Für Geschäftskunden entscheidet beim Hosting nicht der Speicherplatz, sondern ein Dokument: der Auftragsverarbeitungsvertrag. Ohne ihn verarbeitest du Kundendaten formal rechtswidrig – und in keinem Vergleich steht, wer ihn wie bereitstellt.
Business Hosting ist keine technische Kategorie, sondern eine vertragliche. Die Server unterscheiden sich kaum von denen im Privatkundentarif, die Pflichten schon: Sobald über deine Website personenbezogene Daten laufen – und das tun sie beim ersten Kontaktformular –, brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit deinem Hoster, eine belastbare Verfügbarkeitszusage und eine Rechnung, die dein Steuerberater akzeptiert. Wir vergleichen sechs Anbieter genau danach und nennen zusätzlich vier Spezialisten, die im deutschen Geschäftskundenmarkt eine Rolle spielen.
Die Kriterien, die für Geschäftskunden zählen
Diese fünf Punkte trennen ein Business-Angebot von einem Privatkundentarif. Nur der erste ist rechtlich zwingend, die anderen entscheiden über die Kosten im Störfall.
- Auftragsverarbeitungsvertrag. Nach Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung brauchst du einen schriftlichen Vertrag mit jedem Dienstleister, der in deinem Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet – und dazu gehört dein Hoster, sobald ein Kontaktformular, ein Newsletter oder ein Shop läuft. Seriöse Anbieter stellen ihn im Kundenkonto zum Abschluss bereit. Frag ausdrücklich danach, bevor du buchst, nicht danach.
- Verfügbarkeitszusage. Eine konkrete Prozentzahl statt eines Werbeversprechens. IONOS garantiert über 99,99 %, Cloud86 nennt 99,98 %. Der Unterschied klingt marginal, bedeutet aber gut vier Stunden zusätzliche Ausfallzeit im Jahr. Wichtiger als die Zahl ist die Frage, ob es eine Zusage überhaupt gibt.
- Serverstandort. Server in Deutschland oder mindestens in der EU vereinfachen die Datenschutzargumentation gegenüber Kunden und Auftraggebern erheblich. Bei öffentlichen Auftraggebern ist ein deutscher Standort teils Bedingung.
- Support-Kanäle und Erreichbarkeit. Bei einer Firmenwebsite, über die Aufträge kommen, ist eine Telefonnummer mehr wert als ein Chatfenster. Prüfe zusätzlich, ob es zugesagte Reaktionszeiten gibt oder nur eine Hotline ohne Verbindlichkeit.
- Rechnung und Preisauszeichnung. Für den Vorsteuerabzug brauchst du eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Anbieter, die netto auszeichnen, richten sich an Geschäftskunden – wer brutto ausweist, spricht Privatkunden an. Beides ist in Ordnung, du musst es beim Vergleich nur auf dieselbe Basis bringen.
Die Anbieter im Vergleich
| Anbieter | Verfügbarkeit | Serverstandort | Telefon-Support | Preisangabe | Einstiegspreis |
|---|---|---|---|---|---|
| IONOS | Über 99,99 % garantiert | Deutschland | Rund um die Uhr, deutsch | Netto und brutto | 3 € für 6 Monate, dann 6 € |
| STRATO | Nicht ausgewiesen | Deutschland | Deutschsprachig | Inklusive MwSt. | 5 €/Monat im Jahresvertrag |
| Hostinger | Nicht ausgewiesen | EU wählbar | Nein, nur Chat | Netto | 2,99 €/Monat netto (48 Mon.) |
| Cloud86 | 99,98 % laut Anbieter | Niederlande | Nein | Netto | 1,95 €/Monat netto (36 Mon.) |
| World4You | Nicht ausgewiesen | Österreich | Deutschsprachig | Inkl. 20 % USt. | 4 €/Monat |
| Bluehost | Nicht prüfbar, Seite blockt Abrufe | Überwiegend USA | Nein, nicht deutsch | In Dollar | 3,99 $/Monat (36 Mon.) |
Zwei Anbieter nennen eine konkrete Verfügbarkeitszusage, vier nicht. IONOS liegt mit einer Zusage von über 99,99 % vorn und bezeichnet das als höchsten Wert im Markt, Cloud86 nennt 99,98 %. Rechnerisch sind das 53 Minuten gegenüber 105 Minuten Ausfallzeit im Jahr – für eine Firmenwebsite verkraftbar, für einen Shop mit Umsatz nicht unerheblich. Bei STRATO, Hostinger und World4You findest du auf der Produktseite keine Zahl, bei Bluehost ließ sich die Seite für unsere Prüfung nicht abrufen. Das ist kein Ausschlussgrund, aber ein Punkt für die Nachfrage.
