Sie beschreiben Ihr Geschäft, zwei Minuten später steht ein erster Entwurf. Dann ist ein Teil Ihres Tagesguthabens weg – im Gratistarif haben Sie fünf Anfragen am Tag.
Und höchstens 30 im ganzen Monat, auch wenn Sie sich täglich anmelden. Wer eine Seite Schritt für Schritt verfeinern will, merkt die Grenze schnell. Dafür ist im kostenlosen Tarif mehr enthalten, als man erwartet: Sie können veröffentlichen, sogar einen Verkaufsbereich anlegen, und der Editor lässt sich mit der Maus bedienen.
Wir haben Tarife, Guthaben, Funktionsumfang und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, was in welcher Stufe steckt, welcher Aktionspreis tatsächlich gilt und für wen sich B12 rechnet. Ein Hinweis vorab: B12 führt keine Europreise, sondern rechnet in US-Dollar ab.
Was ist B12 und für wen ist es geeignet?
B12 arbeitet anders als ein gewöhnlicher Website-Baukasten. Sie geben Branche, Firmennamen und ein paar Angaben zu Ihrem Angebot ein, und die Software erzeugt daraus einen vollständigen Entwurf – mit Texten, Abschnitten, Farbschema und passenden Bildern. Erst danach bearbeiten Sie das Ergebnis.
Die Zielgruppe ist klar umrissen: Dienstleister ohne Zeit für Webgestaltung – Beratende, Coaches, Kanzleien, Praxen. Was B12 von Wix oder Jimdo unterscheidet, sind die Werkzeuge rund um die Kundenbetreuung: Aufnahmeformulare, Kontaktverwaltung, E-Mail-Versand sowie Verträge mit elektronischer Unterschrift.
3,7/5★★★★☆Schnellster Weg von der Beschreibung zur fertigen Seite, mit Werkzeugen für die Kundenbetreuung – begrenzt durch ein Guthabenmodell und ohne deutschsprachige Hilfe.- Dienstleister, die in einer Stunde etwas Vorzeigbares brauchen
- Wer Terminaufnahme, Kontaktverwaltung und Verträge an einer Stelle will
- Einsteiger ohne technische Vorkenntnisse
- Alle, die mit englischer Oberfläche zurechtkommen
- Gestalterisch eigenwillige Auftritte – die Abschnitte sind fest
- Betriebe mit Vorgaben zum Serverstandort
- Wer Hilfe auf Deutsch braucht
- Große Onlineshops mit Produktvarianten
Funktionen und Bedienung
Der Einstieg ist der kürzeste in diesem Vergleich: Nach wenigen Angaben zu Branche, Name und Angebot liefert die Software laut Anbieter in etwa zwei Minuten einen vollständigen ersten Entwurf. Der ist nicht fertig, aber deutlich besser als eine leere Seite – gerade wenn Sie nicht wissen, womit Sie anfangen sollen.
Bearbeitet wird anschließend in einem visuellen Editor, der sich zusätzlich per Chatanweisung steuern lässt. Texte ändern Sie direkt an Ort und Stelle, Abschnitte fügen Sie hinzu oder verschieben sie. Was fehlt, ist freies Platzieren: B12 arbeitet mit festen Abschnittsblöcken. Das beschleunigt den Aufbau und begrenzt zugleich die Gestaltung.
Die eigentliche Besonderheit sind die Werkzeuge für die Kundenarbeit. In der höchsten Stufe gehören Aufnahmeformulare, eine Kontaktverwaltung, E-Mail-Versand, eine eigene E-Mail-Adresse sowie Verträge samt elektronischer Unterschrift und Dateiübermittlung dazu. Für eine Kanzlei oder Praxis, die bisher drei Dienste einzeln bezahlt, ist das die interessante Rechnung.
