Eine wirklich kostenlose Domain gibt es nicht. Es gibt eine im Paket enthaltene, eine im ersten Jahr geschenkte und eine Subdomain, die dem Anbieter gehört – drei sehr verschiedene Dinge, die alle „gratis“ heißen.
Wer nach einer kostenlosen Domain sucht, landet auf Angeboten, die drei unterschiedliche Versprechen machen. Bei manchen Anbietern ist die Adresse dauerhaft Teil des Hosting-Pakets und wird nie separat berechnet. Bei anderen ist sie im ersten Jahr geschenkt und kostet ab dem zweiten Jahr einen Betrag, der selten auf der Startseite steht. Und im kostenlosen Tarif bekommst du überhaupt keine eigene Adresse, sondern eine Subdomain des Anbieters. Wir haben für neun Anbieter aufgeschlüsselt, was in welchem Fall gilt – und was nach Ablauf des Gratis-Jahres tatsächlich fällig wird.
Die drei Arten von „kostenloser Domain“
Bevor du Angebote vergleichst, lohnt es, die Begriffe zu trennen. Alle drei Varianten sind in der Werbung „kostenlos“, unterscheiden sich für dich aber erheblich.
- Dauerhaft im Paket enthalten. Die Domain ist Bestandteil des Hosting-Vertrags und wird nicht separat abgerechnet, auch nicht im zweiten Jahr. IONOS und STRATO werben ausdrücklich mit „inklusive“, ohne Befristung auf das erste Jahr. Das ist die günstigste Variante, bindet die Adresse aber an den Vertrag.
- Im ersten Jahr geschenkt. Der Regelfall bei Baukästen. Die Domain kostet im ersten Jahr nichts und wird danach separat berechnet – Webador nennt dafür 20 Euro pro Jahr, andere Anbieter weisen den Betrag gar nicht aus. Rechne diesen Posten von Anfang an ein.
- Anbieter-Subdomain im Gratis-Tarif. Keine eigene Adresse, sondern etwas wie name.jimdosite.com. Dauerhaft kostenlos, aber nicht übertragbar und für einen geschäftlichen Auftritt unbrauchbar. Als Testphase sinnvoll, als Dauerlösung nicht.
Was nach dem Gratis-Jahr passiert
Diese Übersicht ist der eigentliche Vergleich. Sie zeigt, an welchen Tarif die kostenlose Domain gekoppelt ist, wie lange sie gratis bleibt und was danach anfällt.
| Anbieter | Gratis ab Tarif | Wie lange gratis | Danach | Gratis-Tarif ohne Domain |
|---|---|---|---|---|
| IONOS | Ab 3 €/Monat | Laut Anbieter unbefristet inklusive | Kein Aufpreis ausgewiesen | Nein |
| STRATO | Ab 5 €/Monat | Laut Anbieter inklusive | Kein Aufpreis ausgewiesen | Nein |
| Hostinger | Ab 3,99 €/Monat | Erstes Jahr | Separat berechnet | Nein |
| Wix | Light, 9 €/Monat jährlich | Erstes Jahr | Separat, je nach Endung | Ja, Wix-Subdomain |
| Webador | Lite, 6,55 €/Monat | Erstes Jahr | 20 € pro Jahr | Ja, Webador-Subdomain |
| Jimdo | Start, 9 €/Monat jährlich | Im Tarif enthalten | Kein Preis ausgewiesen | Ja, name.jimdosite.com |
| Squarespace | Basic, 12 €/Monat netto | Erstes Jahr | Separat berechnet | Nein, 14 Tage Test |
| World4You | Go, 4 €/Monat | Erstes Jahr | Regulärer Jahrespreis | Nein |
| Bluehost | Ab 3,99 $/Monat | Erstes Jahr | Separat berechnet | Nein |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Webador ist der einzige Anbieter, der die Zahl offen nennt – 20 Euro pro Jahr ab dem zweiten Jahr. Das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke, denn bei den meisten anderen findest du diesen Posten erst auf der Folgerechnung. Zweitens: IONOS und STRATO werben mit „inklusive“ ohne Jahresangabe. Beide weisen keinen separaten Verlängerungspreis für die Domain aus, was die Adresse über mehrere Jahre günstiger macht – dafür ist sie an den Hosting-Vertrag gebunden.
