Ihre Seite wächst, das Einstiegspaket wird zu eng – und der Schritt ins nächste kostet bei 1blu 19 € mehr im Monat. Eine Zwischenstufe fehlt.
Wer aus dem Einstiegspaket herauswächst, zahlt also auf einen Schlag mehr als das Vierfache – bei Wettbewerbern wie IONOS führen dorthin zwei oder drei Stufen. Die Frage vor dem Buchen lautet deshalb nicht, ob 5,99 € günstig sind, sondern ob Ihr Vorhaben dauerhaft hineinpasst. Davon abgesehen liefert der Berliner Anbieter seit über zwei Jahrzehnten das, wofür deutsche Kunden ihn wählen: Server im Inland, Betreuung in der Landessprache und Preise, in denen die Mehrwertsteuer schon steckt.
Wir haben Pakete, Laufzeiten, Nebenkosten und Kündigungsfristen ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, welche Laufzeit sich rechnet, wo Vorsicht geboten ist und für wen sich der Anbieter lohnt.
Was ist 1blu und für wen ist es geeignet?
1blu ist ein Hosting-Anbieter aus Berlin, seit dem Jahr 2000 am Markt. Das Angebot umfasst Webhosting-Pakete für Einsteiger, leistungsfähigere Pakete mit schnellen NVMe-Festplatten, betreute Serverumgebungen, Domains und Zertifikate. Die Rechenzentren stehen in Deutschland.
Die Zielgruppe sind Privatpersonen und kleine Unternehmen, die eine erste Seite ins Netz bringen wollen, ohne sich tief einzuarbeiten. Wer einen eigenen Server mit vollem Zugriff braucht oder eine Baukastenlösung mit Vorlagen sucht, ist hier nicht richtig.
3,5/5★★★☆☆Deutscher Standort, Bruttopreise und faire Kündigungsregeln – aber Einrichtungsgebühren bei kurzer Laufzeit und ein deutlicher Preissprung zum nächsten Paket.- Wer eine erste Seite in Deutschland hosten will
- Alle, die sich auf zwölf Monate festlegen können
- Wer Bruttopreise sehen will statt Nettobeträge
- Nutzer mit Anforderungen an den Datenschutz
- Wer monatlich kündbar bleiben und nichts zahlen will
- Projekte zwischen Einsteiger- und Leistungspaket
- Wer vollen Serverzugriff braucht
- Alle, die Vorlagen und einen geführten Aufbau erwarten
Leistung und Verwaltung
Die Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt: Konto anlegen, Paket wählen, Domain registrieren. Die Verwaltungsoberfläche ist übersichtlich, aber schlicht – sie erinnert eher an ein Verwaltungswerkzeug als an eine moderne Anwendung. Für die Grundaufgaben reicht das: Postfächer anlegen, Datenbanken einrichten, Dateien hochladen.
Die Leistungspakete arbeiten nach Angaben des Anbieters mit schnellen NVMe-Festplatten – das ist die Technik, die den spürbaren Unterschied bei Ladezeiten ausmacht. In den Einsteigerpaketen ist sie nicht ausgewiesen.
Beim Datenschutz punktet der Anbieter durch den Standort: Die Server stehen in Deutschland, es gilt deutsches Recht ohne Umweg über Zusatzvereinbarungen mit amerikanischen Konzernen. Für alle, die beruflich mit personenbezogenen Daten arbeiten, ist das der wesentliche Unterschied zu günstigen Anbietern aus Übersee wie Hostinger.
Der Sprung zum nächsten Paket ist groß
Zwischen dem Einstiegspaket für 5,99 € und dem Leistungspaket für 24,99 € liegt kaum etwas. Wer aus dem kleinen Paket herauswächst, zahlt auf einen Schlag das Vierfache. Bei Anbietern wie IONOS oder ALL-INKL.COM sind die Zwischenstufen enger gestaffelt. Prüfen Sie deshalb vorab, ob Ihr Vorhaben im Einstiegspaket auf Dauer Platz findet – der nächste Schritt ist teuer.
1blu im Test: Vor- und Nachteile
- Bruttopreise: Alle Beträge inklusive 19 % Mehrwertsteuer, kein Nachrechnen.
- Server in Deutschland: Deutsches Recht ohne Zusatzvereinbarungen.
- Jederzeit kündbar: Ein Monat Frist zum Ende der Laufzeit, kein starres Zeitfenster.
- Keine Einrichtung bei Jahreslaufzeit: Wer sich festlegt, zahlt nichts zusätzlich.
- Schnelle Festplatten in den Leistungspaketen: NVMe-Technik laut Anbieter.
- Kurze Laufzeit möglich: Beim betreuten Server wahlweise ein Monat.