Beim Serverstandort ist die Lage klarer: IONOS und STRATO betreiben ihre Rechenzentren in Deutschland, World4You in Österreich, Cloud86 in den Niederlanden, Hostinger lässt die Wahl innerhalb der EU. Bluehost fällt für die meisten deutschen Geschäftskunden aus, weil die Server überwiegend in den USA stehen – für internationale Projekte bleibt der Anbieter interessant, für einen deutschen Betrieb mit deutschen Kundendaten ist es der aufwendigere Weg.
Die besten Business Hosting Anbieter
Sortiert nach Eignung für Geschäftskunden – Verfügbarkeitszusage, Serverstandort, Erreichbarkeit und Rechnungsstellung wiegen hier schwerer als der Preis. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Die Anbieter im Detail
1. IONOS – Höchste Verfügbarkeitszusage und ein Mensch am Telefon

⭐ 4,5/5
IONOS: Für GeschäftskundenIONOS verspricht für sein Webhosting nicht nur eine Zahl, sondern eine Zusage: „Über 99,99 % garantierte Uptime dank Hochleistungs-Technik und Geo-Redundanz auf ISO-zertifizierter Infrastruktur“ (Webhosting bei IONOS). Rechnerisch bedeutet das weniger als 53 Minuten Ausfallzeit im Jahr. Für Geschäftskunden sind zwei Begriffe daran wichtig: Geo-Redundanz heißt, dass die Daten an mehr als einem Standort liegen, und eine ISO-Zertifizierung ist der Nachweis, den Auftraggeber im Zweifel sehen wollen. Dazu kommt der Punkt, der für Geschäftskunden im Störfall zählt: telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch, mit persönlichem Ansprechpartner. Wenn über deine Website Aufträge kommen, ist das der Unterschied zwischen einem Anruf und einem Ticket.
Beim Datenschutz argumentiert der Anbieter mit Rechenzentren in Deutschland und verweist darauf, dass auch Bund und Länder auf ihn setzen. Der Einstieg kostet 3 Euro monatlich für sechs Monate und danach 6 Euro, dazu einmalig 10 Euro Einrichtungsgebühr. Enthalten sind Domain, ein E-Mail-Postfach, SSL und 100 GB NVMe-Speicher – der größte Einstiegsspeicher in diesem Vergleich. Dazu räumt IONOS eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie ein, was das Risiko beim Ausprobieren nimmt. Was du selbst klären musst, ist der Auftragsverarbeitungsvertrag; auf der Produktseite steht dazu nichts.
- Über 99,99 % garantierte Uptime, Geo-Redundanz, ISO-zertifiziert
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Rechenzentren in Deutschland
- 100 GB NVMe, Domain, Postfach und SSL inklusive, 30 Tage Geld-zurück-Garantie
- 10 Euro Einrichtungsgebühr
- Preissprung nach dem Aktionszeitraum
- Kein Hinweis zum AV-Vertrag auf der Produktseite
2. STRATO – Daten in Deutschland, Preise mit Mehrwertsteuer

⭐ 4,1/5
STRATO: Für GeschäftskundenSTRATO wirbt ausdrücklich mit DSGVO-konformem Hosting und dem Argument, dass die Daten nicht auf beliebigen Servern im Ausland liegen (Hosting bei STRATO). Für einen Betrieb, der Kunden oder Auftraggebern gegenüber Auskunft geben muss, ist das die einfachere Argumentation. Der Starter-Tarif bringt 50 GB Webspace, Domain und SSL mit.
