Carrd kann keine Unterseiten. Wenn Ihr Vorhaben auf eine einzige Seite passt, kostet es hier 19 Dollar – im Jahr, nicht im Monat.
Genau diese Beschränkung macht den Preis möglich. Statt einer Struktur mit Menü und Unterseiten bauen Sie eine durchgehende Seite, durch die Ihre Besucher scrollen – für eine Visitenkarte, ein Portfolio oder eine Sammlung von Verweisen reicht das vollkommen. Für einen Blog oder einen Verkaufsbereich nicht, und daran ändert auch kein höherer Tarif etwas. Prüfen Sie diese eine Frage zuerst; alles andere entscheidet sich danach.
Wir haben Tarife, enthaltene Leistungen, Grenzen und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, was für 19 Dollar wirklich drin ist und wann Sie ein anderes Werkzeug brauchen. Ein Hinweis vorab: Abgerechnet wird in US-Dollar.
Was ist Carrd und für wen ist es geeignet?
Carrd ist ein Baukasten für einseitige Websites. Sie bauen keine Struktur mit Menü und Unterseiten, sondern eine durchgehende Seite, durch die Ihre Besucher scrollen. Genau diese Beschränkung ist das Konzept: Weniger Möglichkeiten bedeuten weniger Entscheidungen und deutlich weniger Zeit bis zum fertigen Ergebnis.
Die Zielgruppe sind Selbstständige, Kreative und alle, die eine digitale Visitenkarte, ein schlankes Portfolio oder eine Sammlung von Verweisen brauchen. Wer einen Blog, einen Verkaufsbereich oder mehrere Unterseiten plant, ist bei Jimdo oder Webador besser aufgehoben.
3,7/5★★★★☆Unschlagbar günstig durch Jahresabrechnung und zehn Websites im mittleren Tarif – dafür strikt auf eine Seite je Projekt beschränkt.- Digitale Visitenkarten und Portfolios statt großer Baukästen
- Wer mehrere kleine Seiten günstig unterbringen will
- Eine Sammlung von Verweisen für soziale Netzwerke
- Alle, die in einer halben Stunde fertig sein möchten
- Projekte mit mehreren Unterseiten
- Blogs oder Verkaufsbereiche
- Wer Hilfe auf Deutsch braucht
- Alle, die später zu einem anderen Anbieter wechseln könnten
Funktionen und Bedienung
Der Einstieg dauert Minuten: anmelden, Vorlage wählen, loslegen. Es gibt keine Einführungsschleife, kein Pflichttutorial. Bearbeitet wird direkt auf der Seite – Element anklicken, ändern, verschieben. Für ein Portfolio mit großem Bild oben, Galerie in der Mitte und Kontaktmöglichkeit unten brauchen Sie keine halbe Stunde.
Zur Verfügung stehen Textblöcke, Bilder, Symbole, Schaltflächen, eingebettete Videos und – ab der kostenpflichtigen Stufe – Formulare. Diese lassen sich mit gängigen Diensten für Newsletter und Terminverwaltung verbinden, und auch Zahlungsdienste können eingebunden werden. Für eine einseitige Website ist das mehr, als man erwartet.
Die Grenze ist hart und nicht verhandelbar: Unterseiten gibt es nicht. Wer eine zweite Adresse braucht, legt ein zweites Projekt an – deshalb ist die Zahl der erlaubten Websites so wichtig. Kein Blog, kein Verkaufsbereich, keine Mitgliederverwaltung.
Sichern Sie Ihre Texte selbst
Ein Punkt, der im Alltag wehtun kann: Es gibt keinen ausführlichen Verlauf und kein Zurücksetzen auf einen früheren Stand. Wer versehentlich einen Abschnitt löscht, kann ihn nicht ohne Weiteres zurückholen. Schreiben Sie Ihre Texte deshalb in einem Textdokument und kopieren Sie sie hinein – nicht umgekehrt. Das kostet Sie nichts und erspart im Zweifel eine Stunde Arbeit.
Carrd im Test: Vor- und Nachteile
- 19 Dollar im Jahr: Nicht im Monat – das ist die entscheidende Zahl.
- Zehn Websites enthalten: Im mittleren Tarif, 25 im höchsten.
- In Minuten fertig: Keine Einarbeitung, keine Einführungsschleife.
- Kostenlos ausprobierbar: Drei Seiten ohne Zahlungsdaten.
