Nicht verifizierte Inhaberdaten kosten dich die .de-Domain. DENIC formuliert es selbst unmissverständlich: Erst wird die Domain aus der .de-Zone entfernt, später gelöscht.
Eine .de-Domain funktioniert anders als eine .com. Hinter .de steht keine Konzernregistry, sondern die DENIC eG in Frankfurt, eine Genossenschaft, die die Vergabe ohne Gewinnerzielungsabsicht betreibt. Daraus folgen Regeln, die es sonst nirgends gibt: ein Dispute-Verfahren bei Namensstreit, eine Karenzzeit nach der Löschung, eine Vier-Wochen-Frist für die technische Anbindung – und seit der Umsetzung von NIS-2 eine Verifizierung deiner Inhaberdaten, deren Ausbleiben die Domain kostet. Wir vergleichen sechs Anbieter für .de-Domains und erklären die Regeln, die im Bestellvorgang nicht auftauchen.
Was eine .de-Domain bei welchem Anbieter kostet
Der Preis für .de liegt im Markt deutlich unter dem für internationale Endungen – die Unterschiede zwischen den Anbietern liegen vor allem im Verlängerungspreis und in der Frage, ob netto oder brutto ausgezeichnet wird.
| Anbieter | .de im 1. Jahr | Ab dem 2. Jahr | Preisangabe | Sitz des Anbieters |
|---|---|---|---|---|
| IONOS | Vergünstigt, je Endung | Regulärer Jahrespreis | Netto und brutto | Deutschland |
| United Domains | 5 € | 19 € pro Jahr | Inklusive MwSt. | Deutschland |
| STRATO | Vergünstigt im Aktionszeitraum | Ab 1,50 € pro Monat | Inklusive MwSt. | Deutschland |
| Hostinger | 0,01 € bei 3 Jahren Laufzeit | Standard-Verlängerung | Vor dem Kauf sichtbar | International |
| Cloud86 | Je Endung | Regulärer Jahrespreis | Netto | Niederlande |
| World4You | Gratis mit Hosting-Tarif | Regulärer Jahrespreis | Inkl. 20 % USt. | Österreich |
Am klarsten rechnet United Domains: 5 Euro im ersten Jahr, danach 19 Euro jährlich, beides inklusive Mehrwertsteuer und beides in derselben Preisliste. Über fünf Jahre sind das 81 Euro. STRATO rechnet monatlich ab und nennt den Folgepreis ebenfalls offen, ab 1,50 Euro pro Monat – aufs Jahr gerechnet also rund 18 Euro. Achte beim Vergleich darauf, ob ein Anbieter pro Monat oder pro Jahr auszeichnet, sonst vergleichst du Zahlen, die nicht zusammenpassen.
Die DENIC-Regeln, die du kennen solltest
Diese Punkte gelten für jede .de-Domain, unabhängig davon, über welchen Anbieter du sie registrierst. Sie stehen in den Domainbedingungen und Domainrichtlinien der DENIC und tauchen in keinem Bestellvorgang auf.
- Deine Inhaberdaten müssen verifiziert werden. Grundlage sind NIS-2 und das BSI-Gesetz. DENIC schreibt dazu auf der eigenen Seite: „Sollten Ihre Daten nicht verifiziert werden, so werden wir die Domain zunächst aus der .de Zone entfernen und später löschen!“ Die Verifizierung läuft nicht direkt bei DENIC, sondern über deinen Provider – reagiere also auf entsprechende Aufforderungen und prüfe, ob die hinterlegte E-Mail-Adresse wirklich erreichbar ist (DENIC zur Inhaberdatenverifizierung).
- Kein Treuhänder mehr nötig. Weder Domaininhaber noch admin-c müssen in Deutschland sitzen. DENIC empfiehlt, neue Domains direkt auf die tatsächlichen Inhaber zu registrieren und alte Konstruktionen mit vorgeschobenem Ansprechpartner umzustellen.
- Vier Wochen für die technische Anbindung. Wird die Domain über ein DENIC-Mitglied beauftragt und schafft der Inhaber danach nicht binnen vier Wochen die Voraussetzungen für die Konnektierung, löst sich der Domainvertrag auf. Wer eine Adresse sichert und sie erst Monate später nutzen will, sollte sie deshalb wenigstens auf eine Platzhalterseite zeigen lassen.
