Sedo im Test 2026: Erfahrungen & Preise


Sedo: Marktplatz für vergebene Domains
Einstellen kostenlos, Kaufen ohne Aufschlag – Provision zahlt allein die Verkäuferseite.

Ihre Wunschadresse ist vergeben – seit Jahren, und dahinter steht eine leere Seite. Auf Sedo können Sie dem Inhaber trotzdem ein Angebot machen, und der Kauf kostet Sie keinen Cent Vermittlungsgebühr.

Bei Zahlung per Überweisung zahlen Sie ausschließlich den vereinbarten Preis, der Übertrag ist inbegriffen – die gesamte Provision trägt die Gegenseite. Umgekehrt wird es unangenehm: Wer selbst verkauft, zahlt bis zu einem Fünftel des Erlöses, und wie hoch der Satz ausfällt, entscheidet nicht er, sondern der Käufer.

Wir haben Provisionen, Verkaufswege, Abwicklung und Sicherheitsangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, was ein Verkauf wirklich kostet, worauf Käufer achten sollten und für wen sich der Marktplatz lohnt.

20 %
Wenn der Käufer aus dem Partnernetz kommt
0 €
Zusatzkosten für Käufer bei Überweisung
59 $
Einrichtung einer eigenen Auktion

Was ist Sedo und für wen ist es geeignet?

Sedo ist kein Domain-Anbieter im üblichen Sinn – eine neue Adresse für ein paar Euro registrieren können Sie hier nicht. Der Marktplatz handelt mit bereits vergebenen Domains: Wer eine bestimmte Adresse haben will, die jemand anderem gehört, findet sie hier zum Kauf. Angeboten werden Festpreise, Preisvorschläge und Auktionen.

Das Unternehmen sitzt in Köln und ist seit 2001 am Markt. Für den deutschen Sprachraum ist das ein Vorteil: Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, die Betreuung ebenfalls – anders als bei Porkbun oder Hover. Wer dagegen nur eine freie Adresse registrieren will, ist bei United Domains richtig.

Sedo Logo3,6/5★★★★☆Größter Marktplatz für vergebene Domains, mit deutscher Oberfläche und sicherer Abwicklung – für Verkäufer aber mit Provisionen, die sich nicht steuern lassen.
Reichweite und Auswahl4,6
Sichere Abwicklung4,4
Bedingungen für Käufer4,3
Bedingungen für Verkäufer2,6
Bedienung der Oberfläche2,8
Ideal für
  • Wer eine bestimmte, bereits vergebene Adresse für sein Web-Projekt haben möchte
  • Käufer – für sie fallen keine Zusatzkosten an
  • Wer beim Domainkauf Betrugsschutz braucht
  • Deutschsprachige Nutzer: Oberfläche und Betreuung auf Deutsch
Weniger geeignet für
  • Wer eine freie Adresse neu registrieren will
  • Verkäufer günstiger Adressen – die Mindestgebühr wiegt schwer
  • Wer Datenschutz oder Namensauflösung mitverwalten will – dafür brauchen Sie einen eigenen Anbieter
  • Alle, die eine moderne Oberfläche erwarten
Wunschdomain auf Sedo suchen
Das Durchsehen und Kaufen ist für Sie kostenlos – Gebühren trägt die Verkäuferseite.

Verwaltung und Funktionen

Das Konto ist in Minuten angelegt und kostenlos. Die Suche ist die Stärke der Plattform: Sie filtern nach Endung, Preis und Kategorie und stoßen dabei auf Adressen, die anderswo gar nicht auftauchen. Die Oberfläche selbst wirkt allerdings altbacken – funktional, aber weit entfernt von dem, was moderne Anbieter zeigen.

Eine Adresse einzustellen dauert zwei Minuten: Preis festlegen, Verkaufsart wählen, fertig. Die Abwicklung übernimmt Sedo vollständig – der Käufer zahlt, das Geld bleibt hinterlegt, die Adresse wechselt, dann fließt der Erlös abzüglich Provision. Dieser Treuhandweg ist der eigentliche Grund, einen Marktplatz zu nutzen statt privat zu handeln.

Die Provision hängt nicht von Ihrer Wahl ab
Ein weit verbreiteter Irrtum: Die Bewerbung über das Partnernetzwerk sei zubuchbar. Die Preisliste sagt das Gegenteil – jede eingestellte Adresse wird automatisch dort beworben. Welcher Satz fällig wird, entscheidet allein, woher der Käufer kommt: 15 % bei einem Verkauf über Sedo selbst, 20 % bei einem Käufer aus dem Partnernetz. Auf 10 % kommen Sie nur, wenn Sie einen Festpreis setzen und die Adresse zugleich über Sedo mit Werbung belegen lassen. Rechnen Sie im Zweifel mit 20 %, nicht mit 15 – dann werden Sie nicht überrascht.