- Eigene Adressen möglich: Ab der kostenpflichtigen Stufe, mit Verschlüsselung.
- Formulare anbindbar: An gängige Dienste für Newsletter und Zahlungen.
- Nur eine Seite je Projekt: Keine Unterseiten, kein Blog, kein Verkauf.
- Kein Zurücksetzen: Versehentlich Gelöschtes ist weg.
- Kein Ausstieg: Die Seite lässt sich nicht als Dateipaket mitnehmen.
- Nur Englisch: Oberfläche, Hilfe und Anleitungen.
- Hilfe nur schriftlich: Antwort binnen ein bis zwei Tagen.
- Abrechnung in US-Dollar: Kartenkurs und Auslandsentgelt kommen hinzu.
Was kostet Carrd?
Alle Beträge gelten je Jahr, eine monatliche Zahlung gibt es nicht. Genau das macht das Angebot so günstig.
| Tarif | Je Jahr | Seiten | Je Seite/Jahr | Formulare |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 3 | 0 $ | nein |
| Pro Lite | 9 $ | 1 | 9,00 $ | nein |
| Pro Standard | 19 $ | 10 | 1,90 $ | ja |
| Pro Plus | 49 $ | 25 | 1,96 $ | ja |
- Kreditkarte und PayPal: Beides wird akzeptiert.
- Nur Jahreszahlung: Eine monatliche Abrechnung gibt es nicht.
- Automatische Verlängerung: Rechtzeitig im Konto kündigen.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Verschlüsselung enthalten: Auch bei eigenen Internetadressen, über einen kostenlosen Anbieter für Zertifikate. Ohne sie zeigen Browser Ihren Besuchern eine Warnung an.
- Keine Sicherungskopien: Es gibt kein automatisches System und kein Zurücksetzen. Schreiben Sie Ihre Texte deshalb in einem eigenen Dokument und kopieren Sie sie hinein.
- Anbieter außerhalb der EU: Das Unternehmen sitzt in den USA. Sobald Sie ein Kontaktformular einsetzen, verarbeiten Sie personenbezogene Daten – dafür brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und einen Datenschutzhinweis.
- Rechtstexte selbst besorgen: Impressum und Datenschutzerklärung liefert der Anbieter nicht vorbereitet. Für einen gewerblichen Auftritt in Deutschland sind beide Pflicht.
- Hilfe nur schriftlich, auf Englisch: Über Nachrichten, mit Antwort binnen ein bis zwei Tagen. Wer schnelle Hilfe auf Deutsch braucht, ist bei IONOS besser aufgehoben.
Carrd Erfahrungen und Bewertungen
Die Rückmeldungen hängen fast vollständig davon ab, ob das Vorhaben zum Konzept passt. Vier Punkte wiederholen sich.
- Gelobt werden Preis und Tempo. Nutzer berichten, sie hätten in einer Stunde etwas Vorzeigbares gehabt – für einen Betrag, den andere im Monat nehmen.
- Gelobt wird die Klarheit. Der Anbieter verspricht nichts, was er nicht hält; die Grenzen sind von Anfang an sichtbar.
- Kritisiert wird die Beschränkung auf eine Seite. Wer später einen Blog ergänzen will, muss das Werkzeug wechseln – das trifft vor allem die, die es unterschätzt haben.
- Kritisiert wird das fehlende Zurücksetzen. Versehentlich Gelöschtes lässt sich nicht wiederherstellen; das wird als größtes Ärgernis genannt.
Alternativen zu Carrd
- Webador: Echte Unterseiten, ein einfacher Verkaufsbereich und Hilfe auf Deutsch – dafür teurer.
- Jimdo: Deutscher Anbieter mit vollständiger Website, Blog und Abrechnung in Euro.
- Durable: Erzeugt eine mehrseitige Website per KI – schneller im Aufbau, aber deutlich teurer.
Fazit: Lohnt sich Carrd?
Wenn Ihr Vorhaben auf eine Seite passt, gibt es kaum etwas Günstigeres. 19 Dollar im Jahr für zehn Websites sind 1,90 Dollar je Seite – ein Betrag, den andere Anbieter im Monat für eine einzige Seite nehmen. Dazu kommen Formulare, eigene Internetadressen und ein Ergebnis, das in einer halben Stunde steht.
Drei Dinge sollten Sie wissen. Unterseiten gibt es nicht, und daran ändert auch kein Aufpreis etwas. Versehentlich Gelöschtes lässt sich nicht zurückholen. Und Ihre Inhalte können Sie nicht als Dateipaket mitnehmen.
