Minecraft-Hosting ist in aller Regel ein VPS mit einer Verwaltungsoberfläche obendrauf. Bei Hostinger sind die Regulärpreise der Minecraft-Tarife sogar identisch mit denen der normalen Server – 17,99, 21,99, 35,99 und 64,99 Euro.
Wer einen Minecraft-Server mieten will, steht vor zwei Fragen, die in den meisten Vergleichen untergehen: Wie viel Arbeitsspeicher brauche ich für meine Spielerzahl, und zahle ich für ein Spezialangebot mehr als für einen gewöhnlichen Server? Wir beantworten beides mit den Zahlen von den Anbieterseiten, erklären, wofür das Game Panel gut ist, und nennen die Alternativen aus dem Spezialistenmarkt.
Wie viel Arbeitsspeicher dein Server braucht
Arbeitsspeicher ist bei Minecraft die entscheidende Größe – nicht der Prozessor und nicht der Speicherplatz. Die Tarifstufen der Anbieter geben dir eine brauchbare Orientierung, weil sie sich an typischen Serverszenarien ausrichten.
| Tarif bei Hostinger | vCPU | RAM | Aktionspreis | Verlängerung | Regulär |
|---|---|---|---|---|---|
| Game Panel 1 | 1 Kern | 4 GB | 5,99 €/Monat | 11,99 €/Monat | 17,99 €/Monat |
| Game Panel 2 | 2 Kerne | 8 GB | 8,49 €/Monat | 14,99 €/Monat | 21,99 €/Monat |
| Game Panel 4 | 4 Kerne | 16 GB | 11,99 €/Monat | 27,99 €/Monat | 35,99 €/Monat |
| Game Panel 8 | 8 Kerne | 32 GB | 23,99 €/Monat | 49,99 €/Monat | 64,99 €/Monat |
Als Faustregel für die Praxis: Ein Server im unveränderten Spiel kommt mit dem kleinsten Tarif für eine Handvoll Freunde aus. Sobald Modpacks ins Spiel kommen, ändert sich das grundlegend – große Modpacks verlangen ein Vielfaches an Arbeitsspeicher, und zwar unabhängig davon, wie viele Menschen gleichzeitig spielen. Wenn du also mit Mods planst, ist nicht die Spielerzahl das Kriterium, sondern das Modpack.
Was ein Game Panel dir abnimmt
Der Unterschied zwischen einem Minecraft-Tarif und einem nackten VPS ist die Oberfläche. Ohne sie installierst du die Serversoftware selbst, konfigurierst Java, richtest den Autostart ein und spielst Modpacks per Kommandozeile auf. Mit Panel klickst du.
- Modpacks per Klick wechseln. Hostinger nennt über 2.000 Modpacks, zwischen denen sich im Dashboard umschalten lässt – darunter Feed the Beast und Project Rainbow. Ohne Panel bedeutet jeder Wechsel Handarbeit auf dem Server.
- Sofortige Einrichtung. Der Server läuft nach der Bestellung, ohne dass du eine Zeile Konfiguration schreibst. Bei einem gewöhnlichen VPS planst du dafür einen Abend ein.
- Backups und Snapshots. Automatische Sicherungen plus ein manueller Snapshot, damit sich Spielstände zurückholen lassen. Auf einem selbst betriebenen Server richtest du das ein oder du hast es nicht.
- DDoS-Schutz. Bei öffentlich erreichbaren Spielservern kein theoretisches Thema. Hostinger weist den Schutz als Bestandteil aus.
- Serverstandort wählen. Für verzögerungsfreies Spielen empfiehlt der Anbieter, einen Standort in der Nähe der Spieler zu wählen – bei einem Spiel, in dem Millisekunden spürbar sind, ist das relevanter als bei einer Website.
