Ein-Klick-Installation heißt nicht, dass der Anbieter sich anschließend um deine WordPress-Seite kümmert. Genau dieser Unterschied entscheidet, ob du in zwei Jahren eine laufende Website hast – oder eine gehackte.
WordPress ist kostenlos, das Hosting kostet ab zwei Euro im Monat, und installiert ist es in fünf Minuten. Was in den Vergleichstabellen fehlt: Wer spielt die Updates ein? Wer sichert die Datenbank? Wer merkt es, wenn ein Plugin eine Sicherheitslücke aufreißt? Bei günstigem Webhosting bist das du – bei Managed WordPress der Anbieter. Wir haben sieben Anbieter danach sortiert, wie viel Verantwortung sie dir abnehmen, und rechnen am Ende vor, was WordPress über das Hosting hinaus tatsächlich kostet.
Wer macht die Wartung? Der Vergleich, auf den es ankommt
WordPress braucht regelmäßige Pflege: Core-Updates, Plugin-Updates, Backups, Sicherheitsprüfungen. Wer das übernimmt, unterscheidet die Anbieter stärker als der Preis. Diese Übersicht zeigt, was tatsächlich automatisch läuft und was bei dir liegen bleibt.
| Anbieter | Art | WordPress-Updates | Plugin-Updates | Backups | Was bei dir bleibt |
|---|---|---|---|---|---|
| WordPress by IONOS | Managed WordPress | Automatisch | Automatisch, auch Themes und PHP | Automatisch | Inhalte, Rechtstexte |
| Hostinger | Webhosting mit WP-Optimierung | Automatisch | Über Plugin-Manager | Täglich automatisch | Plugin-Auswahl, Prüfung |
| IONOS | Klassisches Webhosting | Optional aktivierbar | Bei dir | Automatisch | Updates prüfen, Plugins |
| Cloud86 | Klassisches Webhosting | Bei dir | Bei dir | Automatisch | Komplette Wartung |
| STRATO | Klassisches Webhosting | Bei dir | Bei dir | Automatisch | Komplette Wartung, kein Staging |
| Bluehost | Webhosting mit WP-Optimierung | Automatisch | Bei dir | Je nach Tarif | Plugins, Serverstandort USA |
| World4You | Klassisches Webhosting | Bei dir | Bei dir | Automatisch | Komplette Wartung, kein Staging |
Die besten WordPress Anbieter im Überblick
Sortiert danach, wie viel Wartungsarbeit der Anbieter übernimmt – oben stehen die Pakete, bei denen am wenigsten bei dir liegen bleibt.
Die Anbieter im Detail
1. WordPress by IONOS – Managed WordPress, ohne Managed-Preis

⭐ 4,6/5 – Nimmt dir am meisten Arbeit ab, kostet aber wenig
WordPress by IONOS: Wer macht was?Managed WordPress kostet bei den bekannten Spezialisten ab 17 Euro im Monat. IONOS bietet dasselbe Prinzip ab 5 Euro: WordPress ist vorinstalliert, Domain und SSL sind dabei, und die Updates laufen laut Anbieter automatisch – nicht nur für den WordPress-Kern, sondern auch für Plugins, Themes und die PHP-Version (IONOS WordPress-Hosting). Das ist der Punkt, an dem sich Managed von klassischem Hosting wirklich unterscheidet, denn veraltete Plugins sind die häufigste Einfallstür. Für den Weg von null zur laufenden Seite ist das der kürzeste unter den hier verglichenen Anbietern – und du brauchst niemanden, der dir erklärt, was ein FTP-Zugang ist.
Der Start-Tarif liegt bei 5 Euro monatlich, Grow bei 10 Euro, das E-Commerce-Paket für WooCommerce bei 20 Euro (Tarife bei IONOS). In Aktionsphasen gibt es Start für 3 Euro in den ersten sechs Monaten und Grow für 1 Euro über zwölf Monate – danach greifen die regulären Preise, was du bei der Kalkulation mitrechnen solltest. Staging, also eine Testumgebung für Änderungen, gibt es erst in den höheren Tarifen.
