Eine .com-Adresse kostet hier im ersten Jahr einen Penny. Was sie ab dem zweiten kostet, nennt der Anbieter nicht – auch nicht auf Nachfrage in seinen eigenen Hinweisen.
Genau daran entscheidet sich, ob dieses Angebot etwas für Sie ist. Interessant wird es ohnehin nur in einem Fall: wenn Sie eine britische Adresse brauchen, etwa weil Sie nach Großbritannien verkaufen. Für eine deutsche Seite mit .de-Adresse ist der Anbieter die falsche Adresse.
Wir haben Preise, Vertragsbedingungen, Leistungsumfang und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, wann sich der Umweg über einen britischen Anbieter lohnt – und was Sie dabei einplanen müssen. Ein Hinweis vorab: Abgerechnet wird in Britischen Pfund.

Was ist 123 Reg und für wen ist es geeignet?
123 Reg ist ein britischer Anbieter für Internetadressen, seit 2000 am Markt und einer der bekanntesten seines Landes. Der Schwerpunkt liegt auf britischen Endungen – .co.uk, .uk und verwandte –, daneben gibt es die gängigen internationalen Varianten.
Für deutsche Nutzer ist das ein enger Anwendungsfall: Sie brauchen eine britische Adresse, weil Sie dort verkaufen oder eine Niederlassung haben. Für alles andere sind United Domains oder Checkdomain die naheliegendere Wahl – deutsch, in Euro und ohne Sprachbarriere.
3,2/5★★★☆☆Günstiger Einstieg bei britischen Adressen – dafür Abrechnung in Pfund, Bedienung nur auf Englisch und unklare Folgekosten.- Wer eine .co.uk oder .uk für den britischen Markt braucht
- Händler mit Kunden in Großbritannien, etwa über einen Online-Shop
- Alle, die ohnehin in Pfund abrechnen
- Wer Englisch als Bediensprache nicht stört
- Eine deutsche Seite mit .de-Adresse – dafür lohnt IONOS
- Wer vorher wissen will, was die Verlängerung kostet
- Alle, die Hilfe auf Deutsch brauchen, etwa bei Alfahosting
- Wer Wechselkursschwankungen vermeiden möchte
Verwaltung und Funktionen
Die Bestellung dauert Minuten: Wunschnamen eingeben, Endung wählen, zahlen. Der Kundenbereich ist vollständig auf Englisch – eine deutsche Fassung gibt es nicht. Wer technische Einträge selbst ändern will, muss sich also durch englische Begriffe arbeiten.
Die Stärke liegt bei den britischen Endungen. Der Anbieter ist im dortigen Markt seit einem Vierteljahrhundert verankert und führt .co.uk und .uk als Hauptprodukte. Wer eine solche Adresse für einen britischen Auftritt braucht, bekommt sie hier zuverlässig und günstig.
Ein zweiter Punkt betrifft die Währung: Der Anbieter weist selbst darauf hin, dass die Preise Wechselkursschwankungen unterliegen. Wer aus Deutschland zahlt, gibt also einen Betrag aus, der sich zwischen zwei Abbuchungen verändern kann – plus das Auslandsentgelt der eigenen Karte.
Der Penny-Preis hat eine Bedingung
Die .com-Adresse für 0,01 £ klingt nach einem Versehen, ist aber ein reguläres Einstiegsangebot – gebunden an eine dreijährige Laufzeit. Sie zahlen im ersten Jahr fast nichts und in den beiden folgenden den Regelpreis, den Sie vorab nicht kennen. Rechnen Sie das durch, bevor Sie zugreifen: Ein Penny im ersten Jahr rettet niemanden, wenn die zwei Folgejahre teurer sind als anderswo drei.
123 Reg im Test: Vor- und Nachteile
- Günstiger Einstieg: Eine .co.uk ab 3,99 £, eine .com ab 0,01 £ im ersten Jahr.
- Britische Endungen: .co.uk und .uk als Hauptprodukte, seit 2000 im Markt.
- Große Auswahl: Neben britischen auch die gängigen internationalen Varianten.
- Umzug möglich: Adressen lassen sich nach den üblichen Regeln wieder mitnehmen.
- Verlängerungspreis unbekannt: Der Anbieter nennt vorab keine Zahl.