Die Anbieter im Überblick
Sortiert danach, wie gut das Angebot für einen Minecraft-Server passt. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
1. Hostinger – Das einzige echte Minecraft-Angebot im Partnervergleich

⭐ 4,2/5
Hostinger: Der Minecraft-Server im DetailHostinger führt als einziger Partner ein eigenes Minecraft-Produkt mit vier Stufen von einem bis acht Prozessorkernen und 4 bis 32 GB Arbeitsspeicher (Minecraft-Server-Hosting bei Hostinger). Im Paket stecken über 2.000 Modpacks, zwischen denen sich im Dashboard wechseln lässt, dazu automatische Backups, ein manueller Snapshot, DDoS-Schutz und eine wählbare Serverregion. Unterstützt werden neben der Java-Variante auch Bedrock-Server.
Bei den Preisen arbeitet Hostinger mit drei Zahlen, und die mittlere ist die wichtigste. Beworben wird Game Panel 1 mit 5,99 Euro monatlich – das gilt für 24 Monate, die Seite nennt dafür 143,76 Euro gegenüber einem Regulärpreis von 431,76 Euro. Danach greift aber nicht der Regulärpreis von 17,99 Euro, sondern ein ausgewiesener Verlängerungspreis von 11,99 Euro monatlich. Dasselbe Muster in allen Stufen: 14,99 Euro bei Game Panel 2, 27,99 bei Game Panel 4 und 49,99 bei Game Panel 8. Kalkuliere also mit dem Verlängerungspreis, nicht mit dem Schaufensterpreis und nicht mit dem Regulärpreis. Was fehlt, ist Telefon-Support auf Deutsch.
- Echtes Minecraft-Produkt statt nacktem VPS
- Über 2.000 Modpacks per Klick wechselbar
- DDoS-Schutz, Backups und Snapshot enthalten
- Java und Bedrock unterstützt, Serverregion wählbar
- Aktionspreis gilt nur 24 Monate
- Verlängerung verdoppelt den Preis auf 11,99 Euro
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
2. IONOS – Kein Minecraft-Produkt, aber ein VPS mit Ansprechpartner

⭐ 4,5/5
IONOS: Die Grundlage im DetailEin Produkt namens Minecraft-Hosting gibt es bei IONOS nicht – wer dort einen Spielserver betreiben will, mietet einen VPS und richtet ihn selbst ein (VPS bei IONOS). Die Tarife reichen von 4 bis 12 vCores mit 4 bis 24 GB Arbeitsspeicher, der Einstieg liegt bei 5 Euro monatlich. Damit bekommst du für dasselbe Geld oft mehr Rohleistung als bei einem Spezialangebot, zahlst aber mit Arbeitszeit.
Was dafür spricht: telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch und Rechenzentren in Deutschland – kurze Wege für Spieler aus dem deutschsprachigen Raum. Was dagegen spricht: Du installierst Java, die Serversoftware und Modpacks selbst, richtest Autostart und Backups ein und bist für Updates verantwortlich. Wenn der Server für Freunde läuft und du ohnehin gern schraubst, ist das kein Nachteil. Für einen Server, der zuverlässig laufen soll, ohne dass du dich kümmerst, ist ein Angebot mit Panel die bessere Wahl.
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Rechenzentren in Deutschland, kurze Wege für Spieler
- Einstieg ab 5 Euro pro Monat
- Volle Freiheit bei Software und Konfiguration
- Kein Minecraft-Produkt, keine Spieloberfläche
- Einrichtung und Modpacks in Handarbeit
- Updates und Backups liegen bei dir
Weitere Anbieter für Minecraft-Server
Neben den beiden oben gibt es zwei Gruppen: Server-Anbieter, auf denen du selbst einrichtest, und Gameserver-Spezialisten mit fertiger Oberfläche. Wir nennen sie zur Orientierung, Preise und Ausstattung ändern sich hier häufig.