Bei der Auffindbarkeit bleibt es bei den Grundlagen: Seitentitel, Beschreibungen und saubere Adressen. Eine Besucherauswertung gehört ab der mittleren Stufe dazu. Tiefere Eingriffe für Suchmaschinen fehlen – für eine lokale Dienstleistung reicht das, für inhaltsgetriebene Projekte nicht.
Die Texte brauchen Nacharbeit
Für jeden Abschnitt lässt sich Text erzeugen. Auf Englisch fallen die Ergebnisse deutlich besser aus als auf Deutsch – ein Muster, das sich bei US-Anbietern wiederholt. Rechnen Sie damit, jeden Satz zu überarbeiten. Als Gerüst sind die Vorschläge trotzdem nützlich. Beachten Sie dabei: Jede Anfrage kostet Guthaben, und im Gratistarif ist nach fünf am Tag Schluss.
B12 im Test: Vor- und Nachteile
- Erster Entwurf in Minuten: Aus wenigen Angaben entsteht eine vollständige Seite.
- Gratistarif veröffentlicht: Eigene Adresse, Blog und Verkaufsbereich ohne Bezahlung.
- Werkzeuge für Kundenarbeit: Aufnahme, Kontaktverwaltung, Verträge mit Unterschrift.
- Domain im ersten Jahr frei: Ab der mittleren Stufe enthalten.
- Visueller Editor mit Chat: Änderungen per Maus oder Anweisung, auch kostenlos.
- Monatlich kündbar: Keine Mindestlaufzeit.
- Knappes Guthaben: Fünf Anfragen täglich, 30 im Monat im Gratistarif.
- Angebot gilt nur 7 Tage: Der Ein-Dollar-Preis ist eine Woche gültig, nicht drei Monate.
- Feste Abschnitte: Eigene Layouts sind nicht umsetzbar.
- Serverstandort USA: Kein europäischer Standort wählbar.
- Deutsche Texte schwächer: Die Vorschläge brauchen erhebliche Nacharbeit.
- Nur Englisch: Oberfläche und Hilfe bieten keine deutsche Fassung.
Was kostet B12?
Drei Stufen stehen zur Wahl. Ältere Vergleiche nennen für die mittlere noch 49 Dollar – der Anbieter führt dort inzwischen 24 Dollar. Alle Preise in US-Dollar.
| Tarif | Preis | KI-Guthaben | Projekte | Eigene Domain |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 5 täglich, max. 30/Monat | 1 | nein |
| Website | 24 $/M | 100 im Monat | bis 10 | 1. Jahr frei |
| + Client Engagement | 78 $/M | 300 im Monat | bis 30 | 1. Jahr frei |
Für eine reine Website ist Website für 24 Dollar die passende Stufe – mit eigener Domain, ohne Anbieterwerbung, mit Verkaufsbereich und Besucherauswertung. Die höchste Stufe lohnt nur, wenn Sie die Werkzeuge für die Kundenarbeit wirklich nutzen: Rechnen Sie 78 Dollar gegen das, was Sie heute für Terminvergabe, Newsletter und elektronische Unterschriften einzeln zahlen. Für viele Kanzleien und Praxen geht diese Rechnung auf, für eine einfache Visitenkarte nicht.
- Kreditkarte: Die üblichen Anbieter werden akzeptiert.
- Monatlich kündbar: Keine Mindestlaufzeit; eine Jahresabrechnung wird angeboten.
- Währung: Ausschließlich US-Dollar, keine Abrechnung in Euro.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Verschlüsselung überall: Jede Seite wird verschlüsselt ausgeliefert, auch im Gratistarif und bei eigener Domain.
- Serverstandort USA: B12 ist ein US-Unternehmen, ein europäischer Standort steht nicht zur Wahl. Das wiegt hier schwerer als bei einem reinen Baukasten, weil Sie über Aufnahmeformulare und Kontaktverwaltung personenbezogene Daten Ihrer Kunden verarbeiten. Klären Sie das, bevor Sie Mandantendaten einpflegen – IONOS oder Jimdo sind dann die sicherere Wahl.
