Buchen können Sie hier nicht. Was Shopware kostet, erfahren Sie erst in einem Gespräch – der Preis richtet sich danach, wie viel Sie verkaufen.
Für den Vergleich brauchen Sie deshalb einen anderen Maßstab als den Monatsbetrag. Der lautet: Was geben Sie heute an Ihr Shopsystem ab? Wer eine Beteiligung am Umsatz zahlt, findet den Punkt, ab dem sich der Wechsel rechnet, weiter unten in diesem Bericht – bei manchen Händlern liegt er niedriger, als sie denken.
Wir haben Preismodell, Leistungsumfang, Vertragsbedingungen und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, ab wann sich das rechnet und wann Sie besser bei einem anderen System bleiben. Ein Hinweis vorab: Die Beträge verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.
Was ist Shopware und für wen ist es geeignet?
Shopware ist ein Shopsystem aus dem Münsterland, seit 2000 am Markt. Es gibt zwei Wege: die quelloffene Fassung, die nichts kostet und auf einem eigenen Server läuft, und betreute Pläne, bei denen der Anbieter den Betrieb übernimmt.
Die Zielgruppe sind Händler mit Umsatz und Anforderungen, die über einen Standardshop hinausgehen – etwa unterschiedliche Preise je Kundengruppe oder Geschäftskunden mit eigenen Konditionen. Wer seinen ersten Shop aufbaut, ist bei Gambio oder Shopify deutlich schneller am Ziel.
3,8/5★★★★☆Mächtiges System aus Deutschland, jederzeit kündbar und ohne Beteiligung am Umsatz – dafür ein Preis, der erst im Gespräch feststeht.- Händler mit Geschäftskunden und eigenen Konditionen
- Shops mit unterschiedlichen Preisen je Kundengruppe
- Wer ein Entwicklerteam oder eine Agentur hat und einen eigenen Server betreibt
- Alle, denen eine Beteiligung am Umsatz zuwider ist
Leistung und Verwaltung
Die quelloffene Fassung installieren Sie auf einem eigenen Server – das setzt Kenntnisse voraus und dauert je nach Erfahrung ein bis zwei Stunden. Bei den betreuten Plänen entfällt dieser Schritt.
Steht der Shop, zeigt sich die Stärke des Systems: Sie können Preise je Kundengruppe staffeln, Geschäftskunden eigene Konditionen geben und Abläufe automatisieren – etwa einen Gutschein an Stammkunden ab einem bestimmten Bestellwert. Solche Regeln bauen Sie ohne Programmierung zusammen. Bei einfacheren Systemen brauchen Sie dafür Zusatzprogramme, die monatlich kosten.
Eine Einschränkung sollten Sie kennen: Rechtstexte liefert das System nicht mit. Impressum, Geschäftsbedingungen und Widerrufsbelehrung müssen Sie über einen Dienst oder eine Kanzlei besorgen. Bei Gambio sind sie enthalten – ein Posten, der in den Vergleich gehört.
Jederzeit kündbar
Der Anbieter hält fest, dass Sie Ihr Abonnement jederzeit beenden können. Das ist bei Systemen dieser Größenordnung nicht selbstverständlich und nimmt der Entscheidung viel Gewicht: Sie binden sich nicht für Jahre, sondern können umsteigen, wenn das System nicht passt.
Shopware im Test: Vor- und Nachteile
- Keine Umsatzbeteiligung: In keinem Plan – bei hohen Umsätzen ein großer Unterschied.
- Jederzeit kündbar: Keine Mindestlaufzeit laut Anbieter.
- Quelloffene Fassung gratis: Zum Ausprobieren und für eigene Entwicklung.
- Starke Geschäftskundenfunktionen: Preise je Kundengruppe, eigene Konditionen.
- Abläufe automatisierbar: Ohne Programmierung zusammenklickbar.
- Deutscher Anbieter: Betreuung und Entwicklung im Inland.
- Preis erst nach Gespräch: Er richtet sich nach Ihrem Umsatz.
- Hohe Untergrenze: 600 € im Monat für den kleinsten betreuten Plan.
- Nichts für Einsteiger: Auch die gratis Fassung braucht Fachwissen.
- Rechtstexte fehlen: Müssen separat besorgt werden.
- Erweiterungen kosten extra: Viele Funktionen laufen über zubuchbare Programme.