| Anbieter | Modell | Serverstandort | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Hetzner | Cloud- und Root-Server, Einrichtung selbst | Deutschland, Finnland | Wer Linux kann und günstig will |
| Contabo | Viel Arbeitsspeicher zum kleinen Preis | Deutschland, weltweit | Große Modpacks mit hohem RAM-Bedarf |
| netcup | Festpreise mit starker Ausstattung | Deutschland, Österreich | Preisbewusste mit Technikkenntnis |
| OVHcloud | Breites Portfolio, teils mit Spielangeboten | Frankreich, EU | Projekte mit EU-Anforderung |
| ScalaHosting | Managed Cloud, Administration inklusive | EU und USA | Wer nicht selbst administrieren will |
| DigitalOcean, Akamai Cloud | Cloud-Instanzen mit Stundenpreis | Weltweit, EU-Regionen | Server, die nur zeitweise laufen |
| UltaHost | Internationaler Anbieter, flexible Laufzeiten | Weltweit | Kurze Vertragslaufzeiten |
Ein Modell lohnt den zweiten Blick, weil es zu Minecraft besonders gut passt: Bei Anbietern mit stundenweiser Abrechnung wie DigitalOcean oder Akamai Cloud zahlst du nur, solange der Server läuft. Für eine Gruppe, die zweimal pro Woche abends spielt, ist das rechnerisch attraktiv – vorausgesetzt, jemand fährt die Instanz zuverlässig wieder herunter. Vergisst du das, zahlst du wie bei jedem anderen Anbieter den vollen Monat.
Worauf du bei der Wahl achten solltest
- Arbeitsspeicher zuerst, alles andere danach. Bei Minecraft ist RAM der Engpass. Prozessorkerne und Speicherplatz sind selten das Problem, und Bandbreite schon gar nicht – 4 TB reichen für jede private Runde um ein Vielfaches.
- Modpack oder unverändertes Spiel. Das ist die Frage, die über die Tarifstufe entscheidet. Große Modpacks brauchen ein Vielfaches an Arbeitsspeicher, unabhängig von der Spielerzahl.
- Serverstandort. Bei einem Spiel sind Verzögerungen unmittelbar spürbar. Ein Server in Deutschland oder der EU ist für deutschsprachige Mitspieler die richtige Wahl – bei einer Website ließe sich darüber streiten, hier nicht.
- Panel oder Handarbeit. Mit Game Panel klickst du Modpacks und Backups, ohne installierst du alles selbst. Rechne ehrlich, wie viel deine Zeit wert ist – der Preisunterschied ist oft kleiner als der Aufwand.
- Der Verlängerungspreis, nicht der Aktionspreis. Bei Hostinger stehen drei Zahlen auf der Karte: 5,99 Euro im Schaufenster für 24 Monate, 11,99 Euro als ausgewiesene Verlängerung und 17,99 Euro als Regulärpreis. Die mittlere ist die, mit der du rechnen solltest.
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Produktseiten der Anbieter im September 2026, erfasst nach Arbeitsspeicher, Prozessorkernen, Bandbreite, enthaltenen Funktionen, Serverstandort und Preisen mit Laufzeit und Regulärpreis. Bei Hostinger ließen sich alle vier Tarife mit Ausstattung und Preis nachvollziehen, weshalb wir sie vollständig auflisten. IONOS führt kein Minecraft-Produkt; wir nennen dort die VPS-Ausstattung als Grundlage und weisen das ausdrücklich aus. Sieben weitere Anbieter nennen wir mit ihrem Modell, ohne Preise, weil sich diese im Gameserver-Segment häufig ändern und wir sie nicht durchgängig verifizieren konnten. Angaben zum Arbeitsspeicherbedarf sind Erfahrungswerte und keine Herstellerangaben. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Wenn du einen Minecraft-Server ohne Bastelei willst, ist Hostinger unter den hier verglichenen Anbietern die einzige Wahl mit einem echten Spielangebot: über 2.000 Modpacks per Klick, Backups, DDoS-Schutz und wählbare Serverregion, ab 4 GB Arbeitsspeicher. Rechne dabei nicht mit den beworbenen 5,99 Euro: Die gelten für 24 Monate, danach weist der Anbieter 11,99 Euro monatlich als Verlängerungspreis aus.
