Ihre Seite läuft, und Sie möchten eine zweite dazunehmen. Im Einstiegstarif von Verpex geht das nicht – dort ist nach einer Website Schluss.
Viele Vergleiche schreiben trotzdem von 50 Gigabyte und mehreren Projekten. Die Leistungsübersicht des Anbieters nennt 30 Gigabyte und ein einziges Projekt. Wer das vorher weiß, wählt gleich die richtige Stufe. Ansonsten spricht technisch einiges für Verpex: Der Anbieter ist 2019 gestartet, betreibt Rechenzentren auf mehreren Kontinenten und setzt auf LiteSpeed-Webserver mit NVMe-Speicher – im Einsteigersegment keine Selbstverständlichkeit.
Wir haben Tarife, Leistungsdaten, Vertragsbedingungen und den Serverstandort ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, was im günstigsten Paket wirklich steckt, wo die Grenzen liegen und für wen sich der Anbieter rechnet. Ein Hinweis vorab: Verpex führt keine Europreise, sondern rechnet in US-Dollar ab.
Was ist Verpex und für wen ist es geeignet?
Verpex ist ein Hosting-Anbieter, der 2019 gestartet ist und geteiltes Hosting, eigene Server und betreutes WordPress-Hosting anbietet. Verwaltet wird über cPanel, den verbreiteten Industriestandard – wer schon einmal bei einem anderen Hoster war, findet sich sofort zurecht.
Technisch setzt der Anbieter auf LiteSpeed-Webserver statt des verbreiteten Apache, kombiniert mit NVMe-Speicher. LiteSpeed verarbeitet PHP effizienter, was sich bei WordPress bemerkbar macht. Im Einsteigersegment ist diese Kombination nicht selbstverständlich – viele günstige Anbieter arbeiten noch mit älterer Technik.
3,8/5★★★★☆Moderne Technik zum Einsteigerpreis, mit kostenlosem Umzug – erkauft mit einem Verlängerungspreis beim Zehnfachen und rein englischem Support.- Eine erste WordPress-Website ohne technisches Vorwissen
- Projekte mit internationaler Zielgruppe – Standorte auf mehreren Kontinenten
- Umsteiger, die den kostenlosen Umzug nutzen wollen
- Wer mit englischsprachigem Support zurechtkommt
- Wer Hilfe auf Deutsch braucht – Support und Oberfläche sind englisch
- Betriebe mit Vorgabe eines Serverstandorts in Deutschland
- Projekte mit vielen Bildern – 30 GB sind im Einstieg knapp
- Wer über Jahre planbare Kosten will
Leistung und Verwaltung
Die Einrichtung geht schnell: Konto anlegen, Tarif wählen, WordPress mit einem Klick aus cPanel heraus installieren. Dateiverwaltung, Datenbanken und E-Mail-Konten liegen dort, wo man sie erwartet. cPanel ist funktionsreich, aber nicht auf Schönheit getrimmt – Einsteiger brauchen eine kurze Eingewöhnung, Umsteiger keine.
Ein Pluspunkt, der den Wechsel erleichtert: Verpex bietet einen kostenlosen Website-Umzug an, bei dem der Support den Transfer übernimmt. Bei vielen günstigen Anbietern ist das entweder kostenpflichtig oder eine Anleitung zum Selbermachen. Wenn Sie von einem anderen Hoster kommen, senkt das die Einstiegshürde spürbar – fragen Sie im Chat danach, sobald der Tarif gebucht ist.
Die Grenzen liegen dort, wo geteiltes Hosting immer an Grenzen stößt: Bei sehr vielen gleichzeitigen Zugriffen teilen Sie sich die Leistung mit anderen Kunden. Der Anbieter weist für die höheren Stufen mehr zugesicherte Rechenkerne und Arbeitsspeicher aus; für traffic-starke Projekte führt der Weg trotzdem zu einem eigenen Server.
Verpex im Test: Vor- und Nachteile
- LiteSpeed und NVMe: Modernere Technik als bei vielen Anbietern derselben Preisklasse.
- Kostenloser Umzug: Der Support überträgt bestehende Websites, ohne Aufpreis.
- Tägliche Sicherungen inklusive: In allen Paketen, wiederherstellbar über cPanel.
- Standorte auf mehreren Kontinenten: Kurze Wege für internationale Besucher.
- Schadcode-Schutz an Bord: Ein Überwachungsdienst läuft in allen Paketen mit.
- Geld-zurück-Garantie für den Einstieg ohne Risiko.
- Verlängerung zum Zehnfachen: Bronze steigt von 0,60 auf 6 Dollar monatlich.
- Nur Englisch: Support, Hilfeseiten und Oberfläche gibt es nicht auf Deutsch.
- Kein deutsches Rechenzentrum: Der nächste Standort liegt in Amsterdam.
- Abrechnung in US-Dollar: Kartenkurs und Auslandsentgelt kommen hinzu.