- Einrichtungsgebühr bei kurzer Laufzeit: 4,90 bis 9,90 € einmalig.
- Nebenkosten in der Fußnote: Sie stehen nicht neben dem Preis.
- Großer Sprung zum nächsten Paket: Von 5,99 auf 24,99 € im Monat.
- Schlichte Oberfläche: Funktional, aber nicht mehr zeitgemäß.
- Bindung von zwölf Monaten: Wer den Aufpreis vermeiden will, legt sich fest.
- Kein Umzugswerkzeug: Eine bestehende Seite übertragen Sie selbst.
Was kostet 1blu?
Abgerechnet wird monatlich, die Laufzeit bestimmt aber, ob eine Einrichtungsgebühr anfällt. Alle Beträge verstehen sich inklusive 19 % Mehrwertsteuer – was auf der Seite steht, steht auch auf der Rechnung.
| Paket | Preis im Monat | Laufzeit | Einrichtung bei 1 Monat | Einrichtung bei 12 Monaten |
|---|---|---|---|---|
| Homepage Start | 5,99 € | 12 Monate | 4,90 € | 0 € |
| Performance M | 24,99 € | 3 Monate | 6,90 € | 0 € |
| ManagedServer LP | 27,99 € | 1 oder 12 Monate | 9,90 € | 0 € |
- Lastschrift: Der übliche Weg, im Konto einzurichten.
- Kreditkarte: Wird ebenfalls akzeptiert.
- Überweisung: Als Vorauszahlung möglich.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Serverstandort Deutschland: Die Rechenzentren stehen im Inland, es gilt deutsches Datenschutzrecht. Für alle, die beruflich mit Kundendaten arbeiten, ist das der wichtigste Punkt.
- Verschlüsselungszertifikate: Der Anbieter führt sie als eigenes Produkt. Prüfen Sie bei der Buchung, ob eines im gewählten Paket enthalten ist oder separat berechnet wird – ohne Zertifikat zeigen Browser Besuchern eine Warnung.
- Sicherungskopien: Klären Sie vor dem Buchen, ob Ihr Paket automatische Sicherungen enthält. Wenn nicht, richten Sie selbst welche ein – bei WordPress übernehmen das Erweiterungen zuverlässig.
- Kündigung jederzeit möglich: Mit einem Monat Frist zum Ende der Laufzeit. Das ist kundenfreundlicher als starre Kündigungsfenster, erfordert aber, dass Sie den Termin im Blick behalten.
- Betreuung auf Deutsch: Der Anbieter sitzt in Berlin, Hilfe gibt es in der Landessprache. Das ist der Vorteil gegenüber internationalen Anbietern, bei denen alles auf Englisch läuft.
1blu Erfahrungen und Bewertungen
Der Anbieter ist seit über zwei Jahrzehnten am Markt und hat eine entsprechend gemischte Nutzerschaft. Vier Punkte wiederholen sich in Rückmeldungen.
- Gelobt wird der deutsche Standort. Wer beruflich mit personenbezogenen Daten arbeitet, nennt das als Hauptgrund für die Wahl.
- Gelobt wird die Beständigkeit. Ein Anbieter, den es seit dem Jahr 2000 gibt, weckt bei vielen mehr Vertrauen als ein junger Wettbewerber mit Kampfpreisen.
- Kritisiert wird die Oberfläche. Sie erfüllt ihren Zweck, wirkt aber neben moderneren Anbietern altbacken.
- Kritisiert wird der Abstand zwischen den Paketen. Wer aus dem Einstiegspaket herauswächst, findet keine mittlere Stufe und zahlt gleich das Vierfache.
Alternativen zu 1blu
- ALL-INKL.COM: Deutscher Anbieter mit enger gestaffelten Paketen und gutem Ruf bei der Betreuung.
- IONOS: Breiteres Angebot mit mehr Zwischenstufen, ebenfalls deutscher Serverstandort.
- Hetzner: Günstiger und technisch stark, dafür mit weniger Begleitung für Einsteiger.
Fazit: Lohnt sich 1blu?
Für eine erste Seite mit deutschem Serverstandort ist das ein solides Angebot. Die Preise sind Bruttopreise, die Server stehen im Inland, die Betreuung spricht Deutsch, und Verträge lassen sich jederzeit zum Laufzeitende kündigen – das ist kundenfreundlicher als starre Fristen.
Zwei Dinge sollten Sie wissen. Die Einrichtungsgebühr von 4,90 bis 9,90 € entfällt nur bei Jahreslaufzeit; wer flexibel bleiben will, zahlt sie. Und zwischen dem Einstiegspaket für 5,99 € und dem nächsten für 24,99 € fehlt eine Zwischenstufe – wer wächst, zahlt auf einen Schlag das Vierfache.
