Ein Zeitungsbericht über Ihren Betrieb bringt plötzlich das Zehnfache an Besuchern auf Ihre Seite. Bei Durable bleibt die Rechnung bei 22 Dollar – der Datenverkehr ist in jedem Tarif unbegrenzt.
Das ist bemerkenswert, weil viele Anbieter genau hier abkassieren: Wer eine feste Besucherzahl überschreitet, zahlt nach. Hier nicht. Dazu kommt die eigene Internetadresse, die im ersten kostenpflichtigen Tarif enthalten ist – und die Website selbst entsteht in unter einer Minute, aus wenigen Angaben zu Ihrem Betrieb.
Wir haben Tarife, enthaltene Leistungen, Vertragsbedingungen und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, was die KI wirklich liefert, wo die Grenzen liegen und für wen sich das lohnt. Ein Hinweis vorab: Abgerechnet wird in US-Dollar.
Was ist Durable und für wen ist es geeignet?
Durable ist ein Baukasten aus Kanada, der Websites mit künstlicher Intelligenz erzeugt. Sie geben Branche, Firmennamen und Ort an, die Software erstellt daraus eine vollständige Seite mit Unterseiten, Texten und Bildern. Anschließend passen Sie an, was nicht passt.
Die Zielgruppe sind Selbstständige, Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen ohne Erfahrung im Webdesign. Wer gestalten möchte oder einen ernsthaften Verkaufsbereich plant, ist bei Wix oder Squarespace besser aufgehoben.
3,6/5★★★★☆Unbegrenzter Datenverkehr, eigene Adresse inbegriffen und ein Entwurf in unter einer Minute – dafür wenig Gestaltungsfreiheit und Abrechnung in Dollar.- Handwerksbetriebe, die endlich online sein müssen
- Selbstständige ohne Zeit für Gestaltungsarbeit
- Seiten mit schwankenden Besucherzahlen
- Wer erst einmal kostenlos ausprobieren will
- Wer ein eigenständiges Erscheinungsbild braucht
- Größere Verkaufsbereiche mit vielen Artikeln
- Betriebe mit strengen Datenschutzanforderungen
- Alle, die in Euro abrechnen möchten
Funktionen und Bedienung
Der Einstieg besteht aus drei Angaben: Was machen Sie, wie heißt der Betrieb, wo sitzen Sie. Sekunden später steht eine Seite mit mehreren Unterseiten, passenden Texten und Bildern. Für einen Elektrobetrieb entsteht eine Elektrikerseite, nicht eine allgemeine Vorlage mit ausgetauschtem Namen – der Unterschied ist deutlich sichtbar.
Bearbeitet wird anschließend geführt: Text anklicken und ändern, Bild tauschen, Farben und Schriften über eine Leiste anpassen, Abschnitte verschieben oder löschen. Eigene Abschnitte hinzufügen oder Abstände genau festlegen geht nicht. Für die Zielgruppe ist diese Beschränkung eher hilfreich – man kann wenig falsch machen. Wer gestalten will, merkt die Grenze sofort.
Blog, Terminbuchung und ein einfacher Verkaufsbereich sind vorhanden, aber schlicht gehalten. Für ein paar Dienstleistungen reicht das; für einen richtigen Laden mit Lagerbestand und Versandregeln brauchen Sie Shopify oder ein anderes Verkaufssystem.
Neu erzeugen: praktisch, aber mit Vorsicht
Sie können die ganze Seite mit einem Klick neu erzeugen lassen – anderer Stil, andere Texte, derselbe Betrieb. Zum Ausprobieren verschiedener Richtungen ist das nützlich. Sichern Sie vorher Ihre eigenen Texte außerhalb der Seite, etwa in einem Textdokument. Wer stundenlang formuliert hat und dann neu erzeugen lässt, riskiert, diese Arbeit zu verlieren.
Durable im Test: Vor- und Nachteile
- Datenverkehr unbegrenzt: In jedem Tarif, auch dem kostenlosen.
- Eigene Adresse inbegriffen: Ab dem ersten kostenpflichtigen Tarif.
- Entwurf in unter einer Minute: Aus drei Angaben zu Ihrem Betrieb.
- Anfragenverwaltung enthalten: Kein separates Programm nötig.
- Kostenlos ausprobierbar: Ohne Zahlungsdaten.
- Keine Einarbeitung nötig: Man kann wenig falsch machen.