Die besten Anbieter mit kostenloser Domain
Sortiert danach, wie belastbar die Gratis-Domain ist – dauerhaft im Paket schlägt ein geschenktes erstes Jahr. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben – sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge dieser Liste.
Die Anbieter im Detail
1. IONOS – Domain ohne Jahresbefristung im Paket

⭐ 4,5/5 – Die belastbarste Gratis-Domain im Vergleich
IONOS: Die Gratis-Domain im DetailIONOS bewirbt seine Webhosting-Pakete mit „Kostenlose Domain und SSL-Flat inklusive“ – und zwar ohne die Einschränkung auf das erste Jahr, die bei den Baukästen üblich ist (Webhosting bei IONOS). Für die Domain findet sich an keiner Stelle ein eigener Jahresbetrag – sie taucht auf der Folgerechnung schlicht nicht auf. Über drei oder fünf Jahre ist das die günstigste Konstruktion, die es hier gibt.
Der Einstieg kostet 3 Euro monatlich für sechs Monate, danach 6 Euro, dazu einmalig 10 Euro Einrichtungsgebühr. Mitgeliefert werden außerdem 100 GB NVMe-Speicher und telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch. Der Preis, den du dafür zahlst, ist Bindung: Die Domain gehört zum Hosting-Vertrag. Wer ihn kündigt, muss die Adresse vorher zu einem anderen Anbieter umziehen – nicht danach.
- Domain und SSL ohne Jahresbefristung inklusive
- Kein separater Verlängerungspreis ausgewiesen
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- 100 GB NVMe im Einstiegstarif
- Domain an den Hosting-Vertrag gekoppelt
- 10 Euro Einrichtungsgebühr
- Kein kostenloser Tarif zum Ausprobieren
2. STRATO – Inklusive und mit Bruttopreisen

⭐ 4,1/5 – Dieselbe Logik, ehrlichere Preisauszeichnung
STRATO: Die Gratis-Domain im DetailSTRATO wirbt ebenfalls mit „inklusive Domain“, ohne Befristung auf das erste Jahr, und weist seine Preise als einer der wenigen Anbieter inklusive Mehrwertsteuer aus (Hosting bei STRATO). Für Privatpersonen und Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug ist das die relevante Zahl – bei einem Vergleich mit netto ausgezeichneten Angeboten sonst schnell ein Rechenfehler von 19 %.
Beim Preis lohnt der zweite Blick: Die 5 Euro für Starter gelten nur im Zwölf-Monats-Vertrag, monatlich kündbar kostet er 6 Euro, plus einmalig 10 Euro Einrichtung. Mit Rechenzentren in Deutschland lässt sich der Datenschutz gegenüber Kunden einfacher begründen. Wie bei IONOS gilt: Die Domain hängt am Vertrag, ein Wechsel muss vor der Kündigung erfolgen.
- Domain und SSL ohne Jahresangabe inklusive
- Preise inklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- Domain an den Hosting-Vertrag gekoppelt
- 10 Euro Einrichtungsgebühr
- Bestpreis nur mit Zwölf-Monats-Bindung
3. Hostinger – Günstigster Einstieg, Domain im ersten Jahr

⭐ 4,2/5 – Am günstigsten, dafür nur ein Jahr gratis
Hostinger: Die Gratis-Domain im DetailHostinger ist der günstigste Weg zu Website und eigener Adresse: Der Website Builder beginnt bei 3,99 Euro monatlich, die Domain ist im ersten Jahr enthalten. Positiv fällt auf, dass der Anbieter die Verlängerungspreise nach eigenen Angaben schon vor dem Kauf anzeigt statt erst auf der Folgerechnung – und dass der WHOIS-Datenschutz ohne Aufpreis dabei ist (Domains bei Hostinger). Bei internationalen Endungen wie .com verkaufen andere Anbieter genau diesen Dienst als Zusatzleistung.