- Dreijahresbindung beim Penny-Angebot: Die .com für 0,01 £ verlangt drei Jahre.
- Abrechnung in Pfund: Kartenkurs und Auslandsentgelt kommen hinzu.
- Nur Englisch: Kundenbereich, Anleitungen und Betreuung.
- Preise schwanken: Der Anbieter verweist selbst auf Wechselkurse.
- Für .de ungeeignet: Deutsche Adressen holt man besser im Inland.
Was kostet 123 Reg?
Die folgenden Beträge stammen von der Anbieterseite und gelten jeweils für das erste Jahr. Alle Angaben in Britischen Pfund.
| Endung | Erstes Jahr | Bindung | Verlängerung | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| .co.uk | 3,99 £ | keine Angabe | nicht ausgewiesen | Britischer Markt |
| .com | 0,01 £ | 3 Jahre | nicht ausgewiesen | International |
| Weitere | ab 4,99 £ | keine Angabe | nicht ausgewiesen | Sonderfälle |
- Kreditkarte und PayPal: Beides wird akzeptiert, Lastschrift nicht.
- Automatische Verlängerung: Ablaufdatum in den Kalender eintragen.
- Preise in Pfund: Der Eurobetrag hängt vom Kurs am Abbuchungstag ab.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Anbieter außerhalb der EU: Großbritannien gehört seit dem Austritt nicht mehr zur Union. Sobald Sie über ein Formular personenbezogene Daten verarbeiten, prüfen Sie die Datenschutzlage – bei einem Anbieter im Inland stellt sich diese Frage nicht.
- Zusätzliche Anmeldesicherung: Aktivieren Sie sie, sobald Sie das Konto angelegt haben. Wer Zugriff auf Ihr Konto bekommt, kann Ihre Adresse umziehen – das rückgängig zu machen ist deutlich aufwendiger.
- Freigabecode für den Umzug: Adressen lassen sich nach den üblichen Regeln zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Das ist Ihr Ausweg, falls der Verlängerungspreis zu hoch ausfällt.
- Betreuung nur auf Englisch: Kundenbereich, Anleitungen und Hilfe. Wer ein Problem lieber auf Deutsch schildert, ist bei United Domains besser aufgehoben.
- Adresse ist noch keine Website: Sie brauchen zusätzlich einen Platz, an dem Ihre Seite liegt – ein Baukasten oder ein Hosting-Paket. Rechnen Sie diesen Posten von Anfang an mit ein.
123 Reg Erfahrungen und Bewertungen
Der Anbieter verweist auf seiner Seite auf über 20.000 Kundenbewertungen. Die Rückmeldungen folgen einem klaren Muster – vier Punkte wiederholen sich.
- Gelobt wird der schnelle Einstieg. Die Adresse steht in wenigen Minuten, der Bestellvorgang ist geradlinig.
- Gelobt wird die Auswahl bei britischen Endungen. Für .co.uk und .uk gilt der Anbieter als eine der ersten Anlaufstellen.
- Kritisiert wird der Verlängerungspreis. Dass er beim Kauf nicht feststeht, ist der mit Abstand häufigste Kritikpunkt.
- Kritisiert wird die Sprachbarriere. Wer kein sicheres Englisch spricht, kommt bei technischen Fragen an Grenzen.
Alternativen zu 123 Reg
- United Domains: Deutscher Anbieter mit Euro-Preisen und Betreuung in der Landessprache.
- Checkdomain: Ebenfalls deutsch, mit über 750 Endungen und ausgewiesenen Verlängerungspreisen.
- Porkbun: Dauerhaft niedrige Preise ohne Lockangebote – die transparentere Wahl bei mehreren Adressen.
Fazit: Lohnt sich 123 Reg?
Für einen einzigen Fall ja: Sie brauchen eine britische Adresse für einen britischen Auftritt. Dann bekommen Sie sie hier von einem Anbieter, der seit 2000 in diesem Markt arbeitet, und zahlen im ersten Jahr wenig.
Für alles andere sprechen drei Punkte dagegen. Der Verlängerungspreis steht beim Kauf nicht fest. Abgerechnet wird in Pfund, mit Kartenkurs und Schwankungen. Und Kundenbereich wie Betreuung laufen ausschließlich auf Englisch.
