Das Cookie-Banner kaufen Sie bei den meisten Baukästen dazu, für zehn Euro im Monat aufwärts. Bei Umso steckt es im Paket – zusammen mit allem anderen für sieben Dollar.
Dazu kommen eine eigene Domain ohne fremdes Logo, mehrsprachige Seiten und ein Firmensitz in Kanada – einem Land, dem die EU-Kommission ein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt. Für einen Anbieter dieser Größe ist das eine ungewöhnlich gute Ausgangslage. Der Baukasten selbst ist bewusst schmal gehalten: kein überladener Erweiterungsmarkt, dafür Vorlagen, die nach Technikunternehmen aussehen, und eine harte Grenze bei zehn Unterseiten.
Wir haben Tarife, Funktionsumfang, Unternehmenssitz und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, welche Stufe wirklich reicht, was für deutsche Nutzer überraschend gut gelöst ist und wo die Grenzen liegen. Ein Hinweis vorab: Umso führt keine Europreise, sondern rechnet in US-Dollar ab.
Was ist Umso und für wen ist es geeignet?
Umso ist ein Website-Baukasten, der sich an Gründerteams und junge Technikunternehmen richtet. Anders als die Allrounder verzichtet er bewusst auf Ballast: kein riesiger Erweiterungsmarkt, kein vollständiges Verkaufssystem, keine tausend Vorlagen für jeden Zweck. Stattdessen gibt es einen schmalen Editor mit fertigen Abschnitten, die sich rasch zu einer Produktseite zusammensetzen lassen.
Bemerkenswert für einen so kleinen Anbieter: Der Funktionsumfang deckt einiges ab, was anderswo Zusatzabos erfordert – ein Blog-Modul, Formulare, eine datenschutzfreundliche Besucherauswertung, mehrsprachige Websites und ein eingebautes Einwilligungswerkzeug für Cookies. Domains lassen sich direkt kaufen, übertragen oder verbinden.
3,8/5★★★★☆Schmal, schnell und günstiger als gedacht – mit eingebautem Einwilligungswerkzeug, aber engem Gestaltungsrahmen und englischem Support.- Gründerteams, die schnell eine Produktseite brauchen
- Wer ein Einwilligungswerkzeug nicht extra einkaufen will
- Mehrsprachige Auftritte ohne Zusatzabo
- Seiten mit bis zu zehn Unterseiten
- Gestalterisch eigenwillige Auftritte – das Abschnittsraster ist fest
- Onlineshops mit Produktvarianten und Kasse
- Wer Hilfe auf Deutsch braucht
- Umfangreiche Auftritte mit verschachteltem Menü – dafür eignet sich WordPress besser
Funktionen und Bedienung
Der Einstieg geht zügig: Konto anlegen, Vorlage wählen, erste Seite steht. Der Editor arbeitet mit fertigen Abschnitten – Kopfbereich, Funktionsreihe, Preistabelle, Handlungsaufforderung, Team. Sie fügen Blöcke hinzu, tauschen Text und Bilder, fertig. Kein freies Verschieben auf den Pixel, aber auch kein Durcheinander.
Eine KI-Funktion schlägt Texte für Überschriften und Beschreibungen vor. Für ein erstes Gerüst spart das Zeit – man startet nicht vor einer leeren Seite. Die Vorschläge fallen auf Englisch besser aus als auf Deutsch; für den Feinschliff bleibt Handarbeit.
Der eigentliche Vorzug für deutsche Nutzer steckt woanders: Umso bringt ein Einwilligungswerkzeug für Cookies mit und wirbt ausdrücklich mit DSGVO-Konformität. Die Besucherauswertung ist datenschutzfreundlich angelegt, ein Auftragsverarbeitungsvertrag steht bereit. Bei Squarespace müssen Sie ein externes Werkzeug einbinden – und können das im günstigsten Tarif nicht einmal.
An Grenzen stoßen Sie bei der Gestaltung. Wer ein Layout jenseits der vorgesehenen Abschnitte will, kommt nicht weiter; eigener Code lässt sich zwar einbetten, der Editor selbst bleibt starr. Auch die Seitenstruktur ist schlicht gehalten – mehr als zwei Menüebenen sind kaum sinnvoll umsetzbar. Für eine Produktseite ist das kein Problem, für einen Auftritt mit verzweigtem Menü zu eng.
Umso im Test: Vor- und Nachteile
- Günstiger Einstieg mit Domain: Sieben Dollar für eigene Domain ohne fremdes Logo.
- Einwilligungswerkzeug eingebaut: Kein Zusatzdienst für das Cookie-Banner nötig.
- Mehrsprachige Seiten: Ohne Aufpreis, was viele Wettbewerber extra berechnen.
- Sitz in Kanada: Ein Land mit Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission.
- Schneller Aufbau: Eine Produktseite steht an einem Vormittag.
- Blog und Formulare an Bord: Ohne Erweiterung.