- Nur eine Website im Einstieg: 30 GB, ein Projekt – für mehr braucht es Silver.
Was kostet Verpex?
Das Preismodell ist zweigeteilt: Im ersten Vertragszeitraum gelten starke Aktionsrabatte, danach die regulären Sätze. Buchbar sind monatliche Zahlung sowie Laufzeiten über 12 und 36 Monate – der beworbene Einstiegspreis setzt die lange Bindung voraus. Alle Beträge in US-Dollar.
| Tarif | Regulär | Websites | Speicher |
|---|---|---|---|
| Bronze | 6 $/Monat | 1 | 30 GB NVMe |
| Silver | 10 $/Monat | bis 100 | mehr als Bronze |
| Gold | 15 $/Monat | unbegrenzt | höchste Stufe |
Für ein einzelnes Projekt reicht Bronze – wenn Sie den Folgepreis akzeptieren oder rechtzeitig neu verhandeln. Silver ist die vernünftige Wahl, sobald Sie mehr als eine Website betreiben; hier ist der reguläre Preis von 10 Dollar von Anfang an ehrlicher kalkulierbar. Gold lohnt bei vielen Projekten oder höherem Besucheraufkommen. Das betreute WordPress-Paket nimmt Ihnen Updates und Absicherung ab, liegt preislich aber deutlich darüber.
- Kreditkarte: Visa und Mastercard.
- PayPal: In allen Tarifen verfügbar.
- Kryptowährungen: Werden ebenfalls akzeptiert.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- SSL inklusive: In allen Tarifen kostenlos, automatisch ausgestellt und erneuert – kein manuelles Einbinden nötig.
- Tägliche Sicherungen: In allen Paketen enthalten und über cPanel wiederherstellbar. Prüfen Sie im gewählten Tarif, wie lange die Sicherungen vorgehalten werden.
- Schadcode-Überwachung: Ein Schutzdienst läuft in allen Paketen mit und prüft Dateien laufend. Im Einsteigersegment ist das nicht überall Standard.
- Serverstandort: Für deutsche Kunden ist Amsterdam der nächstgelegene Standort – innerhalb der EU, aber nicht in Deutschland. Wenn ein Geschäftskunde einen inländischen Speicherort verlangt, sind IONOS oder STRATO die passendere Wahl. Lassen Sie sich den Auftragsverarbeitungsvertrag vor dem Start bestätigen.
- Support nur auf Englisch: Chat und Ticketsystem sind rund um die Uhr besetzt, aber ausschließlich englischsprachig. Für deutsche Kunden ist das der größte Nachteil gegenüber inländischen Anbietern.
Verpex Erfahrungen und Bewertungen
Für einen vergleichsweise jungen Anbieter fällt das Echo auf den einschlägigen Bewertungsportalen überwiegend positiv aus. Die Muster wiederholen sich dabei so deutlich, dass sie eine brauchbare Orientierung geben.
- Gelobt wird der Support. Die Erreichbarkeit rund um die Uhr über den Chat taucht in Rückmeldungen am häufigsten auf – allerdings stets auf Englisch.
- Gelobt wird der Umzug. Dass der Transfer tatsächlich übernommen und nicht nur erklärt wird, heben Wechsler regelmäßig hervor.
- Kritisiert wird der Verlängerungspreis. Der Sprung vom Aktions- auf den Normalpreis ist der mit Abstand häufigste Beschwerdegrund. Er steht in den Bedingungen, aber nicht prominent.
- Kritisiert wird die Dokumentation. Mehrfach wird beschrieben, dass Hilfeseiten nicht überall auf dem aktuellen Stand sind – und eben nur auf Englisch vorliegen.
Alternativen zu Verpex
- Hostinger: Ähnlich günstiger Einstieg, dafür mit deutschsprachiger Oberfläche und wählbarem Serverstandort Deutschland – die bessere Wahl, wenn Sie nicht auf Englisch arbeiten wollen.
- Cloud86: Europäischer Anbieter mit Abrechnung in Euro – passend, wenn Sie das Währungsrisiko vermeiden wollen.
- STRATO: Rechenzentren in Berlin, Bruttopreise und 50 GB Webspace im Einstieg – für alle, denen ein Standort in Deutschland wichtig ist.
Fazit: Lohnt sich Verpex?
Technisch liefert Verpex mehr, als der Einstiegspreis vermuten lässt. LiteSpeed-Webserver und NVMe-Speicher sind in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich, tägliche Sicherungen und eine Schadcode-Überwachung gehören in allen Paketen dazu, und der kostenlose Umzug senkt die Hürde für Wechsler deutlich.
Drei Dinge sprechen dagegen, wenn Sie in Deutschland sitzen. Der Support antwortet nur auf Englisch, ein deutsches Rechenzentrum gibt es nicht, und abgerechnet wird in US-Dollar. Dazu kommt der Preissprung: Aus 0,60 Dollar werden 6 – über zwei Vertragsperioden gerechnet gut 3 Dollar im Schnitt.