Beim Domainkauf ohne Website ruft Hostinger sogar einen Cent für das erste Jahr aus – allerdings nur bei einer Laufzeit von drei Jahren. Danach greifen die Standard-Verlängerungspreise. Wie bei allen Aktionsangeboten gilt: Die Zahl, mit der du rechnen solltest, ist die zweite. Der Bestpreis beim Hosting setzt außerdem eine mehrjährige Vorauszahlung voraus.
- Günstigster Einstieg mit Gratis-Domain
- WHOIS-Datenschutz ohne Aufpreis
- Verlängerungspreise vor dem Kauf sichtbar
- Domain nur im ersten Jahr kostenlos
- Bestpreis nur bei mehrjähriger Vorauszahlung
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
4. Wix – Gratis-Domain ab Light, externe Adressen anbindbar

⭐ 4,7/5 – Beste Gesamtlösung, Domain flexibel handhabbar
Wix: Die Gratis-Domain im DetailBei Wix hast du beide Wege offen: Domain im Bestellvorgang mitnehmen, im ersten Jahr ab dem Light-Tarif kostenlos – oder eine bereits vorhandene Adresse von einem anderen Anbieter per DNS verbinden (Preisübersicht bei Wix). Für einen Artikel über kostenlose Domains ist der zweite Weg der interessantere: Du zahlst dann zwar für die Adresse, hast aber keine Frist im Nacken, nach der sie plötzlich abgerechnet wird.
Im Free-Tarif läuft die Seite auf einer Wix-Subdomain – nützlich, um den Editor auszuprobieren, für einen geschäftlichen Auftritt aber keine Option. Light kostet 9 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung und bleibt danach preisstabil. Zu bedenken ist eine Eigenheit von Wix: Ist die Seite einmal veröffentlicht, bleibt die gewählte Vorlage gesetzt.
- Externe Domain lässt sich problemlos anbinden
- Domain im ersten Jahr gratis ab Light
- Tarifpreis bleibt nach dem ersten Jahr stabil
- Free-Tarif zum Ausprobieren
- Domain ab dem zweiten Jahr separat berechnet
- Im Free-Tarif keine eigene Adresse
- Vorlagenwechsel nach Veröffentlichung unmöglich
5. Webador – Der einzige Anbieter, der den Folgepreis nennt

⭐ 3,7/5 – Kleinster Funktionsumfang, größte Preisehrlichkeit
Webador: Die Gratis-Domain im DetailWebador nennt die Zahl, die alle anderen verschweigen: Die Domain ist im ersten Jahr kostenlos und kostet danach 20 Euro pro Jahr – das steht so auf der Preisseite (Preise bei Webador). Für einen Artikel über kostenlose Domains ist das der wichtigste Satz überhaupt, denn er zeigt, mit welcher Größenordnung du auch bei den anderen Anbietern rechnen solltest.
Ansonsten ist Webador bewusst schlicht: Lite kostet 6,55 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung inklusive Mehrwertsteuer, keine Einrichtungsgebühr, keine Mehrjahresbindung, in den ersten drei Monaten 50 % Nachlass. Die Oberfläche ist so aufgeräumt, dass auch eine Kollegin ohne Einweisung Öffnungszeiten ändern kann. Im Gegenzug bleibt die Vorlagenauswahl überschaubar, und der Shop ist auf wenige Artikel ausgelegt.
- Verlängerungspreis der Domain offen ausgewiesen
- Preise inklusive Mehrwertsteuer, monatlich buchbar
- Keine Einrichtungsgebühr, keine lange Bindung
- Auch von Ungeübten pflegbar
- Domain ab dem zweiten Jahr mit 20 Euro jährlich
- Kleine Vorlagenauswahl
- Kaum Erweiterungen verfügbar
6. Jimdo – Dauerhaft gratis, aber nur als Subdomain

⭐ 4,3/5 – Der einzige mit dauerhaft kostenloser Adresse
Jimdo: Die Gratis-Domain im DetailJimdo ist der einzige Anbieter hier, bei dem du dauerhaft ohne Kosten online bleiben kannst – allerdings unter einer Adresse im Format name.jimdosite.com, dazu 500 MB Speicher, 2 GB Bandbreite im Monat und ein Werbebanner im Fußbereich. Für ein privates Projekt oder eine Testphase ist das brauchbar, für einen Betrieb nicht: Eine solche Adresse lässt sich am Telefon kaum diktieren und geht beim Anbieterwechsel verloren.
