Sie löschen morgens aus Versehen die halbe Website und merken es um fünf. Bei den meisten Hostern ist der Arbeitstag weg – bei Dogado zwei Stunden.
So engmaschig sichert kein anderer Anbieter in diesem Vergleich: alle zwei Stunden, vierzehn Tage lang aufbewahrt. Wo andere einmal täglich einen Stand ablegen, verlieren Sie hier im schlimmsten Fall zwei Stunden Arbeit. Für jeden, der selbst an seiner Seite schraubt, ist das der praktisch wertvollste Unterschied.
Der Dortmunder Anbieter hostet seit 2002 und richtet sich an kleine Unternehmen, Selbstständige und Vereine, denen deutsche Rechenzentren und deutschsprachiger Support wichtig sind. Wir haben Tarife, Leistungsdaten, Vertragsbedingungen und öffentliche Bewertungen ausgewertet – und zeigen, wo Dogado stark ist und wo Sie genau hinsehen sollten.
Was ist Dogado und für wen ist es geeignet?
Dogado ist ein deutscher Hosting-Anbieter mit Sitz in Dortmund. Das Angebot reicht von Webhosting über Domains und E-Mail bis zu verwalteten Servern. Im Zentrum steht die WordPress-Linie: vorbereitete Umgebungen, in denen das System bereits eingerichtet ist und der Anbieter die Technik im Hintergrund pflegt.
Interessant wird der Anbieter durch etwas, das viele Wettbewerber verschweigen: Dogado legt seine Ressourcen offen. Für jeden Tarif stehen Arbeitsspeicher, Rechenleistung und Lese- wie Schreibgeschwindigkeit in der Tabelle. Bei geteiltem Hosting ist das ungewöhnlich – üblich sind vage Angaben wie „ausreichend für mittlere Projekte“. Hier wissen Sie vorher, was Sie bekommen.
4,0/5★★★★☆Deutscher Hoster mit ungewöhnlich transparenten Leistungsdaten und erstklassiger Sicherung – dafür kein Schnäppchen.- Alle, die selbst an ihrer Seite arbeiten – die Zwei-Stunden-Sicherung ist das Sicherheitsnetz
- Kleine Unternehmen und Vereine mit Datenschutzanspruch
- Wer vorher wissen will, wie viel Rechenleistung im Tarif steckt
- Nutzer, die im Problemfall auf Deutsch telefonieren möchten – werktags und samstags
- Preisbewusste – deutsche Wettbewerber sind im Dauerbetrieb günstiger
- Wer nur eine einzelne Seite betreibt und keine Sicherung braucht
- Entwickler mit Bedarf an Root-Zugriff oder eigener Serverkonfiguration
- Projekte, die sich nicht zwölf Monate binden wollen
Leistung und Ausstattung
Die Tarife heißen WordPress S, M und L in der Version 2.0 und unterscheiden sich in drei Größen: Zahl der WordPress-Installationen, Speicherplatz und zugeteilte Rechenleistung. Der Datenverkehr ist in allen Paketen unbegrenzt, eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an.
Bemerkenswert ist die Sicherungsstrategie. Der Anbieter nennt sie Continuous Backup: Alle zwei Stunden entsteht ein Sicherungspunkt, aufbewahrt werden vierzehn Tage. Zum Vergleich: Bei den meisten Hostern in diesem Segment läuft die Sicherung einmal täglich. Wer versehentlich ein Plugin zerschießt oder eine Seite überschreibt, verliert hier im ungünstigsten Fall zwei Stunden Arbeit statt eines ganzen Tages.
Sicherheitsseitig gehört in jeden Tarif eine Web Application Firewall – ein vorgeschalteter Filter, der Angriffe abfängt, bevor sie WordPress erreichen. Bei vielen Wettbewerbern ist das ein kostenpflichtiges Zusatzpaket. Dazu kommen Verzeichnisschutz, Spamfilter und Virenprüfung für die Postfächer.
Technisch versierte Nutzer finden weitere Zugänge: SSH und SFTP, die Kommandozeile für WordPress, bis zu 50 zeitgesteuerte Aufgaben und eigene PHP-Einstellungen. Das ist mehr Freiheit, als geteiltes Hosting üblicherweise bietet. Root-Zugriff gibt es aber nicht – dafür brauchen Sie einen eigenen Server.