Ungenutzte Adressen lassen sich parken: Namensauflösung auf Sedo umstellen, fertig. Die Seite zeigt dann Werbung, an deren Erlösen Sie beteiligt werden. Die Beträge sind in der Regel bescheiden – als Zubrot für ohnehin ruhende Adressen aber sinnvoll, zumal es die Provision auf 10 % senken kann.

Für Auktionen gilt eine Besonderheit: Erhalten Sie ein Angebot und machen daraus eine Auktion, ist das kostenlos. Eine Auktion von sich aus zu starten, kostet dagegen 59 Dollar Einrichtungsgebühr – unabhängig davon, ob am Ende ein Verkauf zustande kommt.

Was Käufer wissen sollten

Die angenehme Nachricht für die Käuferseite: Bei Zahlung per Überweisung zahlen Sie ausschließlich den vereinbarten Preis. Keine Vermittlungsgebühr, kein Aufschlag – und der Übertragungsdienst ist ebenfalls kostenlos. Die gesamte Provision trägt der Verkäufer. Wer also eine Wunschadresse sucht, kann hier ohne versteckte Nebenkosten zugreifen. Bei anderen Zahlungswegen können abweichende Bedingungen gelten; prüfen Sie das vor dem Abschluss.

Sedo im Test: Vor- und Nachteile

Vorteile
  • Für Käufer ohne Zusatzkosten: Bei Überweisung zahlen Sie nur den vereinbarten Preis.
  • Übertragung inklusive: Der Dienst dafür kostet nichts extra.
  • Treuhandabwicklung: Das Geld fließt erst nach erfolgtem Übertrag.
  • Deutsche Oberfläche und Betreuung: Unter den Domain-Marktplätzen die Ausnahme.
  • Einstellen kostenlos: Gebühren fallen nur bei Erfolg an.
  • Automatische Reichweite: Jedes Angebot läuft auch über Partnerportale.
Nachteile
  • Provision nicht steuerbar: 20 % greifen, sobald der Käufer aus dem Partnernetz kommt.
  • Mindestgebühr je Verkauf: Bei günstigen Adressen fällt sie stark ins Gewicht.
  • Umsatzsteuer kommt hinzu: Provisionen und Mindestgebühren sind netto – für Deutschland plus 19 %.
  • 59 Dollar für eine eigene Auktion: Auch ohne Verkaufserfolg fällig.
  • Altbackene Oberfläche: Funktional, aber nicht mehr zeitgemäß.
  • Kein Datenschutz, keine Namensauflösung: Beides bleibt beim eigentlichen Anbieter.

Was kostet Sedo?

Das Einstellen ist kostenlos; gezahlt wird erst bei Erfolg. Der Satz hängt vom Verkaufsweg ab. Provisionen und Mindestgebühren verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer – für Deutschland kommen also 19 % auf die Provision obendrauf.

Einstellen
dauerhaft
0 €
Keine Grundgebühr, keine Laufzeit
Festpreis + Parken
bei Verkauf
10 %
Nur wenn beide Bedingungen erfüllt sind
Regelfall
Über Sedo
bei Verkauf
15 %
Preisvorschlag oder Auktion direkt auf der Plattform
Über Partnernetz
bei Verkauf
20 %
Greift automatisch, wenn der Käufer von dort kommt
VerkaufswegProvisionBedingungWählbar?Einstellgebühr
Festpreis + Parken10 %beides zugleich nötigja0 €
Verkauf über Sedo15 %Preisvorschlag oder Auktionteilweise0 €
Käufer aus Partnernetz20 %automatischnein0 €
Eigene Auktion starten15 %selbst angestoßenja59 $
Warum sich günstige Adressen hier selten lohnen
Zusätzlich zur Provision erhebt Sedo eine Mindestgebühr je erfolgreichem Verkauf, deren Höhe von der Kategorie der Adresse abhängt. Bei einem Verkauf im niedrigen zweistelligen Bereich kann diese Gebühr den prozentualen Satz weit übersteigen – vom Erlös bleibt dann wenig übrig. Den genauen Betrag für Ihre Endung finden Sie in der Preisliste des Anbieters; prüfen Sie ihn, bevor Sie eine günstige Adresse einstellen. Für Adressen im drei- oder vierstelligen Bereich fällt die Mindestgebühr dagegen kaum ins Gewicht.
  • Überweisung: Für Käufer ohne Zusatzkosten – der empfohlene Weg.
  • Kreditkarte und PayPal: Ebenfalls möglich, Bedingungen können abweichen.
  • Übertragungsdienst: In allen Fällen kostenlos enthalten.