- Kaum Gestaltungsfreiheit: Keine eigenen Abschnitte, keine freien Abstände.
- Kein Ausstieg: Inhalte lassen sich nicht ausgeben.
- Server außerhalb der EU: Datenschutz erfordert Prüfung.
- Nur Englisch: Keine deutschsprachige Betreuung zugesichert.
- Abrechnung in US-Dollar: Kartenkurs und Auslandsentgelt kommen hinzu.
- Verkaufsbereich einfach: Kein Lagerbestand, keine Versandregeln.
Was kostet Durable?
Drei Stufen stehen zur Wahl. Die niedrigeren Beträge gelten bei Zahlung für zwölf Monate im Voraus. Alle Preise in US-Dollar.
| Tarif | Jährlich | Monatlich | Eigene Adresse | Datenverkehr |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 0 $ | nein | unbegrenzt |
| Launch | 22 $ | 25 $ | inbegriffen | unbegrenzt |
| Grow | 41 $ | 49 $ | inbegriffen | unbegrenzt |
- Kreditkarte: Der übliche Weg bei diesem Anbieter.
- Jahreszahlung spart 12 bis 16 %: Je nach Tarif; der Betrag wird auf einmal fällig.
- Automatische Verlängerung: Rechtzeitig im Konto kündigen.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Verschlüsselung enthalten: In jedem Tarif, auch dem kostenlosen. Ohne sie zeigen Browser Ihren Besuchern eine Warnung an.
- Anbieter außerhalb der EU: Das Unternehmen sitzt in Kanada. Sobald Sie über ein Kontaktformular personenbezogene Daten verarbeiten, brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung – klären Sie das, bevor Sie Kundendaten erfassen.
- Keine Sicherungskopien im üblichen Sinn: Änderungen lassen sich rückgängig machen, ein vollständiger Wiederherstellungspunkt fehlt. Legen Sie Ihre Texte deshalb zusätzlich selbst ab.
- Rechtstexte selbst besorgen: Impressum und Datenschutzerklärung liefert der Anbieter nicht vorbereitet. Bei Gambio etwa gehören sie zum Paket – hier planen Sie diesen Posten ein.
- Hilfe auf Englisch: Über Chat und Nachrichten. Deutschsprachige Betreuung ist nicht zugesichert – wer darauf Wert legt, ist bei Jimdo besser aufgehoben.
Durable Erfahrungen und Bewertungen
Die Rückmeldungen folgen einem klaren Muster. Vier Punkte wiederholen sich.
- Gelobt wird das Tempo. Handwerksbetriebe beschreiben, dass sie nach Jahren ohne Website in einer Stunde online waren.
- Gelobt wird die Einfachheit. Wer keine Erfahrung im Webdesign hat, kommt hier ohne Anleitung zurecht.
- Kritisiert werden die Grenzen beim Anpassen. Der Entwurf überzeugt, doch wer davon abweichen will, stößt schnell an eine Wand.
- Kritisiert werden Abrechnung und Standort. Dollar statt Euro und ein Anbieter außerhalb der EU sind für deutsche Betriebe wiederkehrende Gründe zu wechseln.
Alternativen zu Durable
- Jimdo: Deutscher Anbieter mit geführtem Einstieg, Abrechnung in Euro und Hilfe in der Landessprache.
- 10Web: Ebenfalls mit KI, dafür auf WordPress aufgebaut – mit begrenztem Guthaben für KI-Anfragen.
- Wix: Deutlich mehr Gestaltungsfreiheit, dafür mit mehr Zeitaufwand beim Aufbau.
Fazit: Lohnt sich Durable?
Wer seit Jahren vorhat, endlich online zu gehen, und nie dazu kommt, findet hier den kürzesten Weg. Aus drei Angaben entsteht in unter einer Minute eine Seite, die nach dem eigenen Gewerbe aussieht. Dass der Datenverkehr unbegrenzt ist und die eigene Adresse zum Tarif gehört, hebt das Angebot von Wettbewerbern ab, die beides begrenzen oder extra berechnen.
Drei Dinge sprechen dagegen. Gestalten lässt sich wenig. Der Anbieter sitzt außerhalb der EU, was den Datenschutz aufwendiger macht. Und Ihre Inhalte können Sie später offenbar nicht mitnehmen.