Dogado im Test: Vor- und Nachteile
- Sicherung alle zwei Stunden: Vierzehn Tage Aufbewahrung – im Segment die engmaschigste.
- Firewall in allen Tarifen: Angriffsschutz ohne Aufpreis, sonst oft ein Zusatzpaket.
- Offene Leistungsdaten: Arbeitsspeicher, Rechenleistung und Geschwindigkeit stehen in der Tabelle.
- Deutsche Rechenzentren: Kurze Antwort auf jede Datenschutzfrage von Geschäftskunden.
- Keine Einrichtungsgebühr: Anders als bei manchem Wettbewerber fällt nichts vorab an.
- Deutschsprachiger Support: Telefon, E-Mail und Ticketsystem – auf Trustpilot der meistgelobte Punkt.
- Preisniveau: Mit 5,99 € im Einstieg liegt Dogado über vielen deutschen Wettbewerbern.
- Zwölf Monate Bindung: Monatlich kündbare Tarife bieten andere Anbieter.
- Nur eine Seite im Einstieg: Mehr als eine WordPress-Installation gibt es erst ab dem mittleren Tarif.
- Sprung zum mittleren Tarif: Von 5,99 auf 13,99 € mehr als verdoppelt sich der Preis.
- Schwache Serverantwortzeit: In unabhängigen Tests liegt Dogado beim Tempo hinter der Spitze.
- Kein Root-Zugriff: Für eigene Systemdienste brauchen Sie einen Server.
Was kostet Dogado?
Drei Tarife, alle mit zwölf Monaten Laufzeit und monatlicher Abrechnung. Die Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer – für Vereine und Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug ist das der Betrag, der abgebucht wird.
Die interessanteste Stufe ist nicht die günstigste. Zwischen M und L liegen nur zwei Euro im Monat – dafür verdoppelt sich der Arbeitsspeicher von 4 auf 8 GB, der Speicherplatz von 50 auf 100 GB, und Sie dürfen fünf statt drei Seiten betreiben. Wer ohnehin über den Einstieg hinaus muss, sollte gleich zu L greifen; der Aufpreis von 24 € im Jahr ist gemessen am Zugewinn gering.
| Tarif | Im Monat | Im Jahr | Websites und Speicher |
|---|---|---|---|
| WordPress S | 5,99 € | 71,88 € | 1 Website · 25 GB |
| WordPress M | 13,99 € | 167,88 € | 3 Websites · 50 GB |
| WordPress L | 15,99 € | 191,88 € | 5 Websites · 100 GB |
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Sicherung alle zwei Stunden: Vierzehn Tage Aufbewahrung in allen Tarifen, Wiederherstellung über den Kundenbereich. Das ist der stärkste Punkt im gesamten Angebot.
- Firewall ohne Aufpreis: Die Web Application Firewall gehört zu jedem Paket und filtert Angriffe ab, bevor sie das System erreichen.
- Verfügbarkeit mit Zusage: Der Anbieter garantiert 99,90 % und staffelt Gutschriften bei Unterschreitung. Ein unabhängiger Test maß sogar 99,963 % – die Zuverlässigkeit gehört zu den Stärken.
- ISO 27001 und deutsche Rechenzentren: Als deutsches Unternehmen unterliegt Dogado unmittelbar der DSGVO; die Rechenzentren sind nach ISO 27001 zertifiziert, den Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es über das Kundenportal. Für Anfragen von Geschäftskunden ist das die kürzeste Antwort.
- Ticketsystem rund um die Uhr, Telefon zu Geschäftszeiten: Der Anbieter nennt für Support und Tickets eine Erreichbarkeit rund um die Uhr. Die Telefonhotline ist nach vorliegenden Angaben dagegen werktags und samstags besetzt, nicht durchgehend. Ein bevorzugter Zugang lässt sich optional buchen.
Mehr zu Einrichtung und Alltag steht in unserem Ratgeber zu WordPress-Anbietern. Wer noch unschlüssig ist, ob ein Baukasten die einfachere Wahl wäre, findet den Vergleich bei den Website-Baukästen.