- Managed WordPress zum Preis von Shared Hosting
- Updates für Core, Plugins, Themes und PHP automatisch
- Deutschsprachiger Support mit festem Ansprechpartner
- Domain und SSL inklusive
- Deutlicher Preissprung nach dem Aktionszeitraum
- Staging erst ab höheren Tarifen
- Weniger Serverkontrolle als bei klassischem Hosting
2. Hostinger – Am günstigsten, wenn du dich vier Jahre bindest

⭐ 4,2/5 – Viel Automatik fürs kleinste Geld, dafür lange Bindung
Hostinger: Wer macht was?Hostinger liefert für unter drei Euro netto einiges: automatische Core-Updates, tägliche Sicherungen, eine Staging-Umgebung und einen Plugin-Manager, mit dem du Erweiterungen über alle Installationen hinweg im Browser aktualisierst. Wer mehrere WordPress-Seiten betreibt, spart damit echte Zeit. Wie Bluehost steht auch Hostinger auf der Hosterliste von wordpress.org (wordpress.org).
Die Rechnung dahinter solltest du kennen: Die 2,99 Euro gelten netto – brutto rund 3,56 Euro – und nur bei Vorauszahlung über 48 Monate. Fällig werden damit rund 143 Euro in einer Summe, bei vier Jahren Bindung. Bei Verlängerung springt Premium auf 9,99 Euro monatlich (Tarife bei Hostinger). Über sechs Jahre gerechnet liegt Hostinger damit nicht mehr vorn. Wer nicht weiß, ob das Projekt in zwei Jahren noch läuft, fährt mit IONOS oder STRATO flexibler.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- Plugin-Manager und Staging-Umgebung inklusive
- Tägliche Sicherungen automatisch
- Mehrere WordPress-Seiten in einem Tarif
- Bestpreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Verlängerung mehr als verdreifacht den Preis
- Preise netto ausgewiesen
- Kein Telefon-Support
3. IONOS – Wenn du bei Problemen jemanden anrufen willst

⭐ 4,5/5 – Klassisches Hosting mit dem besten Support im Vergleich
IONOS: Wer macht was?Der Unterschied zum Managed-Paket desselben Hauses: Beim klassischen Webhosting hast du mehr Kontrolle über den Server, trägst aber auch mehr Verantwortung. WordPress installierst du per Klick, Updates lassen sich automatisieren, musst du aber selbst einschalten. Das eigentliche Argument ist der Support – telefonisch rund um die Uhr, auf Deutsch, mit persönlichem Ansprechpartner. Wenn die Seite um 22 Uhr nach einem Plugin-Update weiß bleibt, ist das mehr wert als zwei Euro Preisunterschied.
Standard kostet 6 Euro monatlich, Plus 11 Euro (Tarifübersicht bei IONOS). Aktionen senken Plus zeitweise auf 1 Euro monatlich für zwölf Monate. Dazu eine einmalige Einrichtungsgebühr von 10 Euro, die in vielen Vergleichen unterschlagen wird.
- Telefon-Support rund um die Uhr auf Deutsch
- Rechenzentren in Deutschland
- Domain und SSL in jedem Tarif
- Mehr Serverkontrolle als beim Managed-Paket
- 10 Euro Einrichtungsgebühr
- Update-Automatik musst du selbst aktivieren
- Preissprung nach dem Aktionsjahr
4. Cloud86 – Der Preis-Leistungs-Tipp aus den Niederlanden

⭐ 4,0/5 – Faire Verlängerungspreise, dafür Wartung komplett bei dir
Cloud86: Wer macht was?Cloud86 ist der interessanteste Kandidat für alle, die rechnen können und WordPress selbst pflegen. Der Grund liegt nicht im Einstiegspreis, sondern in der Verlängerung: Start kostet 1,95 Euro netto bei 36 Monaten Laufzeit und danach 3,75 Euro – das ist ein Anstieg um weniger als das Doppelte. Bei Hostinger verdreifacht sich der Preis. Über sechs Jahre gerechnet ist Cloud86 damit der günstigste Anbieter hier, ohne dass du dich vier Jahre binden musst.
Bei zwölf Monaten Laufzeit liegt Start bei 2,95 Euro netto (Tarife bei Cloud86). Zwei Einschränkungen: Die Server stehen in den Niederlanden, nicht in Deutschland – für die Datenschutzargumentation innerhalb der EU unkritisch, für Kunden mit strikter Deutschland-Vorgabe aber ein Ausschlusskriterium. Und die WordPress-Wartung liegt vollständig bei dir.
- Fairste Verlängerungspreise im Vergleich
- Auch bei 12 Monaten Laufzeit günstig
- Auch bei kurzer Laufzeit vergleichsweise günstig
- Wartung und Updates komplett bei dir
- Server in den Niederlanden
- Preise netto, kleinerer Anbieter
5. STRATO – Bruttopreise, deutsche Server, kein Staging

⭐ 4,1/5 – Verlässlich und transparent, technisch anspruchslos
STRATO: Wer macht was?STRATO ist der einzige Anbieter hier, der seine Preise inklusive Mehrwertsteuer ausweist – bei einem Vergleich zwischen 2,99 Euro netto und 5 Euro brutto sind das keine drei Euro Unterschied, sondern deutlich weniger. Die WordPress-Installation läuft per Klick, die Sicherungen automatisch, die Server stehen in Deutschland. Für eine Firmenseite oder einen Vereinsauftritt ohne Sonderansprüche reicht das.