Die eigene Domain beginnt beim Start-Tarif für 9 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung, der zugleich Werbefreiheit und 5 GB Speicher bringt (Preise bei Jimdo). Was Jimdo offenlässt: Ob und wie viel die Domain ab dem zweiten Jahr kostet, steht nicht auf der Preisseite. Bei einem Artikel über kostenlose Domains ist das die wichtigste offene Frage – kläre sie vor dem Abschluss im Chat, sonst rechnest du mit einer Zahl, die du nicht kennst.
- Dauerhaft kostenlose Adresse ohne Kreditkarte
- Transparente Grenzen: 500 MB und 2 GB Bandbreite
- Support und Anbieter aus Deutschland
- Keine Einrichtungsgebühr, stabile Tarifpreise
- Gratis nur als Subdomain, nicht übertragbar
- Domain-Verlängerung nicht öffentlich ausgewiesen
- Werbebanner im Free-Tarif
7. Squarespace – Gratis-Domain zum höchsten Tarifpreis

⭐ 3,9/5 – Die Domain ist hier das Nebenargument
Squarespace: Die Gratis-Domain im DetailBei Squarespace ist die kostenlose Domain im ersten Jahr eine Beigabe, nicht der Grund für die Buchung. Der Grund sind die Vorlagen – sie sind auf Agenturniveau, und der abschnittsbasierte Editor lässt dich sie kaum ruinieren (Preise bei Squarespace). Wenn dein Auftritt Teil des Verkaufsarguments ist, rechtfertigt das den höheren Preis.
Und der ist deutlich höher: Basic kostet 12 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung, zuzüglich Mehrwertsteuer, bei monatlicher Zahlung 17 Euro. Damit ist Squarespace in dieser Liste der teuerste Weg zu einer kostenlosen Domain. Ein dauerhaft kostenloser Tarif fehlt bei Squarespace, dafür stehen 14 Tage zum Testen offen, ohne Kreditkarte. Der Haken: Die Vorlagen tragen nur mit guten Bildern.
- Beste Vorlagenqualität im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Teuerster Tarif in dieser Liste
- Preise netto, Brutto liegt rund 19 % höher
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
8. World4You – Gratis-Domain mit Standort Österreich

⭐ 3,7/5 – Sinnvoll mit Österreich-Bezug
World4You: Die Gratis-Domain im DetailWorld4You legt die Domain im ersten Jahr kostenlos bei, gebunden an einen Hosting-Tarif. Der Anbieter richtet sich klar an den österreichischen Markt: Rechenzentrum im Land, deutschsprachiger Support, Preise inklusive der dortigen Umsatzsteuer von 20 % (World4You). Für einen Betrieb in Wien, Graz oder Linz ist das ein Argument, das kein deutscher Anbieter bietet – zumal eine .at-Domain hier zum Kerngeschäft gehört.
Sitzt dein Betrieb in Deutschland, spricht wenig dafür. Der Preisvergleich hinkt, weil die 20 % österreichische Steuer bereits eingerechnet sind, und ein Server im Nachbarland bringt gegenüber einem deutschen keinen Vorteil. Hinzu kommt, dass der Go-Tarif mit 5 GB den kleinsten Speicher in dieser Runde hat.
- Rechenzentrum und Support in Österreich
- Domain im ersten Jahr kostenlos
- Preise inklusive Umsatzsteuer
- Für deutsche Projekte kein Vorteil
- Nur 5 GB Speicher im Einstiegstarif
- Gratis-Domain nur im Hosting-Paket
9. Bluehost – Gratis-Domain, aber Server in den USA

⭐ 3,8/5 – Für deutsche Projekte nicht die erste Wahl
Bluehost: Die Gratis-Domain im DetailBluehost legt die Domain im ersten Jahr kostenlos bei und steht auf der Hosterliste von wordpress.org, was international viel Vertrauen bringt – wobei auch Hostinger dort gelistet ist, das Argument also kein Alleinstellungsmerkmal ist (Hosterliste auf wordpress.org). Die Einrichtung ist einfach: geführter Ablauf, WordPress vorinstalliert.