Dogado Erfahrungen und Bewertungen
Auf Trustpilot steht Dogado bei 4,8 von 5 aus rund 3.800 Bewertungen – 94 % davon vergeben die volle Punktzahl. Das ist im deutschen Hosting-Markt außergewöhnlich, wo Anbieter häufig unter 4,0 liegen. Eine Einordnung gehört allerdings dazu.
Die Plattform weist selbst darauf hin, dass Dogado seine Kunden aktiv zu Bewertungen einlädt und ein kostenpflichtiges Abonnement nutzt. Das erklärt einen Teil des hohen Werts, entwertet ihn aber nicht – die geschilderten Erlebnisse sind konkret und wiederkehrend.
- Der Support ist das Aushängeschild. Auffällig viele Bewertungen nennen Mitarbeitende namentlich und heben hervor, dass man ohne lange Warteschleife mit einer fachkundigen Person spricht. Im Hosting-Markt, wo viele Anbieter nur englischsprachige Chats bieten, ist das ein echter Unterschied.
- Die Antwortzeiten schwanken erheblich. Das ist der wichtigste Gegenpunkt: Ein Fachtest kam bei einem komplexen Ticket auf eine Antwortzeit von fünf Tagen – bei fachlich einwandfreier Antwort. Wer telefoniert, wird schnell bedient; wer schreibt, braucht Geduld.
- Abrechnungsfehler kommen vor. Mehrere Bewertungen beschreiben Mahnungen für gekündigte Leistungen oder fehlerhafte Rechnungen. Gemessen an der Gesamtzahl sind das Einzelfälle, und der Anbieter reagiert nach den Schilderungen zügig – ärgerlich bleibt es trotzdem.
- Beim Tempo liegt der Anbieter zurück. Ein unabhängiger Test bescheinigt Dogado eine schwache Serverantwortzeit – bei gleichzeitig sehr guter Verfügbarkeit. Für eine Firmenseite fällt das kaum ins Gewicht, für einen Shop mit vielen Zugriffen schon.
Alternativen zu Dogado
- IONOS: Ebenfalls deutsche Rechenzentren und Telefon-Support rund um die Uhr, mit günstigeren Einstiegspreisen und mehr Tarifstufen – dafür mit einer Einrichtungsgebühr von 10 €.
- ALL-INKL.COM: Deutscher Anbieter mit monatlich kündbaren Tarifen und ohne Mindestlaufzeit – die passendere Wahl, wenn Sie nicht zwölf Monate binden wollen.
- Hostinger: International aufgestellt, mit deutschem Serverstandort zur Auswahl und deutlich niedrigeren Preisen bei langer Laufzeit. Der Support arbeitet allerdings nicht auf Deutsch.
Fazit: Lohnt sich Dogado?
Dogado macht zwei Dinge besser als die meisten. Die Sicherung alle zwei Stunden ist im Segment des geteilten Hostings konkurrenzlos und rettet Ihnen irgendwann einen Nachmittag – vermutlich genau dann, wenn Sie es am wenigsten erwarten. Und die offen ausgewiesenen Ressourcen nehmen dem Hosting-Kauf das Raten: Sie sehen vorher, wie viel Arbeitsspeicher und Rechenleistung Sie bekommen.
Dafür zahlen Sie mehr als bei vielen deutschen Wettbewerbern, und Sie binden Sie zwölf Monate. Mit 5,99 € im Monat ist der Einstieg kein Schnäppchen, und der Sprung zum mittleren Tarif auf 13,99 € fällt kräftig aus. Zwei weitere Punkte gehören zur Wahrheit: Beim Tempo liegt der Anbieter hinter der Spitze, und wer schriftlich anfragt statt anzurufen, braucht Geduld – ein Fachtest maß fünf Tage bis zur Antwort.
Ein Rat zur Tarifwahl: Wenn Sie über den Einstieg hinaus müssen, nehmen Sie gleich den größten. Zwischen dem mittleren und dem großen Paket liegen zwei Euro im Monat, dafür bekommen Sie doppelten Arbeitsspeicher, doppelten Speicherplatz und zwei zusätzliche Websites. Das ist das beste Verhältnis im ganzen Angebot.