Unser praktischer Rat: Probieren Sie es kostenlos aus – in zehn Minuten wissen Sie, ob das Konzept zu Ihrem Vorhaben passt, und das beantwortet die Frage besser als jeder Testbericht. Wenn Sie zahlen, nehmen Sie den mittleren Tarif; der kleinste kostet je Seite fast das Fünffache. Und schreiben Sie Ihre Texte grundsätzlich außerhalb und kopieren Sie sie hinein.
Häufig gestellte Fragen zu Carrd
Der mittlere Tarif kostet 19 US-Dollar im Jahr – nicht im Monat. Darin sind zehn Websites enthalten, also 1,90 Dollar je Seite und Jahr. Der kleinste Tarif liegt bei 9 Dollar für eine Seite, der größte bei 49 Dollar für 25 Seiten. Eine monatliche Zahlung gibt es nicht.
Der mittlere. Er kostet 19 Dollar für zehn Seiten, der kleinste 9 Dollar für eine – das sind 1,90 gegenüber 9,00 Dollar je Seite. Sie zahlen also gut das Doppelte und bekommen die zehnfache Menge, dazu Formulare und eigene Internetadressen.
Nein, und das ist die zentrale Beschränkung. Sie bauen eine einzige Seite, durch die Ihre Besucher scrollen. Wer eine zweite Adresse braucht, legt ein zweites Projekt an – deshalb ist die Zahl der erlaubten Websites im Tarif entscheidend.
Ja, dauerhaft und ohne Zeitlimit, mit bis zu drei Seiten. Diese laufen unter einer Adresse des Anbieters und tragen einen Hinweis auf ihn. Zum Ausprobieren reicht das vollkommen – in zehn Minuten wissen Sie, ob das Konzept zu Ihrem Vorhaben passt.
Ja, ab der kostenpflichtigen Stufe, einschließlich Verschlüsselung. Die Adresse selbst müssen Sie allerdings separat bei einem Anbieter registrieren und bezahlen – rechnen Sie diesen Posten mit ein, wenn Sie Angebote vergleichen.
Nein, und das ist der praktisch gefährlichste Punkt. Es gibt keinen ausführlichen Verlauf und kein Zurücksetzen auf einen früheren Stand. Schreiben Sie Ihre Texte deshalb in einem eigenen Dokument und kopieren Sie sie hinein – nicht umgekehrt.
Ja, ab der kostenpflichtigen Stufe. Die Formulare lassen sich mit gängigen Diensten für Newsletter verbinden, und auch Zahlungsdienste können eingebunden werden. Beachten Sie: Sobald Sie ein Formular einsetzen, verarbeiten Sie personenbezogene Daten und brauchen einen Datenschutzhinweis.
Das Unternehmen sitzt in den USA, also außerhalb der EU. Sobald Sie über ein Kontaktformular personenbezogene Daten verarbeiten, brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und einen Datenschutzhinweis. Rechtstexte liefert der Anbieter nicht vorbereitet mit.
Nicht als Dateipaket. Sie können eine Seite innerhalb des Dienstes als Vorlage sichern, aber nicht herunterladen. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter bedeutet also Neuaufbau – bei einer einzelnen Seite ist das allerdings deutlich weniger Arbeit als bei einer gewachsenen Website.
Nein. Oberfläche, Anleitungen und Betreuung laufen ausschließlich auf Englisch, und die Hilfe gibt es nur schriftlich mit Antwort binnen ein bis zwei Tagen. Wer schnelle Unterstützung in der eigenen Sprache braucht, sollte einen deutschen Anbieter wählen.
Für ein Portfolio mit großem Bild, Galerie und Kontaktmöglichkeit brauchen Sie keine halbe Stunde. Es gibt keine Einführungsschleife und kein Pflichttutorial – Vorlage wählen, Elemente anklicken, ändern, fertig. Das ist der zweite große Vorteil neben dem Preis.
Für alle, deren Vorhaben auf eine Seite passt: digitale Visitenkarte, Portfolio oder eine Sammlung von Verweisen. Besonders für mehrere kleine Projekte, weil zehn Seiten in einem Tarif stecken. Wer Unterseiten, einen Blog oder Hilfe auf Deutsch braucht, ist bei Jimdo oder Webador besser aufgehoben.