Für ein deutsches Publikum sprechen zwei Punkte dagegen. Die Server stehen überwiegend in den USA, was bei Besuchern aus Deutschland Ladezeit kostet und die Datenschutzargumentation aufwendiger macht. Und die Abrechnung läuft in Dollar – über eine Laufzeit von 36 Monaten trägst du das Wechselkursrisiko. Für einen englischsprachigen Blog bleibt es eine solide Wahl.
- Domain im ersten Jahr kostenlos
- Auf wordpress.org gelistet, große Community
- Geführte Einrichtung, WordPress vorinstalliert
- Server überwiegend in den USA
- Abrechnung in Dollar über 36 Monate
- Kein deutschsprachiger Support
Wann sich die kostenlose Domain nicht lohnt
- Wenn du den Anbieter wechseln könntest. Eine im Paket enthaltene Domain hängt am Vertrag. Wer sich einen Wechsel offenhalten will, registriert die Adresse besser separat bei einem Domain-Anbieter und verbindet sie per DNS. Das kostet rund 19 Euro im Jahr und macht dich unabhängig.
- Wenn der Tarif nur wegen der Domain teurer ist. Bei Squarespace zahlst du 12 Euro netto monatlich, bei Hostinger 3,99 Euro – die Gratis-Domain ist in beiden Fällen dieselbe Leistung. Vergleiche also den Tarifpreis, nicht das Domain-Versprechen.
- Wenn du nur eine Subdomain bekommst. Ein Gratis-Tarif mit name.jimdosite.com ist keine kostenlose Domain, sondern eine geliehene Adresse. Für einen geschäftlichen Auftritt kostet das Vertrauen, und beim Wechsel ist die aufgebaute Sichtbarkeit verloren.
- Wenn das Projekt länger als ein Jahr läuft. Dann ist der Verlängerungspreis die entscheidende Zahl. Ein Anbieter mit Domain dauerhaft im Paket ist über fünf Jahre günstiger als einer, der im ersten Jahr schenkt und danach 20 Euro jährlich berechnet.
So haben wir bewertet
Grundlage sind die offiziellen Tarif- und Preisseiten der Anbieter, Stand September 2026. Für jeden Anbieter haben wir erfasst, an welchen Tarif die kostenlose Domain gekoppelt ist, wie lange sie gratis bleibt, was danach ausgewiesen wird und ob es einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit Anbieter-Subdomain gibt. Wo ein Anbieter keinen Verlängerungspreis für die Domain veröffentlicht, weisen wir das aus, statt eine Zahl zu schätzen – das betrifft IONOS, STRATO und Jimdo. Die Reihenfolge richtet sich danach, wie belastbar das Gratis-Versprechen ist: dauerhaft im Paket enthalten steht über einem geschenkten ersten Jahr, dieses über einer Anbieter-Subdomain. Die Sternbewertung bezieht sich auf die Gesamtqualität und ist über unsere Artikel hinweg einheitlich.
Fazit
Die belastbarste kostenlose Domain bekommst du bei IONOS und STRATO, weil sie dort laut Anbieter dauerhaft im Paket steckt und kein Verlängerungspreis ausgewiesen ist. Hostinger ist der günstigste Einstieg mit Gratis-Domain im ersten Jahr, Wix die flexibelste Lösung, weil sich auch eine externe Adresse anbinden lässt. Webador verdient eine Erwähnung für etwas anderes: Der Anbieter nennt mit 20 Euro pro Jahr offen, was die Domain ab dem zweiten Jahr kostet – eine Zahl, die die meisten Wettbewerber verschweigen.
Wenn du dir einen Anbieterwechsel vorstellen kannst, ist die kostenlose Domain aus dem Paket allerdings der falsche Weg. Registriere die Adresse getrennt und verbinde sie per DNS mit deiner Website. Rund 19 Euro im Jahr sind ein fairer Preis dafür, dass die Adresse dir gehört und ein Wechsel des Website-Anbieters sie nicht berührt.