Sicherheit, Datenschutz und Support

  • Treuhandabwicklung: Der Kaufbetrag bleibt hinterlegt, bis die Adresse übertragen ist. Das ist der wichtigste Schutz auf beiden Seiten – lassen Sie sich nie auf eine Direktüberweisung außerhalb der Plattform ein.
  • Anmeldung mit zwei Faktoren: Im Konto einschaltbar und dringend zu empfehlen, da hier unter Umständen Adressen im vierstelligen Wert verwaltet werden.
  • Kein Datenschutz im Verzeichnis: Sedo ist kein Domain-Anbieter. Ihre Angaben im öffentlichen Verzeichnis verwalten Sie weiterhin dort, wo die Adresse registriert ist.
  • Keine Namensauflösung: Eigene Einträge verwalten Sie ebenfalls beim eigentlichen Anbieter – außer bei geparkten Adressen, für die Sedo eigene Server stellt.
  • Betreuung auf Deutsch: Per E-Mail und über eine umfangreiche Wissensdatenbank. Das ist unter den großen Domain-Marktplätzen die Ausnahme und für viele der ausschlaggebende Punkt.

Sedo Erfahrungen und Bewertungen

Das Echo fällt zweigeteilt aus, und die Trennlinie verläuft zwischen Käufern und Verkäufern. Vier Punkte wiederholen sich.

Häufigstes Lob
Die Abwicklung
Treuhandweg funktioniert verlässlich
Häufigste Kritik
Die Provision
Bis zu einem Fünftel des Erlöses
Für deutsche Nutzer
Die Sprache
Oberfläche und Hilfe auf Deutsch
  • Gelobt wird die Abwicklung. Verkäufer beschreiben den Ablauf als reibungslos – das Geld kommt an, sobald der Übertrag steht.
  • Gelobt wird die deutsche Betreuung. Unter den internationalen Marktplätzen ist das ein seltener Vorzug und für viele der Grund, hier zu bleiben.
  • Kritisiert wird die Provision. Bis zu ein Fünftel des Erlöses ist viel, zumal sich der Satz nicht steuern lässt.
  • Kritisiert wird die Oberfläche. Die Suche funktioniert, die Kontoverwaltung wirkt dagegen unübersichtlich und aus der Zeit gefallen.

Alternativen zu Sedo

  • United Domains: Der passende Weg, wenn Sie keine vergebene Adresse kaufen, sondern eine freie registrieren wollen – ebenfalls deutschsprachig.
  • Flippa: Handelt nicht nur Adressen, sondern ganze Internetgeschäfte samt Umsatz – die Wahl, wenn Sie mehr als einen Namen übernehmen wollen.
  • Porkbun: Günstige Registrierung mit Datenschutz und Zertifikat im Preis – für alle, die eine neue Adresse langfristig halten.

Fazit: Lohnt sich Sedo?

Für Käufer ist Sedo eine klare Empfehlung: Sie zahlen bei Überweisung ausschließlich den vereinbarten Preis, der Übertrag ist kostenlos, und das Geld bleibt bis zur Übergabe hinterlegt. Dazu kommt, was bei internationalen Marktplätzen selten ist – Oberfläche und Betreuung auf Deutsch.

Für Verkäufer fällt das Urteil zurückhaltender aus. Der Satz von 20 % greift automatisch, sobald der Käufer über ein Partnerportal kommt; steuern lässt sich das nicht. Dazu eine Mindestgebühr je Verkauf, Steuern obendrauf und eine Oberfläche, die man freundlich als funktional bezeichnen kann.

Unser praktischer Rat: Wenn Sie verkaufen, kalkulieren Sie mit 20 % statt 15 – dann bleibt die Rechnung auch im ungünstigen Fall auf. Prüfen Sie vor dem Einstellen die Mindestgebühr für Ihre Endung; bei Adressen im niedrigen zweistelligen Bereich lohnt sich der Aufwand meist nicht. Und starten Sie keine eigene Auktion für 59 Dollar, bevor Sie nicht wissen, dass Interesse besteht – aus einem eingegangenen Angebot eine Auktion zu machen, ist kostenlos.

3,6/5
★★★★☆
Gut für Käufer, teuer für Verkäufer – Sedo ist die erste Adresse, wenn Sie eine bereits vergebene Domain kaufen wollen, und bietet dabei deutsche Betreuung. Wer verkauft, sollte mit einem Fünftel Provision rechnen; wer eine freie Adresse sucht, ist bei United Domains oder Porkbun besser aufgehoben.
Jetzt auf Sedo suchen
Kaufen ohne Zusatzkosten, Einstellen kostenlos – Provision nur bei Erfolg.

