Beworben wird SiteGround mit 2,99 € im Monat. Wer zwei Jahre bleibt, zahlt im Schnitt 9,49 € – diese Zahl steht nirgends auf der Anbieterseite.
Sie kommt zustande, weil der Preis nach zwölf Monaten von 2,99 auf 15,99 € springt. Mit 9,49 € lässt sich der Anbieter fair vergleichen, mit 2,99 € nicht. Und dann zeigt sich: Für diesen Betrag bekommen Sie hier Dinge, die viele Wettbewerber nicht liefern – eine Testumgebung, Sicherungen über einen ganzen Monat und die offizielle Empfehlung von WordPress.org.
Wir haben Tarife, Folgepreise, Leistungsumfang und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht rechnet vor, was zwei Jahre wirklich kosten, und zeigt, für wen sich das lohnt. Ein Hinweis vorab: Die Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.
Was ist SiteGround und für wen ist es geeignet?
SiteGround ist ein Anbieter aus Bulgarien, seit 2004 am Markt, spezialisiert auf betreutes WordPress-Hosting. Aktualisierungen, Zwischenspeicherung, Sicherungen und Absicherung übernimmt der Anbieter. Das Unternehmen gehört zu den wenigen, die WordPress.org auf seiner Empfehlungsseite führt.
Die Zielgruppe sind Blogger, kleine Unternehmen und alle, die eine WordPress-Seite betreiben, ohne sich um Technik zu kümmern. Wer vollen Serverzugriff braucht, ist bei Cloudways besser aufgehoben; wer dauerhaft günstig hosten will, bei einem deutschen Anbieter ohne Lockpreis.
3,8/5★★★★☆Testumgebung, dreißig Tage Sicherungen und die offizielle WordPress-Empfehlung – dafür ein Preis, der sich nach zwölf Monaten mehr als verfünffacht, und Nettopreise.- WordPress-Nutzer, die Wert auf die offizielle Empfehlung legen
- Wer eine Testumgebung für Änderungen braucht
- Projekte, die nach einem Jahr ohnehin neu bewertet werden
- Alle, die Sicherungen über einen ganzen Monat schätzen
- Wer über Jahre mit gleichbleibenden Preisen kalkuliert
- Private Seiten mit knappem Budget
- Mehrere Projekte im Einstiegstarif
- Wer Hilfe ausschließlich auf Deutsch braucht
Leistung und Verwaltung
Die Einrichtung dauert Minuten: Konto anlegen, Paket wählen, WordPress mit einem Klick installieren. Die Verwaltungsoberfläche ist eine Eigenentwicklung und ersetzt die bei vielen Anbietern übliche Standardsoftware – die Gliederung ist nachvollziehbar, wenn auch nicht immer der kürzeste Weg zum Ziel.
Die Testumgebung ab der zweiten Stufe ist der praktische Kern des Angebots. Sie erstellen eine Kopie Ihrer Seite, spielen dort Aktualisierungen ein, prüfen das Ergebnis und übertragen es erst dann auf die öffentliche Seite. Wer schon einmal nach einem Update vor einer weißen Seite saß, weiß, was das im Alltag bedeutet.
Grenzen zeigt der Einstiegstarif: Er erlaubt eine einzige Website, und der Speicher ist knapp bemessen. Wer zwei Projekte betreibt oder viele Bilder hochlädt, braucht die nächste Stufe – und damit einen deutlich höheren Folgepreis.
Der Umzug ist kostenlos
Eine bestehende WordPress-Seite überträgt der Anbieter mit einer kostenlosen Erweiterung, die Dateien und Datenbank automatisch verschiebt. Das ist die fehleranfälligste Arbeit beim Wechsel, und sie fällt hier weg. Behalten Sie die alte Installation trotzdem, bis alles läuft und die Formulare funktionieren.
SiteGround im Test: Vor- und Nachteile
- Von WordPress.org empfohlen: Einer von wenigen Anbietern auf der offiziellen Liste.
- 30 Tage Sicherungen: Doppelt so lang wie bei Kinsta und WP Engine.
- Testumgebung enthalten: Ab der zweiten Stufe, mit Übertragung per Klick.
- Umzug kostenlos: Eine Erweiterung überträgt die bestehende Seite.
- Verschlüsselung und Auslieferungsnetz: Ohne Aufpreis enthalten.