Was fehlt, ist eine Staging-Umgebung. Änderungen an Theme oder Plugins testest du also am laufenden System – bei einer Seite mit wenig Verkehr verkraftbar, bei einem Shop nicht. Beim Preis genau hinsehen: Die 5 Euro für Starter und 9 Euro für Basic gelten nur im Zwölf-Monats-Vertrag. Monatlich kündbar kostet Starter 6 und Basic 10 Euro, plus einmalig 10 Euro Einrichtung (Tarife bei STRATO). In Aktionsphasen kostet Basic zeitweise nur einen Euro im Monat, und das über zwölf Monate.
- Preise inklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- Domain und SSL in jedem Tarif enthalten
- Keine Staging-Umgebung
- 10 Euro Einrichtungsgebühr
- Wartung komplett bei dir
6. Bluehost – Auf wordpress.org gelistet, Server in den USA

⭐ 3,8/5 – Bekannter Name, für deutsche Besucher aber nicht erste Wahl
Bluehost: Wer macht was?Bluehost steht auf der Hosterliste von wordpress.org, was dem Anbieter international viel Vertrauen einbringt – wobei dort auch Hostinger gelistet ist, das Argument also kein Alleinstellungsmerkmal ist. Der Einstieg ist wirklich unkompliziert: Der Ablauf ist geführt, WordPress bereits installiert, die Domain im ersten Jahr kostenlos. Für einen englischsprachigen Blog ist das ein solides Paket.
Für ein deutsches Publikum sprechen zwei Punkte dagegen. Mit Servern überwiegend in den USA zahlen deutsche Besucher mit Ladezeit, und der Datenschutz wird gegenüber Kunden zur längeren Erklärung. Abgerechnet wird zudem in Dollar – das Wechselkursrisiko liegt bei dir. Starter kostet 3,99 Dollar monatlich bei 36 Monaten Laufzeit, das Shop-Paket 14,99 Dollar (Hosterliste auf wordpress.org).
- Auf wordpress.org gelistet, große Community
- Geführte Einrichtung, WordPress vorinstalliert
- Domain im ersten Jahr gratis
- Server überwiegend in den USA
- Abrechnung in Dollar
- Kein deutschsprachiger Support
7. World4You – Die Wahl für österreichische Projekte

⭐ 3,7/5 – Solide, aber nur mit Österreich-Bezug sinnvoll
World4You: Wer macht was?World4You richtet sich klar an den österreichischen Markt: Rechenzentrum in Österreich, deutschsprachiger Support, Preise inklusive der österreichischen Umsatzsteuer von 20 %. Für einen Betrieb in Wien oder Graz, der seine Daten im Land halten will, ist das ein Argument, das kein deutscher Anbieter bietet.
Für deutsche Projekte ergibt der Anbieter dagegen wenig Sinn – die ausgewiesenen Preise enthalten die österreichische Steuer, und beim Serverstandort ist Deutschland näher. Go kostet 4 Euro monatlich mit 5 GB Speicher, Grow 7 Euro (World4You). In Aktionsphasen gibt es Grow für sechs Monate ohne Kosten. Eine Staging-Umgebung fehlt.
- Rechenzentrum und Support in Österreich
- Domain im ersten Jahr kostenlos
- Preise inklusive Umsatzsteuer
- Für deutsche Projekte kein Vorteil
- Keine Staging-Umgebung
- Nur 5 GB Speicher im Einstiegstarif
Was WordPress zusätzlich zum Hosting kostet
Der Hosting-Preis ist nicht der Gesamtpreis. WordPress selbst ist kostenlos, aber die Erweiterungen, die eine Firmenseite braucht, sind es oft nicht. Diese Posten fehlen in jedem Hosting-Vergleich – rechne sie ein, bevor du dich für einen Tarif entscheidest.
- Theme: 0 bis 80 Euro einmalig. Kostenlose Themes reichen für viele Projekte; Premium-Themes bringen Support und regelmäßige Updates mit, was bei einer Seite mit Laufzeit relevant ist.
- Cookie-Banner: 0 bis 60 Euro im Jahr. Kostenlose Lösungen gibt es, für eine rechtssichere Einwilligungsverwaltung mit Nachweis zahlst du meist etwas.