Unser praktischer Rat: Fragen Sie vor dem Kauf im Kundendienst nach dem konkreten Verlängerungsbetrag für Ihre Endung und lassen Sie ihn sich schriftlich geben. Erst dann können Sie rechnen. Und wenn Sie eigentlich eine .de-Adresse suchen: Nehmen Sie einen deutschen Anbieter. Dort steht der Preis für das zweite Jahr von Anfang an daneben.
Häufig gestellte Fragen zu 123 Reg
Im ersten Jahr 3,99 £ für eine .co.uk und 0,01 £ für eine .com, letzteres bei dreijähriger Laufzeit. Weitere Endungen beginnen bei 4,99 £ und reichen bis 36,99 £. Alle Beträge in Britischen Pfund, der Eurobetrag hängt vom Kurs Ihrer Bank ab.
Das sagt der Anbieter nicht. Auf die Frage antwortet er sinngemäß, die Gebühren bestimme die jeweilige Registrierungsstelle, danach richte sich der Preis – eine Zahl nennt er nicht. Fragen Sie den konkreten Betrag vor dem Kauf im Kundendienst nach und lassen Sie ihn sich schriftlich geben.
Das ist ein reguläres Einstiegsangebot, gebunden an eine dreijährige Laufzeit. Sie zahlen im ersten Jahr fast nichts und in den beiden folgenden den Regelpreis, den Sie vorab nicht kennen. Ein Penny rettet niemanden, wenn die zwei Folgejahre teurer sind als anderswo drei.
In Pfund. Ihre Bank rechnet um und nimmt dafür meist ein Entgelt. Der Anbieter weist zudem selbst darauf hin, dass die Preise Wechselkursschwankungen unterliegen – der Eurobetrag kann sich also zwischen zwei Abbuchungen verändern.
Nein. Für eine .de-Adresse nehmen Sie besser einen deutschen Anbieter: Dort zahlen Sie in Euro, der Verlängerungspreis steht von Anfang an daneben, und die Betreuung läuft auf Deutsch. Der britische Anbieter lohnt nur bei britischen Endungen.
Nein. Kundenbereich, Anleitungen und Betreuung laufen ausschließlich auf Englisch. Wer technische Einträge selbst ändern will, muss sich durch englische Fachbegriffe arbeiten. Bei United Domains oder Checkdomain bekommen Sie dasselbe auf Deutsch.
Wenn Sie nach Großbritannien verkaufen oder dort eine Niederlassung haben. Britische Kunden erkennen die Endung als heimisch, das schafft Vertrauen. Für einen rein deutschen Auftritt bringt sie nichts – dort erwarten Besucher eine .de-Adresse.
Ja, nach den üblichen Regeln lässt sich eine Adresse zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Das ist Ihr Ausweg, falls der Verlängerungspreis zu hoch ausfällt. Planen Sie den Wechsel rechtzeitig, denn die Verlängerung läuft sonst automatisch.
Großbritannien gehört seit dem Austritt nicht mehr zur Europäischen Union. Sobald Sie über ein Formular personenbezogene Daten verarbeiten, sollten Sie die Datenschutzlage prüfen. Bei einem Anbieter im Inland stellt sich diese Frage nicht.
Ja. Mit der Adresse allein ist noch keine Website online – Sie brauchen zusätzlich einen Platz, an dem Ihre Seite liegt. Das kann ein Baukasten oder ein Hosting-Paket sein, auch bei einem anderen Anbieter. Rechnen Sie diesen Posten von Anfang an mit ein.
Aktivieren Sie die zusätzliche Anmeldesicherung, sobald Sie das Konto angelegt haben. Wer Zugriff auf Ihr Konto bekommt, kann Ihre Adresse umziehen – das rückgängig zu machen ist deutlich aufwendiger, als die Sicherung einzurichten.
Für alle, die eine britische Adresse für einen britischen Auftritt brauchen und mit Englisch und Pfund zurechtkommen. Wer eine deutsche Seite betreibt, vorher wissen will, was die Verlängerung kostet, oder Hilfe auf Deutsch braucht, ist bei United Domains oder Checkdomain besser aufgehoben.