Unser praktischer Rat: Prüfen Sie zuerst, wie viele Websites Sie brauchen. Bronze erlaubt genau eine und bietet 30 GB – das ist enger, als viele Vergleiche schreiben. Wenn absehbar ein zweites Projekt dazukommt, kalkulieren Sie gleich mit Silver und dessen regulären 10 Dollar. Und nutzen Sie die Geld-zurück-Garantie, um den Chat mit einer echten Frage zu testen, bevor Sie sich binden.
Häufig gestellte Fragen zu Verpex
Der Bronze-Tarif startet im Aktionszeitraum bei 0,60 US-Dollar monatlich, regulär sind es 6 Dollar. Silver kostet 10 Dollar, Gold 15 Dollar, betreutes WordPress-Hosting beginnt bei 19,50 Dollar. Der Aktionspreis gilt nur für den ersten Vertragszeitraum und setzt eine lange Laufzeit voraus.
Beim Bronze-Tarif 6 Dollar monatlich statt 0,60 – also das Zehnfache. Über zwei Vertragsperioden gerechnet landen Sie im Schnitt bei gut 3 Dollar im Monat. Das ist immer noch günstig, aber eine andere Größenordnung als der beworbene Betrag. Rechnen Sie deshalb mit dem Folgepreis.
Genau eine. Die Leistungsübersicht führt für Bronze eine Website und 30 GB NVMe-Speicher – nicht 50 GB, wie manche Vergleiche schreiben. Silver erlaubt bis zu 100 Websites, unbegrenzt ist erst Gold. Wer zwei Projekte plant, braucht also mindestens die mittlere Stufe.
Nein, der Anbieter führt keine Europreise, sondern rechnet in US-Dollar. Was abgebucht wird, hängt vom Kartenkurs ab, und viele Karten erheben zusätzlich ein Auslandsentgelt. Wer eine Rechnung in Euro möchte, ist bei einem europäischen Anbieter wie Cloud86 oder einem deutschen wie STRATO besser aufgehoben.
Der Anbieter betreibt Standorte auf mehreren Kontinenten. Für deutsche Kunden ist Amsterdam der nächstgelegene – innerhalb der EU, aber nicht in Deutschland. Wenn ein Geschäftskunde einen inländischen Speicherort verlangt, sind IONOS oder STRATO die passendere Wahl.
Ja. WordPress lässt sich mit einem Klick aus cPanel heraus installieren, und die Kombination aus LiteSpeed-Webserver und NVMe-Speicher verarbeitet PHP effizienter als ältere Technik. Wer Updates, Zwischenspeicher und Absicherung abgeben will, findet im betreuten WordPress-Paket eine Rundumlösung – zu deutlich höherem Preis.
Ja, und das ist einer der stärksten Punkte. Der Anbieter stellt einen kostenlosen Website-Umzug bereit, bei dem der Support den Transfer übernimmt – nicht nur eine Anleitung zum Selbermachen. Fragen Sie im Chat danach, sobald der Tarif gebucht ist, und halten Sie die Zugangsdaten zum alten Hoster bereit.
Ja, tägliche Sicherungen gehören zu allen Paketen und lassen sich über cPanel wiederherstellen. Prüfen Sie im gewählten Tarif, wie lange sie vorgehalten werden – diese Angabe unterscheidet sich zwischen Anbietern erheblich und entscheidet darüber, wie weit Sie zurückgehen können.
Nein. Chat, Ticketsystem, Hilfeseiten und Verwaltungsoberfläche sind ausschließlich englisch. Die Erreichbarkeit rund um die Uhr ist gut, nützt aber wenig, wenn Sie ein technisches Problem auf Englisch schildern müssen. Für deutsche Kunden ist das der größte Nachteil gegenüber inländischen Anbietern.
LiteSpeed ist ein Webserver, der anstelle des weit verbreiteten Apache eingesetzt wird und PHP effizienter verarbeitet. Bei WordPress macht sich das bemerkbar, weil dort viel PHP-Code ausgeführt wird. In Kombination mit NVMe-Speicher ergibt das eine modernere Grundlage, als viele günstige Anbieter bieten.
Buchbar sind monatliche Zahlung sowie Laufzeiten über zwölf und 36 Monate. Der beworbene Aktionspreis setzt die lange Bindung voraus – bei monatlicher Zahlung liegt der Betrag deutlich höher. Eine Geld-zurück-Garantie mindert das Risiko, wenn Sie früh merken, dass es nicht passt.
Für Projekte mit internationaler Zielgruppe, deren Betreiber mit englischem Support zurechtkommen und den Folgepreis eingeplant haben. Wer Hilfe auf Deutsch braucht, einen Serverstandort in Deutschland benötigt oder eine Rechnung in Euro will, fährt mit IONOS, STRATO oder Hostinger besser.
