter Aufbau im Vergleich
- Mehrsprachigkeit auch in günstigen Tarifen
- Free-Tarif ohne Kreditkarte nutzbar
- Support rund um die Uhr per Chat
- Kaum Designfreiheit, starre Layouts
- Premium-Preis hoch im Verhältnis zur Leistung
- Deutlicher Aufpreis bei monatlicher Zahlung
Website-Baukästen im direkten Vergleich
Alle zehn Website Baukästen noch einmal kompakt nebeneinander. Die Preise beziehen sich jeweils auf den günstigsten Bezahltarif in der angegebenen Zahlungsweise.
| Anbieter | Günstigster Bezahltarif | Free-Tarif | Onlineshop | Server in Deutschland | Am besten für |
|---|---|---|---|---|---|
| Wix | 9 €/Monat (jährlich) | Ja | Ab Core-Tarif | Nein | Einsteiger, vielseitige Projekte |
| IONOS | 6 €/Monat + 10 € Einrichtung | Nein | Ja | Ja | Selbstständige, kleine Betriebe |
| Jimdo | 9 €/Monat (jährlich) | Ja | Ja, einfach | Ja | Anfänger, Vereine |
| Hostinger | 2,99 €/Monat netto (48 Monate) | Nein | Ja | Nein | Kleines Budget |
| STRATO | 5 €/Monat + 10 € Einrichtung | Nein | Ja | Ja | KMU, Vereine |
| Shopify | 29 $/Monat (jährlich) | Nein | Ja, umfassend | Nein | Onlinehandel |
| Squarespace | 12 €/Monat netto (jährlich) | Nein | Ja | Nein | Design und Portfolio |
| Webador | 6,55 €/Monat (jährlich) | Ja | Ja, klein | Nein | Privatnutzer, Kleinbetriebe |
| Base44 | 16 $/Monat (jährlich) | Ja | Nein | Nein | Web-Apps, Prototypen |
| SITE123 | ca. 12,80 €/Monat (jährlich) | Ja | Ja, einfach | Nein | Absolute Anfänger |
Welcher Website-Baukasten passt zu dir?
Kein Baukasten ist für alle das Richtige. Hier die kurze Antwort, je nachdem, was du konkret vorhast.
- Du startest ohne Vorkenntnisse und weißt noch nicht genau, wohin es geht: Wix. Der KI-Entwurf nimmt dir die leere Seite ab, und du wächst später nicht aus dem Werkzeug heraus.
- Du willst wirklich verkaufen, nicht nur drei Artikel anbieten: Shopify. Kasse, Versand und Buchhaltung sind fertig, das spart dir später einen Systemwechsel.
- Du brauchst ein Portfolio, das Eindruck macht: Squarespace. Die Vorlagenqualität ist der eigentliche Grund für den höheren Preis.
- Dein Budget ist klein und du bleibst langfristig: Hostinger. Bei 48 Monaten Vorauszahlung unschlagbar günstig – nur eben gebunden.
- Du willst deutschen Support und Server in Deutschland: IONOS oder STRATO. IONOS punktet mit Telefon-Support, STRATO mit Bruttopreisen und schlanker Verwaltung.
- Die Seite soll später von einem Kollegen gepflegt werden, der Technik meidet: Jimdo oder Webador. Beide sind ohne Anleitung bedienbar.
- Du brauchst mehr als eine Website – ein Buchungssystem, ein internes Werkzeug: Base44. Die KI baut die Logik gleich mit.
- Du willst heute Abend online sein und es soll nichts kosten: Jimdo Play oder SITE123. Beide bringen dich in unter einer Stunde ins Netz.
Pflichtangaben: Woran fast alle Einsteiger scheitern
Kein Baukasten erledigt das für dich, und es kostet im Ernstfall mehr als das Jahresabo. Sobald deine Seite geschäftlich genutzt wird – und das gilt schon für die Nebentätigkeit –, brauchst du drei Dinge, bevor du veröffentlichst.