Unser praktischer Rat: Erzeugen Sie im kostenlosen Zugang einen Entwurf für Ihren Betrieb – das dauert Minuten und zeigt mehr als jede Beschreibung. Sichern Sie eigene Texte außerhalb der Seite, bevor Sie etwas neu erzeugen lassen. Und klären Sie den Datenschutz, bevor Sie ein Kontaktformular veröffentlichen; bei einem europäischen Anbieter entfällt dieser Schritt.
Häufig gestellte Fragen zu Durable
Nein, der Datenverkehr ist in jedem Tarif unbegrenzt – auch im kostenlosen. Das unterscheidet den Anbieter von vielen Wettbewerbern, bei denen Sie nachzahlen, sobald Ihre Seite häufiger aufgerufen wird. Wenn Ihr Betrieb einmal unerwartet Aufmerksamkeit bekommt, bleibt die Rechnung gleich.
Der kostenlose Zugang ist dauerhaft nutzbar. Der Launch-Tarif kostet 22 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung oder 25 Dollar monatlich, der Grow-Tarif 41 beziehungsweise 49 Dollar. Bei jährlicher Zahlung sparen Sie je nach Tarif 12 bis 16 Prozent, zahlen den Betrag aber auf einmal.
Ja, ab dem Launch-Tarif gehört sie zum Paket, ohne Aufpreis. Das ist bei Baukästen nicht selbstverständlich – meist zahlen Sie die Adresse nach dem ersten Jahr separat, je nach Endung 10 bis 20 € jährlich. Rechnen Sie das gegen, wenn Sie Angebote vergleichen.
In unter einer Minute. Sie geben Branche, Firmennamen und Ort an, die Software erstellt daraus eine Seite mit mehreren Unterseiten, Texten und Bildern. Für einen Elektrobetrieb entsteht eine Elektrikerseite, nicht eine allgemeine Vorlage mit ausgetauschtem Namen.
Wenig. Sie ändern Texte, tauschen Bilder, passen Farben an und verschieben Abschnitte. Eigene Abschnitte hinzufügen oder Abstände genau festlegen geht nicht. Für Einsteiger ist das eher hilfreich, weil man wenig falsch machen kann – wer gestalten will, merkt die Grenze sofort.
Stil und Texte werden ersetzt. Zum Ausprobieren verschiedener Richtungen ist das nützlich, kann aber eigene Formulierungen kosten. Sichern Sie Ihre Texte deshalb vorher außerhalb der Seite, etwa in einem Textdokument – dann können Sie gefahrlos experimentieren.
Ja, in jedem Tarif. Anfragen über Ihr Kontaktformular landen in einer Übersicht, in der Sie ihren Bearbeitungsstand festhalten können. Bei anderen Anbietern ist das ein separates Programm, das Sie zusätzlich bezahlen – ein Posten, den Sie beim Vergleich berücksichtigen sollten.
Offenbar nicht – Nutzer berichten, dass sich Seiten nicht ausgeben lassen. Ein Wechsel bedeutet, die Website beim neuen Anbieter neu aufzubauen. Bedenken Sie das, bevor Sie einen Jahresvertrag abschließen, und klären Sie die Frage vorab beim Anbieter.
Das Unternehmen sitzt in Kanada, also außerhalb der EU. Sobald Sie über ein Kontaktformular personenbezogene Daten verarbeiten, brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Klären Sie das, bevor Sie Kundendaten erfassen – bei einem europäischen Anbieter entfällt dieser Schritt.
Nein, diese Texte liefert der Anbieter nicht vorbereitet. Sie müssen sie selbst besorgen, etwa über einen Rechtsdienstleister. Für einen gewerblichen Auftritt in Deutschland sind beide Pflicht – planen Sie diesen Posten in die Gesamtkosten ein.
Nur für wenige Artikel oder Dienstleistungen. Lagerbestände, Versandregeln und die Anbindung an Marktplätze fehlen. Wer ernsthaft verkaufen will, braucht ein richtiges Verkaufssystem – als Ergänzung zur Hauptseite reicht die einfache Variante aber aus.
Für Selbstständige und Handwerksbetriebe, die seit Jahren vorhaben, online zu gehen, und nie dazu kommen. Wer gestalten möchte, in Euro abrechnen will, strenge Datenschutzanforderungen hat oder sich einen späteren Wechsel offenhalten möchte, ist bei Jimdo oder Wix besser aufgehoben.