- Standort Frankfurt wählbar: Kurze Wege für deutsche Besucher.
- Preis ver-5,3-facht sich: Von 2,99 auf 15,99 € nach zwölf Monaten.
- Nettopreise: Aus 15,99 € werden 19,03 € mit Mehrwertsteuer.
- Nur eine Website: Im Einstiegstarif, mit knappem Speicher.
- Vorauszahlung nötig: Die Aktionspreise gelten nur bei Jahreszahlung.
- Deutsch nicht zugesichert: Die Hilfe läuft überwiegend auf Englisch.
- Testumgebung erst ab Stufe zwei: Im Einstieg fehlt sie.
Was kostet SiteGround?
Drei Stufen stehen zur Wahl. Die niedrigen Beträge gelten im ersten Jahr bei Zahlung für zwölf Monate im Voraus. Alle Preise ohne Mehrwertsteuer.
| Tarif | 1. Jahr | Ab dem 2. | Faktor | Zwei Jahre gesamt |
|---|---|---|---|---|
| StartUp | 2,99 € | 15,99 € | 5,3× | 227,76 € netto |
| GrowBig | 5,49 € | 27,99 € | 5,1× | 401,76 € netto |
| GoGeek | 8,49 € | 39,99 € | 4,7× | 581,76 € netto |
- Kreditkarte und PayPal: Beides wird akzeptiert.
- Jahreszahlung nötig: Nur so gelten die Aktionspreise.
- Folgepreis sichtbar: Er steht neben dem Aktionspreis – lesen Sie ihn.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Sicherungen 30 Tage: Täglich erstellt, im Konto zurückspielbar. Das ist doppelt so lang wie bei den teureren Profi-Anbietern und hilft, wenn ein Problem spät auffällt.
- Verschlüsselung enthalten: Wird automatisch eingerichtet und erneuert.
- Standort Frankfurt wählbar: Nutzen Sie das, wenn Ihre Besucher aus Deutschland kommen. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten brauchen Sie zusätzlich einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
- Schutz vor Angriffen: Der Anbieter betreibt eine eigene Abwehr gegen schädliche Zugriffe, die vor dem Server greift.
- Hilfe überwiegend auf Englisch: Rund um die Uhr über Chat erreichbar, deutschsprachige Betreuung ist nicht zugesichert. Wer darauf Wert legt, ist bei ALL-INKL.COM oder Mittwald besser aufgehoben.
SiteGround Erfahrungen und Bewertungen
Die Rückmeldungen folgen einem eindeutigen Muster. Vier Punkte wiederholen sich.
- Gelobt wird die Betreuung. Wer anfragt, bekomme schnell eine Antwort und eine echte Lösung statt eines Textbausteins.
- Gelobt wird die Verlässlichkeit. Der Betrieb läuft stabil, die WordPress-Anbindung gilt als vorbildlich.
- Kritisiert wird der Preissprung. Er ist der mit Abstand häufigste Kritikpunkt – und er trifft vor allem die, die den Folgepreis überlesen haben.
- Kritisiert wird der knappe Speicher. Im Einstiegstarif zwingt er manche schon nach Monaten zum Wechsel in die nächste Stufe.
Alternativen zu SiteGround
- ALL-INKL.COM: Deutscher Anbieter mit gleichbleibenden Preisen, Telefonnummer und Hilfe in der Landessprache.
- Hostinger: Ähnlich günstiger Einstieg, europäische Standorte, ebenfalls mit Preissprung.
- Mittwald: Teurer im Einstieg, dafür ohne Lockpreis und mit unbegrenzten Postfächern.
Fazit: Lohnt sich SiteGround?
Am Angebot selbst gibt es wenig auszusetzen. Die offizielle Empfehlung von WordPress.org, eine Testumgebung, Sicherungen über dreißig Tage und ein kostenloses Umzugswerkzeug ergeben ein rundes Paket – bei der Aufbewahrung der Sicherungen schlägt der Anbieter sogar die doppelt so teuren Profi-Anbieter.
Der Preis ist die Schwachstelle. Nach zwölf Monaten kostet der Einstiegstarif das 5,3-Fache, ohne dass sich an der Leistung etwas ändert. Dazu sind die Preise netto, aus 15,99 € werden 19,03 €.