- Dispute-Eintrag bei Namensstreit. Macht ein Dritter Tatsachen glaubhaft, die für eine Rechtsverletzung sprechen, kann DENIC die Domain mit einem Dispute-Eintrag versehen. Der gilt ein Jahr und ist verlängerbar. Die Domain bleibt in dieser Zeit nutzbar, lässt sich aber nicht übertragen.
- First come, first served. DENIC registriert eine Domain, wenn sie nicht bereits vergeben ist und sich nicht in der Karenzzeit nach einer Löschung befindet. Es gibt kein Vorrecht auf einen Namen, auch nicht bei gleichlautender Firma – Ansprüche musst du gegebenenfalls über das Dispute-Verfahren oder gerichtlich durchsetzen.
- Inhaberwechsel ist eine Neuregistrierung. Eine .de-Domain wird nicht einfach umgeschrieben: Die Übertragung erfolgt durch Kündigung des bestehenden Vertrags und Registrierung für den neuen Inhaber, und sie wird erst mit dieser Registrierung wirksam. Verwechsle das nicht mit dem Anbieterwechsel, der über den AuthInfo-Code läuft und ohne Kündigung funktioniert.
Die besten Anbieter für .de-Domains
Bewertet nach Preistransparenz bei .de, Verwaltung, Support und der Frage, ob die Domain ohne Hosting-Vertrag buchbar ist. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben – sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge dieser Liste.
Die Anbieter im Detail
1. IONOS – Große Auswahl, deutscher Ansprechpartner

⭐ 4,5/5 – Der Standardweg für .de-Domains
IONOS: .de im DetailFür eine .de-Domain ist IONOS der naheliegende Weg: Der Anbieter sitzt in Montabaur, die Verwaltung im Kundenkonto ist übersichtlich, und Domains lassen sich mit oder ohne Hosting buchen (Domains bei IONOS). Der entscheidende Unterschied zu den meisten Wettbewerbern ist die telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch. Gerade bei den neuen Verifizierungsanforderungen ist das praktisch: Wenn eine Bestätigungsmail nicht ankommt oder Inhaberdaten korrigiert werden müssen, hilft ein Anruf mehr als ein Ticket.
Beim Preis lohnt der genaue Blick, weil IONOS je Endung unterschiedlich staffelt und der Einstiegspreis in der Regel für das erste Jahr gilt. Klick dich vor dem Kauf bis zur Übersicht der konkreten Endung durch, statt sich auf den Werbepreis auf der Startseite zu verlassen. Wer die Domain zusammen mit Hosting bucht, sollte zusätzlich klären, ob sie an den Hosting-Vertrag gekoppelt ist – das entscheidet darüber, in welcher Reihenfolge du später kündigen darfst.
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Sehr große Auswahl an Endungen
- Domain mit oder ohne Hosting buchbar
- Anbieter und Rechenzentren in Deutschland
- Preisstaffeln je Endung unübersichtlich
- Einstiegspreis gilt meist nur im ersten Jahr
- Domain im Bundle an den Vertrag gekoppelt
2. United Domains – Erst- und Folgepreis in einer Liste

⭐ 3,8/5 als Gesamtanbieter – aber die klarste Preisliste für .de
United Domains: .de im DetailUnited Domains verwaltet ausschließlich Adressen und macht genau das gründlich. In der Preisliste stehen Erstjahres- und Verlängerungspreis nebeneinander, inklusive Mehrwertsteuer: 5 Euro im ersten Jahr, danach 19 Euro jährlich (Preisliste bei United Domains). Diese Offenheit ist im Markt die Ausnahme und macht die Kalkulation über mehrere Jahre erst möglich.
Der zweite Grund für diesen Anbieter ist Unabhängigkeit. Wer die .de-Domain hier registriert und per DNS auf eine Website bei einem beliebigen Anbieter zeigen lässt, kann den Website-Anbieter später wechseln, ohne die Adresse anzufassen. Der Aufpreis gegenüber einer im Hosting enthaltenen Domain liegt bei rund 19 Euro jährlich – für einen Betrieb, der seinen Namen langfristig braucht, ist das gut investiert. Eine Website musst du allerdings woanders bauen.