Häufig gestellte Fragen zu Sedo

Was kostet Sedo?

Das Einstellen ist kostenlos, gezahlt wird erst bei Erfolg. Die Provision beträgt 10 Prozent bei Festpreis mit gleichzeitigem Parken, 15 Prozent bei einem Verkauf direkt über Sedo und 20 Prozent, wenn der Käufer aus dem Partnernetz kommt. Dazu kommen eine Mindestgebühr je Verkauf und Steuern.

Kann ich die Provision selbst beeinflussen?

Nur teilweise. Auf 10 Prozent kommen Sie, wenn Sie einen Festpreis setzen und die Adresse zugleich über Sedo parken. Ob 15 oder 20 Prozent fällig werden, entscheidet dagegen der Käufer: Jede Adresse wird automatisch über das Partnernetz beworben, und kommt der Käufer von dort, greifen 20 Prozent.

Zahlen Käufer Gebühren?

Bei Zahlung per Überweisung nicht. Sie zahlen ausschließlich den vereinbarten Preis, der Übertragungsdienst ist kostenlos enthalten. Die gesamte Provision trägt die Verkäuferseite. Bei anderen Zahlungswegen können abweichende Bedingungen gelten – prüfen Sie das vor dem Abschluss.

Was kostet eine Auktion?

Das kommt darauf an, wer sie anstößt. Erhalten Sie ein Angebot und machen daraus eine Auktion, ist das kostenlos. Eine Auktion von sich aus zu starten, kostet 59 US-Dollar Einrichtungsgebühr – und zwar unabhängig davon, ob am Ende ein Verkauf zustande kommt.

Was ist die Mindestgebühr?

Ein fester Betrag, der bei jedem erfolgreichen Verkauf zusätzlich zur Provision anfällt; die Höhe hängt von der Kategorie der Adresse ab. Bei günstigen Adressen kann sie den prozentualen Satz weit übersteigen. Den Betrag für Ihre Endung finden Sie in der Preisliste – prüfen Sie ihn vor dem Einstellen.

Kommt Steuer auf die Provision?

Ja. Provisionen und Mindestgebühren verstehen sich laut Preisliste ohne Steuern. Für die Kalkulation Ihres Verkaufserlöses sollten Sie das einrechnen – gerade bei höheren Verkaufspreisen macht die Umsatzsteuer auf die Provision einen spürbaren Betrag aus.

Kann ich bei Sedo eine neue Domain registrieren?

Nein. Sedo handelt ausschließlich mit bereits vergebenen Adressen. Wenn Ihre Wunschadresse noch frei ist, registrieren Sie sie bei einem Anbieter wie United Domains oder Porkbun – deutlich günstiger als jeder Kauf über einen Marktplatz.

Wie sicher ist der Kauf?

Die Zahlung bleibt treuhänderisch hinterlegt, bis die Adresse übertragen ist – das ist der wichtigste Schutz. Lassen Sie sich niemals auf eine Direktüberweisung außerhalb der Plattform ein, egal wie überzeugend das Gegenüber argumentiert. Genau dafür gibt es den Marktplatz.

Was bringt das Parken einer Domain?

Auf einer ungenutzten Adresse wird Werbung angezeigt, an deren Erlösen Sie beteiligt werden. Die Beträge sind meist bescheiden. Der eigentliche Vorteil liegt woanders: In Verbindung mit einem Festpreis senkt das Parken die Provision auf 10 Prozent statt 15.

Verwaltet Sedo meine Domain?

Nein. Ihre Adresse bleibt bei dem Anbieter, bei dem sie registriert ist. Datenschutz im öffentlichen Verzeichnis und die Namensauflösung verwalten Sie weiterhin dort. Eine Ausnahme sind geparkte Adressen, für die Sedo eigene Server bereitstellt.

Gibt es deutschsprachige Betreuung?

Ja, und das ist unter den großen Domain-Marktplätzen die Ausnahme. Sedo sitzt in Köln, Oberfläche und Betreuung gibt es auf Deutsch, dazu eine umfangreiche Wissensdatenbank. Für viele deutschsprachige Nutzer ist das der ausschlaggebende Punkt gegenüber internationalen Plattformen.

Für wen lohnt sich Sedo?

Für Käufer, die eine bestimmte vergebene Adresse suchen – sie zahlen bei Überweisung keine Zusatzkosten. Für Verkäufer nur bei Adressen im drei- oder vierstelligen Bereich, weil Provision und Mindestgebühr sonst zu stark ins Gewicht fallen. Wer eine freie Adresse registrieren will, ist woanders besser aufgehoben.

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