- Nettopreise: Auf alle Beträge kommt die Mehrwertsteuer.
Was kostet Shopware?
Vier Stufen stehen zur Wahl. Entscheidend ist der Hinweis des Anbieters, dass sich die Preisbildung nach dem Warenwert Ihrer Verkäufe richtet – die genannten Beträge sind Untergrenzen. Alle Preise ohne Mehrwertsteuer.
| Plan | Ab | Im Jahr ab | Zugesagte Antwortzeit | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Community | 0 € | 0 € | Forum, keine Zusage | Entwickler, Testbetrieb |
| Rise | 600 € | 7.200 € | 8 Stunden | Wachsende Händler |
| Evolve | 2.400 € | 28.800 € | 4 Stunden | Größere Marken |
| Beyond | individuell | — | rund um die Uhr | Konzerne |
- Jederzeit kündbar: Der Anbieter nennt keine Mindestlaufzeit.
- Keine Umsatzbeteiligung: In keinem der Pläne.
- Preis nach Umsatz: Angebot für Ihre Größenordnung einholen.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Deutscher Anbieter: Entwicklung und Betreuung im Inland. Für einen Shop, der Kundendaten verarbeitet, erleichtert das die Datenschutzfragen gegenüber Anbietern außerhalb der EU.
- Rechtstexte selbst besorgen: Impressum, Geschäftsbedingungen und Widerrufsbelehrung liefert das System nicht mit. Für einen Shop in Deutschland sind alle drei Pflicht – planen Sie einen Dienst oder eine Kanzlei ein.
- Zugesagte Antwortzeiten: Acht Stunden im Einstiegsplan, vier in der nächsten Stufe, rund um die Uhr samt Telefon im höchsten. Das ist eine vertragliche Zusage, keine Werbeaussage – für einen Shop, dessen Ausfall Umsatz kostet, ist das der wichtigere Wert.
- Eigener Betrieb heißt eigene Verantwortung: Wer die quelloffene Fassung selbst betreibt, muss Aktualisierungen einspielen und Sicherungen anlegen. Das bleibt im Alltag oft liegen – und ein Shop mit veralteter Software ist ein Risiko für Kundendaten.
- Zahlungsarten über Anbindungen: Die gängigen Zahlungsdienste lassen sich einbinden. Deren Gebühren fallen weiterhin an – die hat kein Shopsystem im Griff.
Shopware Erfahrungen und Bewertungen
Die Rückmeldungen hängen fast vollständig von der Betriebsgröße ab. Vier Punkte wiederholen sich.
- Gelobt wird die Funktionstiefe. Händler mit Geschäftskunden berichten, dass sie mehrere zugekaufte Programme einsparen konnten.
- Gelobt wird die fehlende Umsatzbeteiligung. Wer viel verkauft, nennt das als Hauptgrund für den Wechsel.
- Kritisiert wird der Preis für kleine Händler. Unterhalb einer gewissen Größe rechnet sich das System schlicht nicht.
- Kritisiert werden die Zusatzkosten. Erweiterungen aus dem Angebot summieren sich – das überrascht viele erst im laufenden Betrieb.
Alternativen zu Shopware
- Gambio: Deutsches System für kleinere Händler, mit Rechtstexten und deutlich niedrigerem Einstieg.
- Shopify: Schneller Start ohne Technikkenntnisse – dafür mit Beteiligung am Umsatz.
- JTL Shop: Ebenfalls deutsch, mit Abrechnung nach Auftragszahl statt nach Umsatz.
Fazit: Lohnt sich Shopware?
Für Händler mit Umsatz ist das ein überzeugendes System. Keine Beteiligung an Ihren Verkäufen, jederzeit kündbar, zugesagte Antwortzeiten und eine Funktionstiefe, die bei Geschäftskunden mehrere zugekaufte Programme ersetzt.
Zwei Dinge sollten Sie wissen. Der Preis richtet sich nach Ihrem Umsatz und steht erst nach einem Gespräch fest – die 600 € sind eine Untergrenze. Und Rechtstexte liefert das System nicht mit, die kommen als eigener Posten dazu.