- Erst- und Folgepreis offen nebeneinander
- Preise inklusive Mehrwertsteuer
- Adresse unabhängig von jedem Website-Vertrag
- Sehr große Auswahl an Endungen
- Kein Baukasten, Website muss separat entstehen
- Deutlicher Preissprung nach dem ersten Jahr
- DNS-Verknüpfung ist ein zusätzlicher Schritt
3. STRATO – Bruttopreise und Folgepreis direkt daneben

⭐ 4,1/5 – Ehrlich ausgezeichnet, ungewöhnlich abgerechnet
STRATO: .de im DetailSTRATO fällt in zweifacher Hinsicht aus dem Rahmen: Domains werden monatlich abgerechnet, nicht jährlich, und die Preise sind inklusive Mehrwertsteuer ausgezeichnet. Beides ist im Markt selten. Angenehm ist außerdem, dass der Folgepreis direkt neben dem Aktionspreis steht – je nach Endung ab 1,50 Euro pro Monat (Domains bei STRATO).
Für den Vergleich musst du umrechnen: 1,50 Euro monatlich sind rund 18 Euro im Jahr und liegen damit ungefähr auf dem Niveau, das United Domains für .de nennt. Bei teureren Endungen können aus 4,50 Euro monatlich schnell 54 Euro jährlich werden. Läuft dein Hosting schon bei STRATO, steckt die .de-Adresse in der Regel im Paket – dann brauchst du hier gar keinen zweiten Vertrag. Die Rechenzentren stehen in Deutschland.
- Preise inklusive Mehrwertsteuer
- Folgepreis steht neben dem Aktionspreis
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- Monatspreise erschweren den direkten Vergleich
- Kleinere Auswahl an Endungen als bei Spezialisten
- Verwaltungsoberfläche wirkt altmodisch
4. Hostinger – Ein Cent im ersten Jahr

⭐ 4,2/5 – Der aggressivste Einstiegspreis, fair kommuniziert
Hostinger: .de im DetailEin Cent für das erste Jahr ist der niedrigste Einstiegspreis in diesem Vergleich, und Hostinger nennt die Bedingung direkt daneben: Das Angebot gilt bei einer Laufzeit von drei Jahren, danach greifen die Standard-Verlängerungspreise (Domains bei Hostinger). Positiv fällt auf, dass der Anbieter die Folgepreise nach eigenen Angaben bereits vor dem Kauf anzeigt statt erst auf der ersten Verlängerungsrechnung.
Zwei Punkte solltest du mitdenken. Erstens bindet dich die Dreijahreslaufzeit – ein Wechsel in dieser Zeit ist unpraktisch. Zweitens sitzt der Anbieter nicht in Deutschland, was bei den neuen DENIC-Anforderungen zwar unerheblich ist, beim Support aber bedeutet: kein Telefon und kein deutschsprachiger Ansprechpartner. Wenn du dir bei Inhaberdaten und Verifizierung unsicher bist, ist ein deutscher Anbieter bequemer.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- Folgepreise vor dem Kauf sichtbar
- WHOIS-Datenschutz ohne Aufpreis bei internationalen Endungen
- Aktionspreis nur bei drei Jahren Laufzeit
- Bindung erschwert den Wechsel
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
5. Cloud86 – Domainverwaltung als eigenes Produkt

⭐ 4,0/5 – Kleiner Anbieter mit moderaten Folgepreisen
Cloud86: .de im DetailCloud86 führt Domains als eigenständiges Produkt inklusive eines Transfer-Service für bestehende Adressen (Domains bei Cloud86). Interessant ist der Anbieter für alle, die auf Folgekosten achten: Beim Hosting steigt der Preis nach der Erstlaufzeit von 1,95 auf 3,75 Euro netto, also um weniger als das Doppelte, während andere Anbieter ihre Preise verdreifachen. Diese Zurückhaltung prägt das gesamte Angebot.
Zwei Einschränkungen für eine .de-Domain. Die Preise sind netto ausgewiesen, für Privatpersonen kommen also 19 % dazu. Und der Anbieter sitzt in den Niederlanden – für die DENIC-Anforderungen unerheblich, seit Inhaber und admin-c nicht mehr in Deutschland sitzen müssen, aber beim Support kein deutschsprachiges Telefon. Wer neben .de noch exotischere Endungen sichern will, findet bei den Domain-Spezialisten mehr.