Für Geschäftskunden ist die Preisauszeichnung erwähnenswert: STRATO nennt Bruttopreise, während Hostinger und Cloud86 netto rechnen. Wer vorsteuerabzugsberechtigt ist, muss also umrechnen, um zu vergleichen. Die 5 Euro für Starter gelten im Zwölf-Monats-Vertrag, monatlich kündbar sind es 6 Euro plus einmalig 10 Euro Einrichtung. Eine Verfügbarkeitszusage in Prozent findet sich auf der Produktseite nicht – ebenso wenig ein Hinweis auf den AV-Vertrag.
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- Preise inklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen
- 50 GB Webspace, Domain und SSL enthalten
- Deutschsprachiger Support
- Keine Verfügbarkeitszusage ausgewiesen
- 10 Euro Einrichtungsgebühr
- Bestpreis nur mit Zwölf-Monats-Bindung
3. Cloud86 – Verfügbarkeit offen zugesagt, Folgepreise moderat

⭐ 4,0/5
Cloud86: Für GeschäftskundenCloud86 gehört zu den zwei Anbietern hier, die eine konkrete Zahl nennen: 99,98 % Verfügbarkeit, und zwar mit dem Argument, dass das vor Ausfällen und damit vor Umsatzverlust schützt (Webhosting bei Cloud86). Für ein kleines Haus ist diese Offenheit ungewöhnlich. Ebenfalls offen ausgewiesen: die Zahl der Datenbanken je Tarif, 5, 10 und 20 – die Angabe, die zählt, wenn du Website, Shop und Testumgebung auf einem Vertrag betreiben willst.
Der zweite Vorzug ist die Preispolitik: Start kostet 1,95 Euro netto bei 36 Monaten und danach 3,75 Euro, also weniger als das Doppelte, während andere Anbieter verdreifachen. Über mehrere Jahre ist Cloud86 damit der günstigste Anbieter hier. Zwei Einschränkungen für Geschäftskunden: Die Server stehen in den Niederlanden statt in Deutschland, und es gibt keinen Telefon-Support.
- 99,98 % Verfügbarkeit offen ausgewiesen
- Datenbanken je Tarif offen ausgewiesen
- Moderate Preissteigerung nach der Erstlaufzeit
- Günstigster Anbieter über mehrere Jahre
- Server in den Niederlanden, nicht in Deutschland
- Kein Telefon-Support
- Preise netto ausgewiesen
- Nur 5 GB im Einstiegstarif
4. Hostinger – Beste Werkzeuge, aber kein Telefon

⭐ 4,2/5
Hostinger: Für GeschäftskundenWenn dein Team technisch arbeitet, ist Hostinger das interessanteste Paket in dieser Runde: Staging-Umgebung, tägliche und zusätzlich abrufbare Backups, ein Plugin-Manager für mehrere Installationen (Webhosting bei Hostinger). Der Serverstandort lässt sich innerhalb der EU wählen, was die Datenschutzargumentation gegenüber Kunden trägt.
Für Geschäftskunden gibt es zwei Einschränkungen. Erstens fehlt der Telefon-Support vollständig – wenn über deine Website Umsatz läuft und du im Störfall jemanden brauchst, ist das der wichtigste Nachteil in diesem Vergleich. Zweitens die Preisstruktur: Der Bestpreis von 2,99 Euro netto setzt eine Vorauszahlung über 48 Monate voraus, bei Verlängerung springt Premium auf 9,99 Euro monatlich. Eine Verfügbarkeitszusage in Prozent findet sich nicht.