- Sicherungen laufen automatisch: Einzelne frühere Stände lassen sich allerdings nicht gezielt ansteuern. Für eine überschaubare Seite genügt das.
- Support ab der mittleren Stufe: Hilfe per E-Mail und Chat gehört zum Website-Tarif; nach der Veröffentlichung ist auch ein vereinbartes Gespräch möglich. Alles auf Englisch, eine deutschsprachige Hilfe gibt es nicht.
- Kündigung ohne Hürden: Über die Kontoeinstellungen, jederzeit zum Monatsende.
B12 Erfahrungen und Bewertungen
Nach eigenen Angaben sind über vier Millionen Seiten mit B12 entstanden. In Rückmeldungen wiederholen sich drei Punkte, die sich mit dem Aufbau der Plattform decken.
- Gelobt wird der Einstieg. Wer ohne Vorkenntnisse startet, hat nach kurzer Zeit etwas Vorzeigbares – die größte Hürde ist damit genommen.
- Kritisiert wird die Gestaltungsfreiheit. Wer eigene Vorstellungen hat, stößt auf die festen Abschnitte und wechselt dann zu einem flexibleren Werkzeug.
- Kritisiert wird der Preis bei Teilnutzung. Wer nur eine Website braucht und die Werkzeuge für die Kundenarbeit nicht nutzt, zahlt für vieles mit.
- Kritisiert wird die Sprache. Oberfläche und Hilfe sind englisch, und die erzeugten deutschen Texte fallen erkennbar schwächer aus.
Alternativen zu B12
- Jimdo: Deutscher Anbieter mit Hilfe in der eigenen Sprache und Bruttopreisen – die naheliegende Wahl, wenn B12 nur an Sprache und Serverstandort scheitert.
- Wix: Deutlich mehr Gestaltungsfreiheit, großer Erweiterungsmarkt und Bedienung auf Deutsch.
- Squarespace: Hochwertigere Vorlagen und ein ausgereiftes Blogsystem – für alle, denen die Optik wichtiger ist als die Kundenverwaltung.
Fazit: Lohnt sich B12?
B12 nimmt die größte Hürde beim Website-Bau: die leere Seite. Aus wenigen Angaben entsteht binnen Minuten ein Entwurf, den Sie bearbeiten statt zu erfinden. Der Gratistarif kann dabei mehr, als ältere Tests behaupten – Veröffentlichen, Blog und Verkaufsbereich sind enthalten. Und die mittlere Stufe kostet inzwischen 24 statt der früher genannten 49 Dollar.
Drei Dinge sprechen dagegen. Das Guthaben ist knapp bemessen, gerade kostenlos. Die festen Abschnitte lassen wenig eigene Gestaltung zu. Und die Server stehen in den USA – heikel, weil Sie über die Kundenwerkzeuge Daten Dritter verarbeiten.
Unser praktischer Rat: Klären Sie zuerst, ob Sie die Werkzeuge für die Kundenarbeit wirklich brauchen. Nur eine Website? Dann reichen 24 Dollar. Terminaufnahme, Newsletter und elektronische Unterschriften an einer Stelle? Dann rechnen Sie die 78 Dollar gegen das, was Sie heute einzeln zahlen. Und starten Sie im Gratistarif – aber sparen Sie sich die Anfragen ein, fünf am Tag sind schneller verbraucht als gedacht.
Häufig gestellte Fragen zu B12
Drei Stufen: Der Gratistarif ist dauerhaft kostenlos, der Website-Tarif kostet 24 US-Dollar monatlich, die Stufe mit Kundenwerkzeugen 78 Dollar. Ältere Vergleiche nennen für die mittlere Stufe noch 49 Dollar – der Anbieter führt inzwischen 24. Abgerechnet wird in US-Dollar, nicht in Euro.