Häufig gestellte Fragen zu Dogado
Die drei WordPress-Tarife kosten 5,99, 13,99 und 15,99 Euro im Monat, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Auf das Jahr gerechnet sind das 71,88, 167,88 beziehungsweise 191,88 Euro. Eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Für Neukunden bewirbt der Anbieter zeitweise deutlich günstigere Einstiegspreise.
Alle zwei Stunden. Der Anbieter nennt das Continuous Backup und bewahrt die Sicherungspunkte vierzehn Tage lang auf. Das ist deutlich engmaschiger als die tägliche Sicherung, die in diesem Segment üblich ist – im schlimmsten Fall verlieren Sie zwei Stunden Arbeit statt eines ganzen Tages.
Für eine einzelne Seite reicht der kleinste. Wer darüber hinaus muss, sollte gleich zum größten greifen: Zwischen dem mittleren und dem großen Tarif liegen nur zwei Euro im Monat, dafür verdoppeln sich Arbeitsspeicher und Speicherplatz, und Sie dürfen fünf statt drei Websites betreiben.
Eine im kleinsten Tarif, drei im mittleren und fünf im größten. Entsprechend gestaffelt sind auch die Datenbanken: eine, drei beziehungsweise fünf. Wer mehrere Projekte plant, sollte das vor der Buchung klären – ein späterer Wechsel innerhalb der zwölfmonatigen Laufzeit ist umständlich.
Der Anbieter weist das offen aus, was in diesem Segment ungewöhnlich ist: 2, 4 oder 8 GB Arbeitsspeicher je nach Tarif, dazu eine Rechenleistungsgrenze von 150, 200 oder 300 Prozent. Auch Lese- und Schreibgeschwindigkeit stehen in der Tabelle. Damit lässt sich vorher einschätzen, ob ein Paket zum Projekt passt.
Ja, zwölf Monate in allen Tarifen, bei monatlicher Abrechnung. Wer sich kürzer binden möchte, findet bei deutschen Wettbewerbern wie ALL-INKL.COM monatlich kündbare Angebote. Eine Einrichtungsgebühr verlangt Dogado dafür nicht.
Ja, in allen drei Tarifen. Die Web Application Firewall filtert Angriffe, bevor sie WordPress erreichen – bei vielen Wettbewerbern ist das ein kostenpflichtiges Zusatzpaket. Dazu kommen Verzeichnisschutz sowie Spam- und Virenfilter für die Postfächer.
In Deutschland. Als deutsches Unternehmen mit Sitz in Dortmund unterliegt der Anbieter unmittelbar der DSGVO. Für Betriebe, die Kontaktdaten, Bewerbungen oder Bestellungen über ihre Website verarbeiten, verkürzt das jede Datenschutzdiskussion erheblich.
Ja, der Anbieter führt SSH und SFTP für seine WordPress-Tarife auf, dazu die Kommandozeile für WordPress und bis zu 50 zeitgesteuerte Aufgaben. Auch eigene PHP-Einstellungen sind möglich. Root-Zugriff auf Systemebene gibt es dagegen nicht – dafür brauchen Sie einen eigenen Server.
Der Anbieter sagt 99,90 Prozent zu und führt das als Vertragsbestandteil auf, nicht als Werbeaussage. Rechnerisch entspricht das einer möglichen Ausfallzeit von rund neun Stunden im Jahr. Für Firmenseiten und kleine Shops ist dieser Wert im Hosting-Markt üblich.
Ja, und das ist der meistgelobte Punkt: Auf Trustpilot steht Dogado bei 4,8 von 5. Erreichbar ist der Support per Telefon, E-Mail und Ticketsystem. Das Ticketsystem nennt der Anbieter als rund um die Uhr verfügbar, die Telefonhotline ist nach vorliegenden Angaben werktags und samstags besetzt. Bei schriftlichen Anfragen berichten Tester allerdings von langen Wartezeiten.
Dann greift der reguläre Preis. Weil die Laufzeit zwölf Monate beträgt, eine Aktion aber oft nur sechs umfasst, zahlen Sie die zweite Jahreshälfte in jedem Fall voll. Das ist der häufigste Kritikpunkt in öffentlichen Bewertungen – notiere Ihnen das Ende der Aktion bei der Bestellung.