- Festes Abschnittsraster: Eigenwillige Layouts sind nicht umsetzbar.
- Nur zehn Seiten bei Basic: Darüber wird es teuer.
- Nur Englisch: Editor und Support bieten keine deutschsprachige Fassung.
- Wenige Bewertungen: Die Datenbasis auf Portalen ist dünn.
- Abrechnung in US-Dollar: Kartenkurs und Auslandsentgelt kommen hinzu.
- Kein vollständiger Export: Ein Umzug bedeutet Neuaufbau.
Was kostet Umso?
Drei Stufen stehen zur Wahl. Alle Beträge in US-Dollar. Ob es einen Nachlass für jährliche Zahlung gibt, stellen die Quellen unterschiedlich dar – prüfen Sie das im Bestellvorgang.
| Tarif | Preis | Seiten | Eigene Domain | Umso-Logo |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | begrenzt | nein | sichtbar |
| Basic | 7 $/M | bis 10 | ja | entfernt |
| Pro | 25 $/M | unbegrenzt | ja | entfernt |
Für die meisten ist Basic die richtige Wahl – und mit sieben Dollar günstiger als der Einstieg bei nahezu jedem Wettbewerber, der eine eigene Domain ohne Fremdlogo erlaubt. Free taugt zum Ausprobieren und für interne Testseiten. Pro lohnt erst bei mehr als zehn Unterseiten.
- Kreditkarte: Die üblichen Anbieter werden akzeptiert.
- Kein PayPal: Nach Angaben des Anbieters nicht verfügbar.
- Währung: Ausschließlich US-Dollar, keine Abrechnung in Euro.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Verschlüsselung in allen Tarifen: Jede Seite wird verschlüsselt ausgeliefert, auch im Gratistarif.
- Einwilligungswerkzeug eingebaut: Das Cookie-Banner gehört zum Funktionsumfang, ein Zusatzdienst entfällt. Der Anbieter wirbt ausdrücklich mit DSGVO-Konformität und stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit.
- Sitz in Kanada: Umso ist ein kanadisches Unternehmen. Kanada hat einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission – für Datenübermittlungen ist das eine bessere Ausgangslage als bei US-Anbietern. Einen garantierten Serverstandort in Deutschland gibt es trotzdem nicht; lassen Sie sich den Speicherort bestätigen, wenn er verbindlich sein muss.
- Datenschutzfreundliche Auswertung: Die eingebaute Besucherstatistik ist ohne Fremddienste angelegt – ein Argument, wenn Sie kein zusätzliches Werkzeug einbinden wollen.
- Support nur auf Englisch: Per E-Mail und über einen Chat im Programm. Eine Telefonnummer oder deutschsprachige Hilfe gibt es nicht; in Rückmeldungen wird die Antwortzeit gelegentlich als zu langsam beschrieben.
Umso Erfahrungen und Bewertungen
Umso ist ein Nischenprodukt mit kleiner Nutzerbasis – auf den einschlägigen Portalen liegen jeweils nur rund zehn Bewertungen vor. Die Werte fallen sehr gut aus, sind bei dieser Menge aber wenig aussagekräftig. Die genannten Punkte wiederholen sich immerhin.
- Gelobt wird das Ergebnis. Nutzer beschreiben, dass die fertige Seite professionell aussieht, ohne dass eine Agentur beauftragt werden musste – gerade im Vergleich zu teureren Werkzeugen mit steiler Lernkurve.
- Gelobt wird die Einfachheit. Der schmale Funktionsumfang wird als Vorteil beschrieben: weniger Entscheidungen, schnelleres Ergebnis.
- Kritisiert wird die Antwortzeit. Mehrfach genannt wird, dass der Support länger braucht als erwartet. Das passt zur Größe des Anbieters.
- Kritisiert werden die Grenzen. Wer nach einigen Monaten mehr will – eine zweite Menüebene, einen Mitgliederbereich –, stößt an die bewusst gesetzten Wände.
Alternativen zu Umso
- Wix: Deutlich mehr Vorlagen, ein großer Erweiterungsmarkt und Bedienung auf Deutsch – die Wahl, wenn Sie über eine schlichte Produktseite hinauswollen.
- Webador: Europäischer Anbieter mit Abrechnung in Euro und deutschsprachiger Hilfe – passend für Selbständige ohne internationale Ausrichtung.
- Squarespace: Die hochwertigeren Vorlagen für gestalterisch anspruchsvolle Auftritte – dafür teurer und im günstigsten Tarif ohne Skript-Einbindung.
Fazit: Lohnt sich Umso?
Umso ist günstiger und für deutsche Nutzer besser aufgestellt, als der erste Blick vermuten lässt. Für sieben Dollar im Monat bekommen Sie eine eigene Domain ohne fremdes Logo, zehn Unterseiten und die Erlaubnis, eigenen Code einzubetten. Dazu kommen ein eingebautes Einwilligungswerkzeug, mehrsprachige Seiten und ein Unternehmenssitz in Kanada – einem Land, dem die EU-Kommission ein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt hat.