- Backup-Erweiterung: 0 bis 70 Euro im Jahr. Nur nötig, wenn dein Anbieter keine brauchbaren Sicherungen macht – prüfe das vorher, dann sparst du den Posten.
- SEO-Erweiterung: 0 bis 100 Euro im Jahr. Die kostenlose Version deckt die Grundlagen ab; Premium lohnt erst bei vielen Inhalten.
- Domain ab dem zweiten Jahr: 10 bis 20 Euro im Jahr. Im ersten Jahr fast überall geschenkt, danach nicht.
Realistisch landest du bei einer Firmenseite mit kostenlosem Theme und kostenlosen Erweiterungen bei den reinen Hosting-Kosten plus Domainverlängerung – also rund 90 bis 130 Euro im Jahr. Wer bei jedem Posten die Bezahlvariante nimmt, kommt auf 300 Euro und mehr. Der Unterschied liegt nicht am Hoster.
Die Anbieter im direkten Vergleich
Alle sieben Anbieter nebeneinander, mit Blick auf Einstieg, Verlängerung und Serverstandort.
| Anbieter | Einstiegspreis | Bedingung | Danach | Server | Staging |
|---|---|---|---|---|---|
| WordPress by IONOS | 5 €/Monat | Regulär, Aktion ab 3 € | Regulärer Preis | Deutschland | Ab höherem Tarif |
| Hostinger | 2,99 €/Monat netto | 48 Monate Vorauszahlung | 9,99 €/Monat | EU wählbar | Ja |
| IONOS | 6 €/Monat + 10 € Einrichtung | Regulär | Regulärer Preis | Deutschland | Ab höherem Tarif |
| Cloud86 | 1,95 €/Monat netto | 36 Monate | 3,75 €/Monat | Niederlande | Nein |
| STRATO | 5 €/Monat inkl. MwSt. | 12-Monats-Vertrag, zzgl. 10 € Einrichtung | Regulärer Preis | Deutschland | Nein |
| Bluehost | 3,99 $/Monat | 36 Monate | Höherer Verlängerungspreis | Überwiegend USA | Ja |
| World4You | 4 €/Monat inkl. 20 % USt. | Regulär | Regulärer Preis | Österreich | Nein |
Welcher Anbieter passt zu dir?
- Du willst WordPress nutzen, aber keine Wartung machen: WordPress by IONOS. Updates und Sicherungen laufen automatisch, und das zum Preis von klassischem Hosting.
- Du willst bei Problemen jemanden anrufen: IONOS. Telefon-Support rund um die Uhr auf Deutsch ist im Vergleich einmalig.
- Du rechnest über mehrere Jahre und pflegst selbst: Cloud86. Der Verlängerungspreis ist der fairste hier, die Bindung kürzer als bei Hostinger.
- Du willst das kleinste Startbudget und kannst dich binden: Hostinger. Unter drei Euro netto, dafür 48 Monate Vorauszahlung.
- Deine Kunden verlangen Server in Deutschland: STRATO oder IONOS. Beide mit deutschen Rechenzentren und Bruttopreisen beziehungsweise deutschem Support.
- Dein Betrieb sitzt in Österreich: World4You. Rechenzentrum im Land, Preise inklusive österreichischer Umsatzsteuer.
So haben wir bewertet
Grundlage sind die offiziellen Tarif- und Hilfeseiten der Anbieter, Stand September 2026, ausgewertet nach Zahlungsweise, Laufzeit, Mehrwertsteuerausweis, Einrichtungsgebühren und Verlängerungspreis. Für die Wartungsübersicht haben wir geprüft, welche Leistungen die Anbieter im jeweiligen Einstiegstarif ausdrücklich zusagen – nicht, was technisch möglich wäre. Die Reihenfolge richtet sich danach, wie viel Wartungsverantwortung der Anbieter übernimmt; die Sternbewertung bezieht sich auf die Gesamtqualität und ist über unsere Artikel hinweg einheitlich. Preise und Aktionen ändern sich häufig, prüfe den Stand vor dem Abschluss.
Fazit
Die Frage ist nicht, welcher Anbieter am günstigsten WordPress installiert – das können alle in fünf Minuten. Entscheidend ist, wer die Seite in zwei Jahren noch sicher betreibt. Wenn du keine Lust auf monatliche Updates hast, nimm WordPress by IONOS: Managed WordPress ab 5 Euro ist im Vergleich das beste Angebot. Wenn du selbst pflegst und über sechs Jahre rechnest, ist Cloud86 der günstigste Weg, weil der Verlängerungspreis fair bleibt.