- Staging-Umgebung und Plugin-Manager inklusive
- Tägliche und abrufbare Backups
- Serverstandort innerhalb der EU wählbar
- Niedrigster Monatspreis im Vergleich
- Kein Telefon-Support
- Keine Verfügbarkeitszusage ausgewiesen
- Bestpreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Verlängerung mehr als verdreifacht den Preis
5. World4You – Die richtige Wahl mit Sitz in Österreich

⭐ 3,7/5
World4You: Für GeschäftskundenFür einen Betrieb mit Sitz in Österreich ist World4You die naheliegende Wahl: Rechenzentrum im Land, deutschsprachiger Support und Preise inklusive der österreichischen Umsatzsteuer von 20 % (World4You). Wer gegenüber österreichischen Auftraggebern argumentieren muss, hat es damit leichter als mit einem deutschen Anbieter.
Für deutsche Geschäftskunden ergibt der Anbieter dagegen wenig Sinn. Die enthaltene Steuer von 20 % verzerrt den Preisvergleich, und beim Serverstandort ist Deutschland näher. Dazu kommt der kleinste Speicher in dieser Runde: 5 GB im Go-Tarif für 4 Euro monatlich, Grow liegt bei 7 Euro. Für eine Firmenwebsite reicht das mehrfach, für ein Bildarchiv nicht.
- Rechenzentrum und Support in Österreich
- Preise inklusive Umsatzsteuer
- Domain im ersten Jahr kostenlos
- Deutschsprachiger Ansprechpartner
- Für deutsche Projekte kein Vorteil
- Nur 5 GB Speicher im Einstiegstarif
- Keine Verfügbarkeitszusage ausgewiesen
6. Bluehost – Nur bei internationaler Ausrichtung

⭐ 3,8/5
Bluehost: Für GeschäftskundenBluehost steht auf der Hosterliste von wordpress.org und ist international entsprechend etabliert (Hosterliste auf wordpress.org). Die Einrichtung ist bequem, WordPress ist vorinstalliert, die Domain im ersten Jahr gratis. Für ein englischsprachiges Projekt oder eine internationale Marke bleibt das ein solides Paket.
Für einen deutschen Geschäftskunden sprechen drei Punkte dagegen, und alle drei betreffen genau die Kriterien dieses Artikels: Die Server stehen überwiegend in den USA, was die Datenschutzargumentation deutlich aufwendiger macht. Der Support ist nicht deutschsprachig. Und die Abrechnung läuft in Dollar, was über eine Laufzeit von 36 Monaten ein Wechselkursrisiko bedeutet und die Buchhaltung verkompliziert.
- Auf wordpress.org gelistet, große Community
- Geführte Einrichtung, WordPress vorinstalliert
- Domain im ersten Jahr gratis
- Server überwiegend in den USA
- Kein deutschsprachiger Support
- Abrechnung in Dollar
- Verfügbarkeitszusage für uns nicht prüfbar
Weitere Anbieter im deutschen Geschäftskundenmarkt
Neben den großen Häusern gibt es Spezialisten, die im Geschäftskundenumfeld eine Rolle spielen. Wir nennen sie zur Orientierung – prüfe die Konditionen direkt beim Anbieter, sie ändern sich bei kleineren Häusern häufiger.
| Anbieter | Ausrichtung | Serverstandort | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Mittwald | Managed Hosting für Agenturen | Deutschland | Dienstleister mit vielen Kundenprojekten |
| Hetzner | Root- und Cloud-Server, wenig Managed | Deutschland, Finnland | Teams mit eigener Technikkompetenz |
| Host Europe | Klassisches Business-Webhosting | Deutschland | Betriebe, die einen etablierten Namen wollen |
| domainFACTORY | Webhosting mit Entwicklerfokus | Deutschland | Projekte mit besonderen PHP-Anforderungen |
Der Unterschied zu den sechs Anbietern oben liegt weniger im Preis als im Modell. Mittwald richtet sich an Agenturen, die Kundenprojekte verwalten, und rechnet entsprechend anders. Hetzner ist stark bei Root- und Cloud-Servern, überlässt dir dafür die komplette Administration – ohne eigene Technikkompetenz im Team ist das der falsche Weg. Host Europe und domainFACTORY sind etablierte Namen im klassischen Webhosting. Für alle vier gilt dasselbe wie oben: Frag nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag und nach einer Verfügbarkeitszusage in Prozent.