Sieben Tage, nicht drei Monate. Viele Vergleiche geben das falsch wieder. Nach einer Woche greift der reguläre Preis von 24 beziehungsweise 78 Dollar im Monat. Planen Sie also von Anfang an mit dem vollen Betrag, statt sich nach der ersten Abrechnung zu wundern.
Mehr als oft behauptet: Sie erhalten eine Adresse unter b12sites.com und können darunter eine Website, einen Verkaufsbereich, ein Portfolio, einen Blog oder eine Anwendung betreiben. Auch der visuelle Editor mit Chatsteuerung gehört dazu. Begrenzt ist das Guthaben – fünf KI-Anfragen am Tag, höchstens 30 im Monat.
Jede Anfrage an die Software kostet eine Einheit. Der Gratistarif erlaubt fünf am Tag und höchstens 30 im Monat, der Website-Tarif 100 monatlich, die höchste Stufe 300. Wer eine Seite Schritt für Schritt verfeinert, verbraucht mehr als gedacht – beobachten Sie das im ersten Monat.
Ab dem Website-Tarif ist sie im ersten Jahr frei, danach fallen die üblichen Gebühren an. Im Gratistarif läuft die Seite unter einer Adresse von b12sites.com. Eine vorhandene Domain lässt sich ebenfalls verbinden, den Kauf erledigen Sie dann bei einem Anbieter Ihrer Wahl.
Werkzeuge für die Kundenarbeit: Aufnahmeformulare, eine Kontaktverwaltung, E-Mail-Versand, eine eigene E-Mail-Adresse sowie Verträge mit elektronischer Unterschrift und Dateiübermittlung. Dazu 300 statt 100 Anfragen und bis zu 30 Projekte. Rechnen Sie den Betrag gegen das, was Sie heute für diese Dienste einzeln zahlen.
Nach Angaben des Anbieters etwa zwei Minuten von der Beschreibung bis zum vollständigen ersten Entwurf – mit Texten, Abschnitten, Farbschema und Bildern. Fertig ist er damit nicht, aber Sie bearbeiten ein Ergebnis statt vor einer leeren Seite zu sitzen. Das ist die eigentliche Stärke dieses Werkzeugs.
Deutlich schwächer als die englischen – ein Muster, das sich bei US-Anbietern wiederholt. Rechnen Sie damit, jeden Satz zu überarbeiten. Als Gerüst taugen die Vorschläge trotzdem, besonders wenn Sie nicht wissen, wie Sie anfangen sollen. Beachten Sie: Jede Anfrage kostet Guthaben.
In den USA, ein europäischer Standort steht nicht zur Wahl. Das wiegt hier schwerer als bei einem reinen Baukasten, weil Sie über Aufnahmeformulare und Kontaktverwaltung personenbezogene Daten Ihrer Kunden verarbeiten. Klären Sie das, bevor Sie Mandantendaten einpflegen.
Nein. B12 arbeitet mit festen Abschnittsblöcken, die Sie hinzufügen, verschieben und füllen können – frei platzieren lässt sich nichts. Das beschleunigt den Aufbau und begrenzt zugleich die Gestaltung. Wer eigene Vorstellungen umsetzen will, ist mit Wix oder Squarespace besser bedient.
Nein. Hilfe per E-Mail und Chat gehört ab dem Website-Tarif dazu, nach der Veröffentlichung ist auch ein vereinbartes Gespräch möglich – alles auf Englisch. Eine deutschsprachige Hilfe existiert nicht. Wer Unterstützung in der eigenen Sprache braucht, ist bei Jimdo oder IONOS besser aufgehoben.
Für Dienstleister wie Beratende, Coaches oder Praxen, die schnell online gehen und Terminaufnahme, Kontaktverwaltung und Verträge an einer Stelle bündeln wollen – sofern sie mit englischer Oberfläche zurechtkommen. Wer eigene Layouts, einen europäischen Serverstandort oder Hilfe auf Deutsch braucht, sucht besser weiter.