Häufig gestellte Fragen
Nicht als eigenständiges Produkt. Was es gibt: Domains, die dauerhaft im Hosting-Paket enthalten sind, wie IONOS und STRATO sie ausweisen; Domains, die im ersten Jahr geschenkt und danach separat berechnet werden; und Anbieter-Subdomains wie name.jimdosite.com, die dauerhaft gratis, aber nicht übertragbar sind. Eine eigene Adresse ohne jede Zahlung gibt es nicht.
Webador nennt als einziger Anbieter in diesem Vergleich eine Zahl: 20 Euro pro Jahr. Die anderen weisen den Verlängerungspreis nicht öffentlich aus. Als Größenordnung kannst du bei einer .de-Domain mit 13 bis 20 Euro jährlich rechnen, bei einer .com mit bis zu 27 Euro. Bei IONOS und STRATO ist kein separater Preis ausgewiesen, weil die Domain zum Paket gehört.
Nein. Eine Subdomain wie name.jimdosite.com gehört dem Anbieter, nicht dir. Sie ist dauerhaft kostenlos, lässt sich aber nicht mitnehmen, wirkt geschäftlich unprofessionell und ist am Telefon kaum zu diktieren. Wenn du Sichtbarkeit bei Google aufbaust, geht die beim Anbieterwechsel verloren, weil die Adresse bleibt, wo sie ist.
Entscheidend ist der Eintrag im Register, das bei .de-Domains von DENIC geführt wird. Findest du dort deinen eigenen Namen, kannst du die Adresse per AuthInfo-Code jederzeit mitnehmen. Sieh direkt nach der Bestellung nach, nicht erst beim Wechsel. Und merke dir die Reihenfolge: Domain zuerst umziehen, Hosting-Vertrag danach beenden.
Das unterscheidet sich je Anbieter und ist oft auf gängige Endungen begrenzt. Bei einem deutschen Projekt geht es meist um .de, international um .com. Ungewöhnliche Endungen wie .shop oder .berlin sind in Gratis-Aktionen seltener enthalten und haben zudem häufig höhere Verlängerungspreise. Prüfe im Bestellvorgang, welche Endung tatsächlich ohne Aufpreis wählbar ist.
Wenn du beim Anbieter bleibst, nimm sie aus dem Paket – das ist günstiger. Wenn du dir einen Wechsel offenhalten willst, registriere sie getrennt bei einem Domain-Anbieter für rund 19 Euro im Jahr und verbinde sie per DNS. Die Adresse ist dann unabhängig von jedem Website-Vertrag, und ein Anbieterwechsel berührt sie nicht.
Ja, bei allen hier verglichenen Anbietern lässt sich eine externe Adresse per DNS verbinden. Bei Wix ist das ausdrücklich vorgesehen und funktioniert unkompliziert. Du behältst dabei deinen Domain-Anbieter und zahlst nur den Tarif für die Website. Das ist der sinnvollste Aufbau, wenn du die Adresse schon hast.
Bei den Hosting-Anbietern in der Regel ja – IONOS und STRATO legen Postfächer bei. Bei Baukästen ist das seltener der Fall und teils ein kostenpflichtiger Zusatz. Da eine Adresse wie [email protected] für viele der halbe Grund für die eigene Domain ist, lohnt es, diesen Punkt vor dem Abschluss zu prüfen.
Steckt die Domain im Tarif, verliert sie mit dem Vertrag ihre Verwaltung. Deshalb gilt: zuerst den AuthInfo-Code anfordern und die Adresse zum neuen Anbieter holen, erst dann kündigen. In der umgekehrten Reihenfolge kann die Domain frei werden – und dann steht es jedem offen, sie zu registrieren.
Die Anbieter mit Domain dauerhaft im Paket, also IONOS und STRATO, weil der Posten nie separat anfällt. Bei einem Anbieter, der im ersten Jahr schenkt und danach 20 Euro jährlich berechnet, kommen über fünf Jahre 80 Euro zusammen. Rechne bei jedem Angebot Tarifpreis mal Laufzeit plus Domainverlängerung für die Jahre zwei bis fünf.