Unser praktischer Rat: Entscheiden Sie zuerst über die Laufzeit, nicht über das Paket. Wenn die Seite ohnehin länger bestehen soll, nehmen Sie zwölf Monate und sparen die Einrichtung. Sind Sie unsicher, sind 4,90 € ein fairer Preis dafür, nach einem Monat aussteigen zu können. Und prüfen Sie vorab, ob Zertifikat und Domains im Paket stecken oder separat berechnet werden.
Häufig gestellte Fragen zu 1blu
Das Einstiegspaket Homepage Start kostet 5,99 € im Monat bei zwölf Monaten Laufzeit. Das Leistungspaket Performance M liegt bei 24,99 € mit drei Monaten Laufzeit, der betreute Server bei 27,99 €. Alle Beträge verstehen sich inklusive 19 % Mehrwertsteuer.
Das hängt von der Laufzeit ab. Bei zwölf Monaten entfällt sie. Bei einem Monat Laufzeit werden beim Einstiegspaket 4,90 € fällig, beim Leistungspaket 6,90 € und beim betreuten Server 9,90 € – jeweils einmalig. Diese Angabe steht in der Fußnote unter der Preistabelle, nicht daneben.
Wenn die Seite ohnehin mindestens ein Jahr bestehen soll, nehmen Sie zwölf Monate – dann entfällt die Einrichtungsgebühr. Sind Sie unsicher, ob das Vorhaben länger läuft, sind 4,90 € beim Einstiegspaket ein fairer Preis dafür, nach einem Monat wieder aussteigen zu können.
Verträge sind jederzeit kündbar, mit einem Monat Frist zum Ende der jeweiligen Laufzeit. Das ist kundenfreundlicher als starre Kündigungsfenster bei manchen Wettbewerbern. Behalten Sie den Termin trotzdem im Blick, damit sich der Vertrag nicht ungewollt verlängert.
Brutto, inklusive 19 % Mehrwertsteuer. Das ist ein Vorteil gegenüber Anbietern, die netto auszeichnen und bei denen die Steuer erst an der Kasse hinzukommt. Was auf der Seite steht, steht damit auch auf Ihrer Rechnung.
Zwischen dem Einstiegspaket für 5,99 € und dem Leistungspaket für 24,99 € fehlt eine Zwischenstufe – wer herauswächst, zahlt auf einen Schlag rund das Vierfache. Prüfen Sie deshalb vorab, ob Ihr Vorhaben im kleinen Paket auf Dauer Platz findet. Bei IONOS oder ALL-INKL.COM sind die Stufen enger gestaffelt.
In Deutschland. Damit gilt deutsches Datenschutzrecht ohne den Umweg über Zusatzvereinbarungen mit amerikanischen Konzernen. Für alle, die beruflich mit personenbezogenen Daten arbeiten, ist das der wesentliche Unterschied zu günstigen Anbietern aus Übersee.
Der Anbieter führt Zertifikate als eigenes Produkt. Prüfen Sie bei der Buchung, ob eines im gewählten Paket steckt oder separat berechnet wird. Ohne Zertifikat zeigen Browser Ihren Besuchern eine Warnmeldung an, was Vertrauen kostet – verzichten sollten Sie darauf keinesfalls.
Klären Sie das vor dem Buchen für Ihr konkretes Paket. Wenn keine automatischen Sicherungen dabei sind, richten Sie selbst welche ein – bei WordPress übernehmen das Erweiterungen zuverlässig und legen die Kopien auf einem externen Speicher ab.
Eine besonders schnelle Art von Festplatte, die Daten deutlich zügiger liefert als ältere Technik. Das macht sich bei Ladezeiten bemerkbar, gerade wenn viele Besucher gleichzeitig auf der Seite sind. Der Anbieter weist sie für die Leistungspakete aus, nicht für die Einsteigerpakete.
Von Hand: Dateien übertragen Sie per Dateizugang, die Datenbank exportieren und importieren Sie separat. Ein automatisches Umzugswerkzeug gibt es nicht. Für WordPress erleichtern Erweiterungen wie Duplicator die Arbeit erheblich, weil sie Dateien und Datenbank gemeinsam verpacken.
Für alle, die eine erste Seite in Deutschland hosten wollen, Wert auf deutschsprachige Betreuung legen und sich auf zwölf Monate festlegen können. Wer eine Zwischenstufe zwischen den Paketen braucht oder monatlich kündbar bleiben will, ohne Einrichtung zu zahlen, ist bei ALL-INKL.COM oder IONOS besser aufgehoben.