Die Grenzen sind bewusst gesetzt. Das Abschnittsraster lässt sich nicht aufbrechen, mehr als zwei Menüebenen sind kaum umsetzbar, und bei mehr als zehn Unterseiten springt der Preis auf 25 Dollar. Der Support antwortet nur auf Englisch und, wie Nutzer berichten, nicht immer schnell.
Unser praktischer Rat: Zählen Sie Ihre geplanten Unterseiten durch, bevor Sie buchen – daran hängt die Tarifwahl, nicht am Funktionsumfang. Sieben Seiten sind für eine Firmenvisitenkarte samt Impressum und Datenschutz schnell erreicht; darüber wird es knapp. Und nutzen Sie den Gratistarif, um zu prüfen, ob Ihnen das feste Abschnittsraster liegt. Das ist die Frage, an der die Entscheidung hängt.
Häufig gestellte Fragen zu Umso
Drei Stufen: Der Gratistarif ist dauerhaft kostenlos, Basic kostet 7 US-Dollar monatlich und Pro 25 Dollar. Viele Vergleiche führen den Basic-Tarif gar nicht auf und nennen 25 Dollar als Einstieg – das stimmt nicht. Abgerechnet wird in US-Dollar, nicht in Euro.
Schon ab Basic für 7 Dollar monatlich – und dort verschwindet auch das Umso-Logo. Das ist ungewöhnlich günstig: Bei den meisten Wettbewerbern kostet die erste werbefreie Stufe mit eigener Domain das Zwei- bis Dreifache. Die Domain selbst kaufen Sie separat oder direkt über Umso.
Im Basic-Tarif bis zu zehn, bei Pro unbegrenzt. Zehn klingen nach viel, sind aber schnell voll: Startseite, Funktionen, Preise, Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutz sind bereits sieben. Kommen Blogbeiträge oder Stellenanzeigen dazu, brauchen Sie Pro.
Ja, ein Einwilligungswerkzeug gehört zum Funktionsumfang – ein Zusatzdienst entfällt damit. Der Anbieter wirbt ausdrücklich mit DSGVO-Konformität und stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit. Bei Squarespace müssen Sie dafür ein externes Werkzeug einbinden, was im günstigsten Tarif gar nicht geht.
In Kanada, nicht in den USA – viele Vergleiche geben das falsch wieder. Für Datenübermittlungen ist das relevant, weil die EU-Kommission Kanada ein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt hat. Einen garantierten Serverstandort in Deutschland gibt es allerdings nicht.
Ja, mehrsprachige Seiten gehören zum Funktionsumfang – bei vielen Wettbewerbern kostet das extra oder erfordert eine Erweiterung. Für Gründerteams, die neben dem deutschen auch den internationalen Markt ansprechen, ist das ein handfestes Argument.
Ja, ein Blog-Modul gehört zum Funktionsumfang, ebenso Formulare und eine Besucherauswertung. Für einen Auftritt mit gelegentlichen Beiträgen reicht das. Wer hunderte Artikel plant und intensiv auf Suchmaschinen setzt, ist mit WordPress besser bedient.
Für Gründerteams und junge Technikunternehmen, die schnell eine ansehnliche Produktseite brauchen und mit englischer Bedienung zurechtkommen. Für gestalterisch eigenwillige Auftritte, Onlineshops mit Produktvarianten oder umfangreiche Seiten mit verzweigtem Menü ist der Baukasten zu schmal.
Ja, ab dem Basic-Tarif für 7 Dollar. Damit lassen sich etwa ein eigenes Auswertungswerkzeug oder externe Dienste einbinden. Der Editor selbst bleibt allerdings starr: Das Abschnittsraster lässt sich nicht aufbrechen, auch nicht mit eigenem Code.
Nein. Editor, Hilfeseiten und Support laufen ausschließlich auf Englisch, eine Telefonnummer gibt es nicht. In Rückmeldungen wird die Antwortzeit gelegentlich als zu langsam beschrieben – was zur Größe des Anbieters passt. Wer Hilfe in der eigenen Sprache braucht, ist bei Webador oder Jimdo besser aufgehoben.
Wenig. Auf den einschlägigen Portalen liegen jeweils nur rund zehn Bewertungen vor. Die Werte fallen sehr gut aus, aber bei dieser Menge lässt sich daraus kaum etwas ableiten. Verlassen Sie sich lieber auf den Gratistarif und probieren Sie selbst aus.
Nur mit erheblichem Aufwand. Einen vollständigen Export in ein übertragbares Format bietet Umso nicht. Texte und Bilder lassen sich manuell sichern, der Aufbau bleibt zurück. Wer ahnt, dass die Seite später woanders laufen soll, sollte das vor dem Start bedenken.