Welcher Anbieter passt zu deinem Betrieb?
- Über die Website kommen Aufträge und Ausfall kostet Geld: IONOS. Die höchste Verfügbarkeitszusage im Vergleich und telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch.
- Kunden oder Auftraggeber fragen nach dem Serverstandort: IONOS oder STRATO. Beide mit Rechenzentren in Deutschland, STRATO zusätzlich mit Bruttopreisen.
- Du rechnest über mehrere Jahre und hast Technikkompetenz im Haus: Cloud86. Verfügbarkeit zugesagt, Datenbanken offen ausgewiesen, fairste Folgepreise – dafür ohne Telefon und mit Servern in den Niederlanden.
- Dein Team arbeitet technisch und braucht Staging: Hostinger. Bestes Werkzeugpaket, dafür kein Telefon-Support und 48 Monate Vorauszahlung für den Bestpreis.
- Dein Betrieb sitzt in Österreich: World4You. Rechenzentrum im Land, deutschsprachiger Support, Preise inklusive österreichischer Umsatzsteuer.
- Du bist eine Agentur mit vielen Kundenprojekten: Dann lohnt der Blick auf die Spezialisten aus dem Abschnitt oben, insbesondere auf Managed-Angebote mit Mandantenverwaltung.
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Tarif- und Produktseiten der Anbieter im September 2026. Für Geschäftskunden relevante Kriterien haben wir gezielt erfasst: Verfügbarkeitszusage in Prozent, Serverstandort, Support-Kanäle, Preisauszeichnung netto oder brutto sowie Laufzeit, Einrichtungsgebühr und Verlängerungspreis. Nach einem Auftragsverarbeitungsvertrag haben wir die Produktseiten aller genannten Anbieter durchsucht und keine Fundstelle gefunden – wir weisen das aus, statt es zu unterstellen oder auszuschließen. Wo eine Verfügbarkeitszusage fehlt, steht „nicht ausgewiesen“ statt einer geschätzten Zahl. Vier weitere Anbieter nennen wir mit ihrer Ausrichtung, ohne Preise, weil wir diese nicht durchgängig verifizieren konnten. Die rechtlichen Hinweise sind keine Rechtsberatung. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Für einen deutschen Betrieb, über dessen Website Aufträge laufen, ist IONOS die naheliegende Wahl: eine Zusage von über 99,99 % Uptime mit Geo-Redundanz auf ISO-zertifizierter Infrastruktur, Rechenzentren in Deutschland und telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr. STRATO ist die Alternative mit deutschen Servern und Bruttopreisen, Cloud86 der rechnerisch günstigste Weg über mehrere Jahre mit einer offen zugesagten Verfügbarkeit von 99,98 %. Hostinger bietet die besten Werkzeuge, verzichtet aber auf Telefon-Support – bei einem Geschäftskunden-Angebot ist das der wichtigste Abstrich.
Erledige vor der Buchung aber den Punkt, der über allem steht: Frag nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag. Er ist nach Artikel 28 DSGVO Pflicht, sobald über deine Website personenbezogene Daten laufen, und kein Anbieter bewirbt ihn auf der Produktseite. Eine klare Antwort dauert eine Minute – eine fehlende Vereinbarung wird im Prüfungsfall teuer.