Wer ohnehin gern selbst konfiguriert, fährt mit einem gewöhnlichen VPS oft besser – bei IONOS ab 5 Euro monatlich, mit Rechenzentren in Deutschland und einem Ansprechpartner am Telefon. Und die Zahl, die du dir merken solltest: Bei Hostinger sind die Regulärpreise der Minecraft-Tarife identisch mit denen der normalen Server. Für das Spielangebot zahlst du keinen Aufschlag, sondern bekommst die Oberfläche obendrauf.
Häufig gestellte Fragen
Arbeitsspeicher ist bei Minecraft der Engpass, nicht der Prozessor. Für eine kleine Runde im unveränderten Spiel reicht der kleinste Tarif mit 4 GB. Sobald Modpacks dazukommen, steigt der Bedarf deutlich – und zwar unabhängig von der Spielerzahl. Wenn du mit Mods planst, richte dich nach dem Modpack, nicht nach der Zahl der Mitspieler.
Bei Hostinger sind drei Zahlen im Spiel. Beworben wird der Einstieg mit 5,99 Euro monatlich, gültig für 24 Monate – die Seite nennt dafür 143,76 Euro gegenüber 431,76 Euro regulär. Danach greift ein ausgewiesener Verlängerungspreis von 11,99 Euro. Der Regulärpreis liegt bei 17,99 Euro. Rechne mit der mittleren Zahl.
Bei Hostinger nicht. Die Regulärpreise der Minecraft-Tarife sind identisch mit denen der gewöhnlichen VPS-Tarife: 17,99, 21,99, 35,99 und 64,99 Euro bei 4, 8, 16 und 32 GB Arbeitsspeicher. Du zahlst also keinen Aufschlag für das Spielangebot, sondern bekommst die Verwaltungsoberfläche obendrauf.
Eine Verwaltungsoberfläche für Spielserver. Damit installierst du die Serversoftware per Klick, wechselst Modpacks im Dashboard, startest Backups und verwaltest den Server, ohne die Kommandozeile zu benutzen. Ohne Panel machst du all das selbst – das ist möglich, kostet aber einen Abend Einrichtung und laufende Pflege.
Bei einem Angebot mit Game Panel ja, und zwar im Dashboard. Hostinger nennt über 2.000 Modpacks, zwischen denen sich umschalten lässt, darunter Feed the Beast und Project Rainbow. Auf einem selbst eingerichteten Server bedeutet jeder Wechsel Handarbeit.
Bei Hostinger ja, der Anbieter nennt neben den Java-Modpacks auch Bedrock. Prüfe das bei anderen Anbietern gezielt: Nicht jedes Angebot deckt beide Varianten ab, und die Serversoftware unterscheidet sich. Wenn Mitspieler auf Konsole oder Mobilgerät dabei sein sollen, brauchst du Bedrock-Unterstützung.
Mehr als bei einer Website. Verzögerungen sind im Spiel unmittelbar spürbar, und der Anbieter empfiehlt selbst, einen Standort in der Nähe der Spieler zu wählen. Für eine deutschsprachige Runde heißt das: Server in Deutschland oder zumindest innerhalb der EU.
Bei einem öffentlich erreichbaren Server ja – Spielserver sind ein beliebtes Ziel, und ein Angriff legt die Runde für alle lahm. Hostinger weist DDoS-Schutz als Bestandteil seiner Minecraft-Tarife aus. Bei einem selbst betriebenen VPS musst du prüfen, ob und in welchem Umfang der Anbieter schützt.
Ja, und oft bekommst du dafür mehr Rohleistung pro Euro. Du installierst dann Java und die Serversoftware selbst, richtest Autostart und Backups ein und spielst Modpacks manuell auf. Bei IONOS beginnen VPS-Tarife bei 5 Euro monatlich mit 4 bis 24 GB Arbeitsspeicher. Rechne den Zeitaufwand mit ein.
Wenn ihr nur an festen Abenden spielt, rechnerisch ja. Anbieter wie DigitalOcean oder Akamai Cloud rechnen stundenweise ab, du zahlst also nur für die Laufzeit. Der Haken liegt in der Praxis: Jemand muss die Instanz zuverlässig wieder herunterfahren. Wird das vergessen, zahlst du den vollen Monat.