Hostinger gewinnt jeden Preisvergleich auf dem Papier, verlangt dafür aber vier Jahre Vorauszahlung und verdreifacht danach den Preis. STRATO und IONOS sind die richtige Wahl, wenn deutsche Server und deutschsprachiger Support zählen. Und egal, wofür du dich entscheidest: Plane 15 Minuten im Monat für Updates ein, oder lass es den Anbieter machen. Das ist der Unterschied zwischen einer Website und einem Sicherheitsproblem.
Häufig gestellte Fragen
WordPress selbst ist kostenlos. Hosting liegt zwischen 2 und 10 Euro im Monat, dazu kommt die Domain ab dem zweiten Jahr mit 10 bis 20 Euro. Mit kostenlosem Theme und kostenlosen Erweiterungen landest du bei rund 90 bis 130 Euro im Jahr. Wer bei Theme, Cookie-Banner, Backup und SEO jeweils die Bezahlvariante nimmt, kommt auf 300 Euro und mehr.
Beim klassischen Webhosting installierst du WordPress per Klick und bist danach für Updates, Plugin-Pflege und Sicherheit selbst verantwortlich. Managed WordPress übernimmt Core-Updates, Sicherungen und Sicherheitsüberwachung. Der Preisunterschied ist geringer als oft dargestellt: WordPress by IONOS beginnt bei 5 Euro, klassisches Hosting bei 2 bis 6 Euro.
Bei klassischem Hosting rund 15 Minuten im Monat: Updates einspielen, prüfen ob die Seite noch funktioniert, gelegentlich ein Backup kontrollieren. Das klingt wenig, wird aber zuverlässig vergessen. Veraltete Plugins sind die häufigste Ursache für gehackte WordPress-Seiten. Wer sich das nicht zutraut, sollte ein Managed-Paket nehmen.
Bei einer Firmenseite mit wenig Verkehr brauchst du sie nicht: Dort testest du Änderungen direkt am laufenden System und holst im Notfall das Backup zurück. Sobald über die Seite Geld eingeht oder Termine gebucht werden, ist Staging Pflicht. STRATO, Cloud86 und World4You bieten keines an, Hostinger und Bluehost schon.
WordPress.org ist die kostenlose Software, die du bei einem Hoster installierst – volle Freiheit bei Themes und Plugins, dafür trägst du die Wartung. WordPress.com ist ein fertiger Dienst des Unternehmens Automattic, bei dem alles verwaltet wird, Plugins aber erst in höheren Tarifen erlaubt sind. Alle Anbieter in diesem Vergleich hosten WordPress.org.
Ja, in zwei Punkten. Erstens Ladezeit: Je weiter der Server entfernt ist, desto länger dauert der Seitenaufbau – bei Bluehost mit Servern in den USA merken deutsche Besucher das. Zweitens Datenschutz: Server innerhalb der EU vereinfachen die Argumentation, Server in Deutschland oder Österreich noch mehr.
Ja, und das ist der große Vorteil gegenüber Baukästen. Eine WordPress-Installation besteht aus Dateien und einer Datenbank – beides lässt sich vollständig sichern und beim neuen Anbieter einspielen. Design, Inhalte und Einstellungen bleiben erhalten. Viele Hoster bieten den Umzug als kostenlosen Service an.
Weil der Einstiegspreis ein Neukundenrabatt ist, der über die Vertragslaufzeit abgeschrieben wird. Bei Hostinger steigt Premium von 2,99 auf 9,99 Euro, bei Cloud86 von 1,95 auf 3,75 Euro. Rechne deshalb immer mit dem Verlängerungspreis: Wer sechs Jahre bleibt, zahlt bei Cloud86 deutlich weniger als bei Hostinger.
Es geht nicht um die Anzahl, sondern um die Qualität und Pflege. Zwanzig gut gewartete Erweiterungen sind unproblematischer als drei, die seit zwei Jahren kein Update bekommen haben. Prüfe vor der Installation, wann das Plugin zuletzt aktualisiert wurde und mit welcher WordPress-Version es getestet ist. Alles, was du nicht brauchst, deinstalliere komplett statt es nur zu deaktivieren.
Für eine Firmenseite mit fünf bis zehn Seiten reicht ein Baukasten und ist weniger Arbeit. WordPress lohnt, wenn du viele Inhalte veröffentlichst, eigene Funktionen brauchst oder dir die Möglichkeit offenhalten willst, den Anbieter zu wechseln, ohne die Seite neu zu bauen. Dieser Export ist der entscheidende Unterschied zu jedem Baukasten.