- Impressum mit Name, Anschrift, Kontaktmöglichkeit und gegebenenfalls Registereintrag und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Rechtsgrundlage ist seit Mai 2024 § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), nicht mehr das Telemediengesetz – viele Vorlagen im Netz sind an diesem Punkt veraltet und verweisen noch auf § 5 TMG.
- Datenschutzerklärung, die benennt, welche Daten das Kontaktformular, die Statistik und eingebundene Karten oder Schriftarten erheben. Achtung bei Vorlagen, die Google Fonts von externen Servern laden – das ist ein häufiger Abmahnanlass und lässt sich in allen hier getesteten Baukästen umstellen.
- Cookie-Banner mit echter Wahl, sobald Statistik oder Marketing-Werkzeuge laufen. Ein Banner, das nur „Verstanden“ anbietet, erfüllt die Anforderungen nicht. Bei Wix, Squarespace, Jimdo und IONOS ist eine passende Lösung eingebaut, du musst sie aber aktiv konfigurieren.
Praktischer Tipp: Erledige diese drei Punkte, bevor du die Seite öffentlich schaltest, nicht danach. Bei den meisten Baukästen lässt sich die Seite bis zur Veröffentlichung beliebig lange im Entwurf halten.
So haben wir bewertet
Grundlage dieses Vergleichs sind die offiziellen Tarifseiten der Anbieter, Stand September 2026, ausgewertet mit Blick auf Zahlungsweise, Laufzeit, Einrichtungsgebühren, Mehrwertsteuerausweis und Verlängerungspreise. Dazu kommen die öffentlich dokumentierten Funktionsumfänge je Tarif sowie Angaben der Anbieter zu Serverstandort und Support. In die Reihenfolge fließen Bedienbarkeit, Vorlagenqualität, Funktionsumfang im Einstiegstarif, Preistransparenz und Gesamtkosten über drei Jahre ein. Preise ändern sich häufig, insbesondere Aktionen – prüfe den aktuellen Stand vor dem Abschluss auf der jeweiligen Anbieterseite.
Fazit
Wix bleibt die sicherste Wahl, wenn du nicht genau weißt, wohin sich dein Projekt entwickelt: viel Freiheit, stabile Preise, kein Preissprung nach dem ersten Jahr. IONOS ist die pragmatische Antwort für Selbstständige, die deutschen Telefon-Support und eine Rechnung für alles wollen – wenn du die Einrichtungsgebühr und den Sprung nach dem Aktionsjahr einrechnest. Jimdo ist der beste Startpunkt, wenn Einfachheit über allem steht, Squarespace die Wahl für alles, was schön aussehen muss, und Shopify das richtige Werkzeug, sobald der Verkauf und nicht die Seite im Zentrum steht.
Der wichtigste Rat gilt unabhängig vom Anbieter: Vergleiche nicht die Preise auf den Werbeseiten, sondern die Kosten über drei Jahre einschließlich Verlängerung, Einrichtung und Domain. Zwischen dem günstigsten Angebot auf dem Papier und dem günstigsten Angebot in der Realität liegen in diesem Vergleich mehrere Hundert Euro.
Häufig gestellte Fragen zu Website-Baukästen
Für eine solide Business-Website zahlst du zwischen 6 und 18 Euro pro Monat. Der günstigste Einstieg liegt bei Hostinger mit 2,99 Euro netto, allerdings nur bei 48 Monaten Vorauszahlung. Jimdo, Wix, Webador und SITE123 bieten kostenlose Tarife mit Anbieter-Subdomain. Rechne bei IONOS und STRATO zusätzlich 10 Euro Einrichtungsgebühr ein und prüfe immer den Verlängerungspreis nach dem ersten Jahr.
Jimdo und Webador sind am einfachsten: geführter Aufbau, wenige Optionen, deutschsprachige Bedienung. Wix ist ähnlich zugänglich, bietet aber deutlich mehr Möglichkeiten, aus denen du später nicht herauswächst. Wenn es nur schnell gehen soll, bringt dich SITE123 in unter einer Stunde online. Alle drei lassen sich kostenlos ausprobieren, ohne Zahlungsdaten anzugeben.