- Domain als eigenständiges Produkt buchbar
- Moderate Preissteigerung nach der Erstlaufzeit
- Transfer-Service für bestehende Domains
- Preise netto ausgewiesen
- Kleinere Auswahl an Endungen
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
6. World4You – .de-Domain vom österreichischen Anbieter

⭐ 3,7/5 – Sinnvoll, wenn du ohnehin in Österreich sitzt
World4You: .de im DetailWorld4You bietet .de-Domains an, ist aber auf den österreichischen Markt ausgerichtet: Rechenzentrum im Land, deutschsprachiger Support, Preise inklusive der österreichischen Umsatzsteuer von 20 % (World4You). Für einen Betrieb in Wien, Graz oder Linz, der neben der .at auch die .de sichern will, ist das ein sinnvoller Aufbau – alles in einem Konto, ein Ansprechpartner.
Sitzt dein Betrieb in Deutschland, spricht wenig für diesen Weg. Die enthaltene Umsatzsteuer von 20 % verzerrt den Preisvergleich gegenüber deutschen Anbietern, und die Gratis-Domain im ersten Jahr ist an einen Hosting-Tarif gebunden, nicht separat erhältlich. Wer nur eine Adresse braucht, ist bei United Domains oder IONOS besser aufgehoben.
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Österreich
- .de und .at in einem Konto verwaltbar
- Preise inklusive Umsatzsteuer
- Für rein deutsche Projekte kein Vorteil
- Preisvergleich durch 20 % USt. verzerrt
- Gratis-Domain nur im Hosting-Paket
Was du direkt nach der Registrierung tun solltest
- Auf Verifizierungsaufforderungen reagieren. Sie kommen über deinen Provider. Sieh auch im Spam-Ordner nach und hinterlege eine E-Mail-Adresse, die nicht auf der neuen Domain selbst liegt – sonst kommst du im Ernstfall nicht an die Nachricht, die du zum Handeln bräuchtest.
- Inhaberdaten prüfen. Steht dort dein Name oder der deiner Firma, korrekt geschrieben und mit gültiger Anschrift? Fehlerhafte Angaben sind seit den neuen Anforderungen kein Schönheitsfehler mehr.
- Domain technisch anbinden. Wegen der Vier-Wochen-Frist reicht zunächst eine einfache Platzhalterseite oder eine Weiterleitung. Wichtig ist, dass die Adresse überhaupt auflöst.
- Automatische Verlängerung einschalten. Und ein Zahlungsmittel hinterlegen, das nicht in zwei Jahren abläuft. Die meisten verlorenen Domains gehen nicht durch Kündigung verloren, sondern durch eine geplatzte Abbuchung.
- Notieren, wie du an den AuthInfo-Code kommst. Den brauchst du für jeden Anbieterwechsel. Wer das erst im Streitfall herausfinden muss, verliert Tage.
So haben wir bewertet
Grundlage sind die offiziellen Preis- und Produktseiten der Anbieter, Stand September 2026, ausgewertet nach Erstjahrespreis, Verlängerungspreis, Abrechnungsintervall, Mehrwertsteuerausweis und der Frage, ob die Domain ohne Hosting-Vertrag buchbar ist. Wo ein Anbieter seine Endungspreise nicht in vergleichbarer Form veröffentlicht, kennzeichnen wir das statt zu schätzen. Die Angaben zu Registrierung, Verifizierung, Dispute-Verfahren und Übertragung stammen aus den Domainbedingungen und Domainrichtlinien der DENIC eG als Registrierungsstelle für .de sowie aus Fachdarstellungen zu den neuen Anforderungen. Rechtliche Hinweise sind keine Rechtsberatung. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Für eine .de-Domain ist IONOS der pragmatische Weg: großer Anbieter mit Sitz in Deutschland, Domain auch ohne Hosting buchbar, und im Zweifel jemand am Telefon – was bei den neuen Verifizierungsanforderungen mehr wert ist als früher. Wer die Adresse bewusst unabhängig halten und über mehrere Jahre kalkulieren will, ist bei United Domains richtig, weil dort 5 und 19 Euro offen nebeneinander stehen. STRATO überzeugt mit Bruttopreisen, Hostinger mit einem Cent im ersten Jahr gegen drei Jahre Bindung.