Unser praktischer Rat: Rechnen Sie über zwei Jahre. Beim Einstiegstarif sind das 227,76 € netto, also 9,49 € im Monat statt der beworbenen 2,99. Auf dieser Grundlage entscheiden Sie fair – und wenn Sie sich dafür entscheiden, tragen Sie sich das Verlängerungsdatum ein. Der Wechsel ist dank des kostenlosen Umzugswerkzeugs weniger Arbeit, als die meisten denken.
Häufig gestellte Fragen zu SiteGround
Im ersten Jahr 2,99 € im Monat für den Einstiegstarif, ab dem zweiten 15,99 € – das 5,3-Fache. Über zwei Jahre gerechnet sind das 227,76 € netto, also 9,49 € im Monat im Schnitt. Die höheren Stufen kosten 5,49 beziehungsweise 8,49 €, danach 27,99 und 39,99 €.
Netto. Auf alle Beträge kommt die Mehrwertsteuer hinzu: Aus 2,99 € werden 3,56 €, aus 15,99 € werden 19,03 €. Rechnen Sie das ein, wenn Sie mit deutschen Anbietern vergleichen, die Bruttopreise ausweisen – sonst vergleichen Sie zwei verschiedene Größen.
30 Tage, und sie werden täglich erstellt. Das ist doppelt so lang wie bei Kinsta und WP Engine, die 14 Tage vorhalten. Der Unterschied zählt, wenn ein Problem erst spät auffällt – bei zwei Wochen Aufbewahrung hätten Sie dann nur noch befallene Stände zur Auswahl.
Ab der zweiten Stufe. Sie erstellen damit eine Kopie Ihrer Seite, spielen dort Aktualisierungen ein und übertragen sie erst nach der Prüfung auf die öffentliche Seite. Im Einstiegstarif fehlt diese Funktion – das ist ein Grund, gleich eine Stufe höher einzusteigen.
Im Einstiegstarif nur eine, dazu mit knappem Speicher. Wer zwei Projekte betreibt oder viele Bilder hochlädt, braucht die nächste Stufe – und damit auch deren höheren Folgepreis von 27,99 € ab dem zweiten Jahr.
Der Anbieter gehört zu den wenigen, die WordPress.org auf seiner Empfehlungsseite führt. Aktualisierungen laufen automatisch, die Installation gelingt mit einem Klick, und ab der zweiten Stufe kommt eine Testumgebung hinzu. Für WordPress ist das ein rundes Paket.
Ja, dafür gibt es eine kostenlose Erweiterung, die Dateien und Datenbank automatisch überträgt. Das erspart Ihnen die fehleranfälligste Arbeit beim Wechsel. Behalten Sie die alte Installation trotzdem, bis alles läuft und die Formulare funktionieren.
Der Anbieter betreibt Standorte in mehreren Regionen, darunter Frankfurt. Wählen Sie diesen, wenn Ihre Besucher aus Deutschland kommen – das verkürzt die Wege. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten brauchen Sie zusätzlich einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Nicht zugesichert. Die Betreuung ist rund um die Uhr über Chat erreichbar und gilt als schnell und lösungsorientiert, läuft aber überwiegend auf Englisch. Wer ein Problem lieber auf Deutsch schildert, sollte einen deutschen Anbieter wählen.
Tragen Sie sich das Verlängerungsdatum ein, sobald Sie abschließen, und vergleichen Sie rechtzeitig. Dank des kostenlosen Umzugswerkzeugs ist ein Wechsel weniger Arbeit, als die meisten vermuten. Wer nichts tut, zahlt automatisch den Folgepreis.
Nur für eine einzelne Seite ohne Wachstumsabsicht. Er erlaubt eine Website, hat knappen Speicher und keine Testumgebung. Wer absehbar mehr braucht, fährt mit der zweiten Stufe besser – rechnet dort aber auch mit 27,99 € ab dem zweiten Jahr.
Für WordPress-Nutzer, die den Folgepreis von Anfang an einplanen oder nach einem Jahr ohnehin neu entscheiden, und die Wert auf Testumgebung und lange Aufbewahrung der Sicherungen legen. Wer über Jahre gleichbleibend kalkuliert oder Hilfe auf Deutsch braucht, ist bei ALL-INKL.COM oder Mittwald besser aufgehoben.