Ja. Wix, Jimdo, Webador, Base44 und SITE123 haben dauerhaft kostenlose Tarife. Die Einschränkungen sind überall ähnlich: Anbieter-Subdomain statt eigener Domain, Werbeeinblendung, begrenzter Speicher und meist keine Zahlungsabwicklung. Für einen Verein, ein privates Projekt oder eine Testphase reicht das. Für einen geschäftlichen Auftritt wirkt eine Subdomain wie meinbetrieb.jimdosite.com unprofessionell.
Weil der beworbene Preis meist ein Aktions- oder Vorauszahlungspreis war. Bei IONOS und STRATO gilt der Ein-Euro-Tarif zwölf Monate, danach werden 11 beziehungsweise 9 Euro fällig. Bei Hostinger steigt der Premium-Tarif von 2,99 auf 9,99 Euro. Dazu kommt bei fast allen Anbietern die Domainverlängerung, die im ersten Jahr geschenkt war. Prüfe vor dem Abschluss immer den Verlängerungspreis.
Nur teilweise. Texte und Bilder kannst du überall sichern, das fertige Design nicht. Wix, Jimdo, Squarespace und SITE123 bieten keinen vollständigen Export der Seite, weil der Aufbau an das jeweilige System gebunden ist. Ein Anbieterwechsel bedeutet praktisch einen Neubau. Wer sich diese Option offenhalten will, fährt mit einem eigenen WordPress-Hosting besser als mit einem Baukasten.
Baukästen sind sofort startklar und brauchen keine Wartung. WordPress bietet volle Freiheit und einen echten Export, verlangt aber Updates, Backups und Sicherheitspflege oder ein Managed-Hosting-Paket, das das übernimmt. Für die meisten Selbstständigen, Vereine und kleinen Betriebe reicht ein Baukasten. Für Projekte mit vielen Inhalten, eigenen Funktionen oder langfristiger Wechselabsicht lohnt WordPress.
Das System allein macht dich nicht rechtskonform. Alle hier getesteten Anbieter stellen einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit und bieten SSL. Deine Aufgabe bleibt: Impressum nach § 5 DDG, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner mit echter Ablehnungsmöglichkeit und Schriftarten lokal statt von externen Servern laden. IONOS, STRATO und Jimdo betreiben ihre Server in Deutschland, was die Argumentation vereinfacht, aber die Pflichten nicht ersetzt.
Mit KI-Assistent und wenigen Seiten bist du in einer bis zwei Stunden online. Realistisch für eine Firmenseite mit Leistungen, Team, Referenzen und Kontaktformular sind ein bis zwei Arbeitstage – der Großteil der Zeit geht in Texte und Bilder, nicht in die Technik. Wer Fotos und Texte vorher fertig hat, halbiert die Zeit. Rechne zusätzlich eine Stunde für Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner ein.
Wix hat den ADI-Assistenten am 10. November 2024 abgeschaltet. Bestehende ADI-Seiten wurden automatisch in den Wix Editor überführt und funktionieren weiter, neue Seiten lassen sich damit nicht mehr bauen. Nachfolger ist der Wix AI Website Builder, der seit Anfang 2026 zur Harmony-Umgebung gehört: Du beschreibst dein Vorhaben im Chat, die KI erzeugt einen mehrseitigen Entwurf. Viele Vergleichsseiten beschreiben noch das alte Werkzeug.
Geschäftlich brauchst du eine eigene Domain. Eine Adresse wie meinbetrieb.jimdosite.com wirkt provisorisch, ist schwer zu diktieren und lässt sich nicht mitnehmen, wenn du den Anbieter wechselst. In den Bezahltarifen von Wix, IONOS, STRATO, Hostinger, Squarespace und Webador ist die Domain im ersten Jahr enthalten, danach kostet sie je nach Endung meist zwischen 10 und 20 Euro im Jahr.