Wichtiger als die Anbieterwahl ist bei .de allerdings die Pflege der eigenen Daten. Seit der Umsetzung von NIS-2 verifiziert DENIC die Inhaberangaben – und nimmt Domains ohne Verifizierung zunächst aus der Zone und löscht sie später. Trage deinen Namen so ein, wie er ins Impressum gehört, bestätige die Mail und hinterlege eine Adresse, die nicht auf der Domain selbst liegt. Das kostet zwei Minuten und verhindert das Szenario, das keiner will.
Häufig gestellte Fragen
Das hängt vom Anbieter ab. United Domains nennt 5 Euro im ersten Jahr und danach 19 Euro jährlich, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. STRATO rechnet monatlich ab, ab 1,50 Euro, also rund 18 Euro im Jahr. Hostinger verlangt für das erste Jahr einen Cent, allerdings nur bei drei Jahren Laufzeit. Rechne immer mit dem Folgepreis, nicht mit dem Einstieg.
Nein, das ist seit den neuen Regeln nicht mehr erforderlich. Weder der Domaininhaber noch der admin-c müssen in Deutschland sitzen. DENIC empfiehlt sogar, neue Domains direkt auf die tatsächlichen Inhaber zu registrieren und ältere Konstruktionen mit einem vorgeschobenen Zustellungsbevollmächtigten aufzulösen.
Grundlage sind NIS-2 und das BSI-Gesetz. DENIC will damit die korrekte Registrierung von .de-Domains sicherstellen und schreibt selbst: Werden die Daten nicht verifiziert, wird die Domain zunächst aus der .de-Zone entfernt und später gelöscht. Die Verifizierung läuft über deinen Provider, nicht direkt bei DENIC – reagiere also, wenn eine Aufforderung kommt.
Das hängt von der Rechtsform ab. Bei Domains natürlicher Personen bleiben die personenbezogenen Inhaberdaten geschützt; sichtbar sind nur Registrierungsdatum und verwaltendes DENIC-Mitglied. Bei juristischen Personen können wieder mehr Angaben abrufbar sein, darunter Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Ein kostenpflichtiger Whois-Schutz ändert daran bei .de nichts.
Wird der Auftrag über ein DENIC-Mitglied erteilt und schafft der Inhaber danach nicht binnen vier Wochen die technischen Voraussetzungen für die Konnektierung, löst sich der Domainvertrag auf. Wer eine Adresse nur sichert, sollte sie deshalb wenigstens auf eine Platzhalterseite oder eine Weiterleitung zeigen lassen. Wichtig ist, dass sie überhaupt auflöst.
Eine Sperre für Übertragungen. Macht ein Dritter Tatsachen glaubhaft, die für eine Rechtsverletzung sprechen, und erklärt, Ansprüche geltend zu machen, kann DENIC die Domain mit einem Dispute-Eintrag versehen. Er gilt ein Jahr und ist auf Antrag verlängerbar. Der Inhaber kann die Domain weiter nutzen, sie aber nicht auf einen anderen übertragen.
Nicht automatisch. DENIC registriert nach dem Prinzip first come, first served und prüft nicht, ob eine Registrierung Rechte Dritter verletzt. Ist der Name schon vergeben, bleibt dir der Weg über das Dispute-Verfahren oder über ein Gericht. Praktischer ist meist, eine Variante mit Ortszusatz zu nehmen oder den aktuellen Inhaber anzusprechen.
Beim Anbieterwechsel bleibt der Inhaber gleich, nur die Verwaltung zieht um – das läuft über den AuthInfo-Code und ohne Kündigung. Beim Inhaberwechsel ändert sich die Person oder Firma hinter der Domain. Der erfolgt durch Kündigung des bestehenden Vertrags und Registrierung für den neuen Inhaber und wird erst mit dieser Registrierung wirksam.
Ja. Domainaufträge können entweder über ein DENIC-Mitglied oder unmittelbar an DENIC gerichtet werden, das Angebot heißt DENICdirect. Für die meisten ist der Weg über einen Anbieter praktischer, weil dort Verwaltung, Postfächer und Hosting zusammenlaufen. Als Rückfalloption ist es aber gut zu wissen, dass es geht.
Technisch möglich, praktisch selten eine gute Idee. Adressen mit ä, ö oder ü führen bei E-Mail-Adressen und in älteren Programmen zu Problemen und sind am Telefon mühsam zu erklären. Wenn dein Firmenname einen Umlaut enthält, nimm die ausgeschriebene Variante als Hauptadresse und sichere die Umlautversion zusätzlich als Weiterleitung.