Häufig gestellte Fragen
Technisch meist wenig, vertraglich viel. Für Geschäftskunden zählen ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO, eine Verfügbarkeitszusage in Prozent, ein nachvollziehbarer Serverstandort, erreichbarer Support und eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Die Server selbst unterscheiden sich oft nicht von denen im Privatkundentarif.
Ja, sobald dein Hoster in deinem Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet – und das tut er, sobald ein Kontaktformular, ein Newsletter oder ein Shop läuft. Artikel 28 DSGVO verlangt dafür eine schriftliche Vereinbarung. Etablierte Anbieter stellen sie im Kundenkonto bereit, bewerben das aber nicht. Frag ausdrücklich danach, bevor du buchst.
Rechnerisch rund 53 Minuten Ausfallzeit im Jahr. Bei 99,98 Prozent sind es etwa 105 Minuten, bei 99,9 Prozent rund neun Stunden. IONOS garantiert über 99,99 Prozent und nennt dazu Geo-Redundanz und eine ISO-zertifizierte Infrastruktur, Cloud86 nennt 99,98 Prozent. Wichtiger als der Nachkommawert ist, ob ein Anbieter überhaupt eine Zahl zusagt – bei vier der sechs hier verglichenen Anbieter haben wir keine gefunden.
Ja, in zwei Punkten. Bei Kunden und Auftraggebern, die nach dem Datenschutz fragen, ist ein Standort in Deutschland oder der EU deutlich leichter zu begründen als einer in den USA. Und bei öffentlichen Auftraggebern ist ein deutscher Standort teils Bedingung. Technisch spürst du innerhalb der EU kaum einen Unterschied, bei US-Servern schon.
Wer vorsteuerabzugsberechtigt ist, rechnet mit dem Nettopreis. Hostinger und Cloud86 zeichnen netto aus und richten sich damit an Geschäftskunden, STRATO und World4You nennen Bruttopreise. Beim Vergleich musst du alles auf dieselbe Basis bringen, sonst wirkt ein Angebot 19 Prozent günstiger, als es tatsächlich ist.
Wenn über deine Website Aufträge oder Umsatz laufen, ja. Ein Ticket im Störfall kostet Stunden, ein Anruf Minuten. In diesem Vergleich bieten IONOS, STRATO und World4You deutschsprachigen Support, IONOS zusätzlich telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr. Hostinger, Cloud86 und Bluehost arbeiten schriftlich.
Die Zahl der Postfächer unterscheidet sich stark und steht meist in den Tarifdetails, nicht auf der Startseite. Bei IONOS und STRATO sind Postfächer enthalten, Cloud86 weist unbegrenzte E-Mail-Adressen aus, Hostinger nennt im Einstiegstarif zwei. Prüfe das, wenn mehrere Personen eigene Adressen brauchen.
Das hängt vom Team ab. Mittwald richtet sich an Agenturen mit vielen Kundenprojekten und bietet entsprechende Verwaltungsfunktionen. Hetzner ist stark bei Root- und Cloud-Servern, überlässt dir aber die komplette Administration – ohne eigene Technikkompetenz ist das riskant. Für eine einzelne Firmenwebsite reichen die Angebote der großen Häuser.
Ja. Eine Website besteht aus Dateien und meist einer Datenbank, beides lässt sich sichern und beim neuen Anbieter einspielen. Viele Hoster bieten den Umzug als kostenlosen Service. Wichtig ist die Reihenfolge: neue Umgebung aufsetzen, prüfen, Domain umstellen, erst danach kündigen – und den Auftragsverarbeitungsvertrag beim neuen Anbieter gleich mitabschließen.
Zwischen 3 und 10 Euro monatlich für die Einstiegstarife der großen Anbieter, je nach Laufzeit und Steuerausweis. Cloud86 beginnt bei 1,95 Euro netto, IONOS bei 3 Euro für sechs Monate und danach 6 Euro plus 10 Euro Einrichtung. Rechne mit dem Verlängerungspreis und der Laufzeit, nicht mit dem Werbepreis.