Unser praktischer Rat: Rechnen Sie zuerst Ihre heutige Umsatzbeteiligung aus. Wenn Sie 30.000 € im Monat verkaufen und 2 % abgeben, sind das 600 € – genau der Einstiegsbetrag hier. Darüber lohnt sich der Wechsel rechnerisch, darunter nicht. Und lassen Sie sich im Gespräch sagen, wie der Preis steigt, wenn Sie das Doppelte verkaufen; diese Zahl brauchen Sie für Ihre Planung.
Häufig gestellte Fragen zu Shopware
Die genannten Beträge sind Untergrenzen: Der Anbieter erklärt, dass sich die Preisbildung nach dem Warenwert Ihrer Verkäufe richtet. Der Einstieg in die betreuten Pläne liegt bei 600 € im Monat netto, die nächste Stufe bei 2.400 €. Was Sie zahlen, erfahren Sie erst in einem Gespräch.
Nein, in keinem Plan. Das ist der eigentliche Rechenvorteil: Bei einem System mit 2 % Beteiligung zahlen Sie bei 30.000 € Monatsumsatz allein 600 € an Gebühren – hier ist derselbe Betrag bereits der gesamte Einstiegsplan. Gebühren Ihres Zahlungsdienstleisters fallen weiterhin an.
Rechnen Sie Ihre heutige Umsatzbeteiligung aus. Bei 30.000 € Monatsumsatz und 2 % Abgabe sind das 600 € – genau der Einstiegsbetrag hier. Darüber lohnt sich der Wechsel rechnerisch, darunter zahlen Sie für Funktionen, die Sie vermutlich nicht brauchen.
Nein, der Anbieter hält fest, dass Sie Ihr Abonnement jederzeit beenden können. Das ist bei Systemen dieser Größenordnung nicht selbstverständlich und nimmt der Entscheidung viel Gewicht – Sie können umsteigen, wenn das System nicht passt.
Für Entwickler und zum Ausprobieren ja. Sie läuft auf einem eigenen Server, den Sie selbst einrichten, aktuell halten und sichern müssen. Ohne Fachwissen ist das nicht produktiv einsetzbar – und ein Shop mit veralteter Software ist ein Risiko für Kundendaten.
Nein. Impressum, Geschäftsbedingungen und Widerrufsbelehrung müssen Sie über einen Dienst oder eine Kanzlei besorgen. Für einen Shop in Deutschland sind alle drei Pflicht. Bei Gambio sind sie enthalten – dieser Posten gehört in jeden Vergleich.
Acht Stunden im Einstiegsplan, vier Stunden in der nächsten Stufe, rund um die Uhr samt Telefon im höchsten. Das sind vertragliche Zusagen, keine Werbeaussagen – für einen Shop, dessen Ausfall Umsatz kostet, ist das der wichtigere Wert gegenüber Versprechen zur Geschwindigkeit.
Ja, dafür ist es besonders gemacht. Sie können Preise je Kundengruppe staffeln, einzelnen Geschäftskunden eigene Konditionen geben und Abläufe automatisieren. Genau das ist der Grund, warum Händler mit Geschäftskunden hier mehrere zugekaufte Programme einsparen.
Drei Posten: Erweiterungen für Funktionen außerhalb des Kerns, Rechtstexte über einen Dienst oder eine Kanzlei, und Arbeitszeit für Einrichtung und Anpassungen. Rechnen Sie diese mit ein, bevor Sie den Planpreis mit anderen Systemen vergleichen.
Ja, denn er richtet sich nach dem Warenwert Ihrer Verkäufe. Lassen Sie sich im Gespräch deshalb nicht nur den heutigen Betrag nennen, sondern auch, wie er sich entwickelt, wenn Sie das Doppelte verkaufen. Diese Zahl brauchen Sie für Ihre Planung und sie steht auf keiner Preisseite.
Netto. Auf alle Beträge kommt die Mehrwertsteuer hinzu. Da das Angebot sich an Gewerbetreibende richtet, ist das für die meisten Nutzer ein durchlaufender Posten – rechnen Sie ihn trotzdem ein, wenn Sie mit Bruttoanbietern vergleichen.
Für Händler mit Geschäftskunden, unterschiedlichen Preisen je Kundengruppe und einem Umsatz, ab dem eine Beteiligung teurer wäre als der Planpreis. Wer seinen ersten Shop baut, kleine Stückzahlen verkauft oder ohne Technikkenntnisse startet, ist bei Gambio oder Shopify besser aufgehoben.
